Zuckerentzug – Tipps für den EinstiegZuckerfrei leben: Wieso fällt es so schwer anzufangen?

Du würdest gerne für eine bestimmte Zeit keinen oder weniger Zucker essen? Du schaffst es aber nicht Dein Vorhaben tatsächlich umzusetzen? Du findest immer wieder eine neue Ausrede den Zuckerentzug auf morgen, übermorgen oder nächste Woche zu verschieben? Dann kennst Du vermutlich die Stimme in Dir, die Dir zuflüstert: „Nur noch heute, morgen ist ja auch noch ein Tag“.

Ich jedenfalls kenne diese Stimme nur zu gut. Immer wieder habe ich mich dabei ertappt, wie ich mich nur all zu gerne von diesem Etwas in mir überreden lassen habe. Schließlich kommt es auf einen Tag mehr oder weniger, doch auch nicht an, oder?

Blöd nur, wenn dieses Spielchen Tag für Tag so weiter geht und ich mein Vorhaben dem Zucker zu entsagen, immer wieder in die Zukunft verschiebe und dabei mein Frust über mich selbst immer größer wird und gleichzeitig auch meine Essensgelage immer ausfälliger werden. Ist ja auch logisch: Schließlich gilt es ja heute besonders zuzuschlagen, da ab morgen ja alles anders werden soll – und dieses Mal wirklich. Ha ha!

Wenn Dir solche Geschichten bekannt vorkommen, dann ist vermutlich Dein innerer Saboteur am Werk, der Teil in Dir, der die Zuckersucht gerne am Leben halten möchte. Entweder, weil er als Gewohnheitstier grundsätzlich erst einmal allen Veränderungen skeptisch gegenüber steht, oder, weil er befürchtet eine bisher wichtige Strategie zu verlieren mit der es doch so schön bequem war Deine Stimmung anzuheben, die Zeit zu vertreiben oder für Genuss zu sorgen.

Diesem Teil in Dir gefällt es selbstverständlich überhaupt nicht, wenn Du für eine bestimmte Zeit lang keinen Zucker essen möchtest. Schließlich lebt er ja davon, dass Du ihn mit Süßigkeiten und anderen schnell verdaulichen Kohlenhydraten fütterst. Mit all seiner Kraft wird er daher versuchen, Dein Vorhaben zu sabotieren.

Zuckerentzug, wozu das denn?

Zunächst einmal wird Dein innerer Saboteur versuchen, Dir klar zu machen, dass ein Zuckerentzug überflüssig ist. Schließlich, so will er Dich glauben machen, hängt Deine Zuckersucht von äußeren Faktoren ab und wird sich von ganz allein in Luft auflösen, wenn Du erst den neuen Job bekommen oder den Traumpartner gefunden hast. Wenn sich der Stress gelegt hat, die Geldsorgen überwunden oder die Traumata Deiner Vergangenheit aufgelöst sind.

Dein innerer Saboteur möchte Dich glauben lassen, dass Du den Zucker als Ausgleich für die Dich unglücklich machenden Umstände in Deinem Leben brauchst und Du erst mit der Zuckerentwöhnung beginnen kannst, wenn sich Deine Situation verändert hat. Das ist ein Trugschluss!

Zwar spielen auch mentale und emotionale Faktoren bei der Zuckersucht eine Rolle, aber auch die Macht der Gewohnheit und die aus dem Gleichgewicht geratene Biochemie Deines Körpers halten Deine Sucht am Laufen. Und das kannst Du bereits jetzt ändern! Du brauchst nicht zu warten, bis Du glücklich bist, im Gegenteil – ohne Deine Zuckersucht, wirst Du viel effektiver aktiv an Deinem Glück mitarbeiten können.

Trick 17: Die Selbstsabotage

Wenn Dein Entschluss zum Zuckerentzug dann steht, packt Dein innerer Saboteur seine nächste Strategie aus. Er wird Dir ins Ohr flüstern, dass die Idee einer Zuckerentwöhnung ja ganz nett ist, Du aber für solche Vorhaben einfach nicht geschaffen bist und sowieso nicht durchhalten wirst. Glaube dieser Stimme nicht. Sie ist nicht Du, auch, wenn sie in Ich-Form zu Dir spricht! Du hast die Wahl, entweder lässt Du Dich auf den Zuckerentzug ein oder es bleibt alles so wie es ist. Möchtest Du das?

Die Aufschubsfalle

Wenn Du Dich von Deinem Vorhaben nicht abbringen lässt und wild entschlossen bist den Zuckerentzug durchzuziehen, wird Dein Saboteur versuchen, den Zeitpunkt des Beginns hinaus zu zögern. Er wird Dir dann einreden, dass es besser ist, wenn Du erst ab morgen, nächster Woche oder nach der nächsten Geburtstagsfeier mit dem Zucker-Detox beginnst. Sein Ziel ist es, Dich von Deinem Entschluss abzubringen und dass Du überhaupt nicht damit anfängst.

Mach Dir klar, dass es für Veränderungen nur einen richtigen Zeitpunkt gibt und zwar das Jetzt. Morgen oder nächste Woche wird es nicht leichter Deinen inneren Schweinehund zu besiegen. Erfolgreiche Menschen unterscheiden sich von anderen dadurch, dass sie ins Tun kommen und jetzt handeln. Worauf wartest Du also, heute ist der perfekte Tag für die Veränderung in Deinem Leben!

Falls alles nichts hilft

Wenn es Dir trotz all dieser Tipps nicht gelingt, Deine Ernährung umzustellen und den Einstieg in die Zuckerentwöhnung zu finden, dann nimm den Druck aus Deinem Vorhaben heraus. Akzeptiere, dass es für alles einen richtigen Zeitpunkt gibt und der für Dich richtige Moment für die Zuckerentwöhnung eben erst noch kommen muss.

Vielleicht bist Du auf einer tieferen Ebene noch gar nicht wirklich bereit Deine Sucht loszulassen. Beginn dann damit die emotionalen und mentalen Themen hinter Deinem Verhalten aufzuarbeiten und dann erst damit Deine Ernährung umzustellen. Erinnere Dich: Es gibt nur einen Weg aus der Zuckersucht – und das ist DEINER!

P.S.: Sobald Du den Einstieg in die Zuckerentwöhnung geschafft hast, erhälst Du hier 5 Tipps um durchzuhalten>>

Zuckersucht besiegen: So geht´s

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