Leitungs-, Mineral- oder Quellwasser? Welches Wasser zum Trinken?

Trinkwasser ist wichtig, um nicht zu sagen essentiell für unsere Gesundheit. Wer nicht einfach nur irgendein Wasser trinken möchte, sondern sich Gedanken um die Qualität seines Trinkwassers macht, stößt früher oder später auf die Frage, welches Wasser am besten zum Trinken geeignet ist. Die Auswahl ist groß.

Entweder füllt man sich sein Trinkwasser direkt von der Quelle ab, trinkt Leitungswasser oder kauft sich Mineralwasser aus dem Supermarkt oder bestellt Tafelwasser im Restaurant.

Doch welches Wasser ist besser? Welches Wasser sollten wir trinken, um unseren Körper gesund zu halten und mit Energie zu versorgen? Wir verraten es Ihnen.

Gesundes Trinkwasser muss sauber sein

Um gesund zu bleiben, müssen wir nicht nur genug trinken, sondern genug von dem richtigen Wasser. Denn wie alles, was in unseren Körper gelangt, kann es uns entweder schaden oder nutzen.

Gesundes Trinkwasser sollte logischerweise zunächst einmal chemisch betrachtet frei von Schadstoffen und mikrobiellen Belastungen sein. Denn nur reines, schadstofffreies Wasser ist in der Lage die Nährstoffe aus der Nahrung zu lösen, sie an die richtigen Stellen im Körper zu befördern und uns von Gift- und Abfallprodukten zu befreien.

Das heißt im Klartext: Nur reines, sauberes Trinkwasser, das außer Wassermolekülen fast frei von anderen Stoffen ist, kann seine verjüngende und reinigende Wirkkraft voll entfalten. Der chemischen Reinheit des Wassers kommt also eine entscheidende Bedeutung zu bei der Frage, ob unser Trinkwasser gut oder schlecht für uns ist.

Schauen wir uns daher einmal an, welches Wasser den Ansprüchen an ein reines und gesundheitsspendendes Wasser genügt.

Welches Wasser ist rein und sauber?

1. Quellwasser

Wasser direkt von der Quelle – natürlicher geht es nicht! Allerdings muss Quellwasser nicht zwangsläufig rein von Schadstoffen sein. Denn es macht einen gewaltigen Unterschied, ob das Wasser einer Quelle erst dann entnommen wird, wenn es von allein wieder aus der Erde tritt (sogenanntes artesisches Quellwasser, wie zum Beispiel das Sankt Leonhards oder Plose Wasser), oder, ob die Quelle zum Beispiel durch Bohrungen vorzeitig angezapft wird.

Wasser, das durch Regen auf die Erdoberfläche tritt, ist zunächst einmal den negativen Einflüssen unserer Umwelt ausgesetzt. Auch, wenn es in den Boden sickert, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es mit Düngemitteln und Insektiziden der Landwirtschaft in Berührung kommt. Und auch Industrieabfälle und Medikamentenrückstände sind inzwischen aus unserem Grundwasser nicht mehr wegzudenken. Wird dieses Wasser nun angezapft und damit eine künstliche Quelle geschaffen, ist es noch lange nicht frei von Belastungen.

Anders dagegen, wenn das in den Grund abgesickerte Wasser Zeit hat, sich wieder selbst zu reinigen. Durch das Ab- und Aufsteigen durch die verschiedenen Erdschichten wird das Wasser nach und nach immer reiner, bis es schließlich völlig frei von Schadstoffen ist. Dazu braucht Wasser viele Jahrzehnte, oft Jahrhunderte Zeit, während der es im Inneren der Erde völlig geschützt vor weiteren Umwelteinflüssen die einzelnen Erdschichten passiert.

Erst, wenn Quellwasser diesen natürlichen Reifeprozess hinter sich hat, tritt es aus eigener Kraft wieder aus der Erde (sogenannter großer Wasserkreislauf) und steht uns als das gesündeste Wasser überhaupt kostenlos zur Verfügung.

Fazit: Ist Quellwasser gesund?

Während also Wasser, das vorzeitig aus einer Quelle entnommen wurde, nur mittels einer chemischen Reinheitsanalyse auf seine Reinheit überprüft werden kann, ist artesisches Wasser, also Wasser, das aus eigener Kraft aus einer Quelle tritt, garantiert frei von Belastungen und von Natur für uns Menschen als unser Trinkwasser vorgesehen.

 Ob sich solche Quellen in Ihrer Nähe befinden, können Sie über die Gemeinde erfragen oder durch eine Recherche im Internet in Erfahrung bringen. 

2. Leitungswasser

Obwohl uns suggeriert wird, dass das deutsche Leitungswasser besonders sauber sei und die Wasserwerke tun, was sie können, um die Qualität des Wassers zu garantieren, werden immer öfter Studien über bedenkliche Stoffe in unserem Leitungswasser veröffentlicht.

Spätestens seit dem großtechnischem Einsatz von Schädlings- und Unkrautvernichtungsmitteln in der Landwirtschaft leidet unser Trinkwasser. Aber auch ins Grundwasser geleitete Hormon- und sonstige Medikamentenrückstände finden sich im Leitungswasser wieder. Sogar über die Wasserrohre lösen sich bedenkliche Stoffe wie Blei, Teer, Aluminium und andere Schwermetalle.

Die Umwelteinflüsse auf unser Grundwasser sind dramatisch gestiegen. Industrieabwasser, Weichmacher, Nitrat, Pestizide, Viren und Bakterien können durch die Klärwasserwerke nicht rückstandslos entfernt werden.

Trotz verhältnismäßig hoher Anforderungen durch unsere Trinkwasserverordnung werden daher in Analysen immer wieder Stoffe gefunden, die nicht ins Trinkwasser gehören.

Wasserwerke sind nicht in der Lage mit Filtersystemen zu arbeiten, die in Menge und Qualität das bieten, was der Verbraucher benötigt. Der technische Aufwand und die Kosten für eine Instandhaltung wären immens.  So gelangen diese wasserlöslichen Substanzen zurück in den Kreislauf von Flüssen und Seen und landen dadurch natürlich auch wieder als bunt gemixter Wirkstoffcocktail in unserem Leitungswasser. Die Auswirkungen auf das Grundwasser und unsere Gesundheit sind gravierend und in der Langzeitfolge noch nicht absehbar.

Fazit: Ist Leitungswasser gesund?

Aufgrund der teilweise gravierenden Sicherheitslücken bei der Aufbereitung von Leitungswasser (mehr darüber in unserem Bericht „Kann man deutsches Leitungswasser bedenkenlos trinken?“ sollten wir uns gut überlegen, ob Leitungswasser, das zwar den Kriterien der Trinkwasser-Verordnung entspricht, auch unseren Ansprüchen an gesundheits- und vitalitätsspendendes Wasser genügt.

3. Mineralwasser

Mineralwasser wird von vielen Menschen als qualitativ höher eingeschätzt als Leitungswasser. Für Mineralwasser gelten besondere amtliche Bestimmungen um seine ursprüngliche Reinheit zu gewährleisten. Was sich auf den ersten Blick gut anhört, hat seine Tücken.

Für Mineralwasser sind die Anforderungen geringer als für Leitungswasser

Während, wie beschrieben, die Trinkwasserverordnung trotz ihrer verhältnismäßig hohen Anforderungen Lücken aufweist, gilt dies erst Recht für die Mineralwasserverordnung (MTVO). Mineralwasser wird nur auf maximal 15 Stoffe getestet – und das, obwohl Wasser mit Tausenden von Stoffen belastet sein kann. Allein von dieser Warte aus betrachtet, ist Mineralwasser nicht wirklich empfehlenswert.

Mineralwasser wird zwecks Keimtötung mit Kohlensäure versetzt und Ozon behandelt

Hinzu kommt, dass Mineralwasser meist aus Quellen stammt, die vorzeitig angezapft werden. Da solches Wasser, wie oben geschildert, nicht frei von Schadstoffen ist, wird es oft mit Kohlensäure versetzt. Dies nicht nur, um ihm ein prickelndes Mundgefühl zu verleihen, sondern um Keime im Schach zu halten.

Während man über die Schädlichkeit von Kohlensäure streiten kann (die einen sagen, Kohlensäure übersäuert den Körper; die anderen behaupten Kohlensäure werde ganz einfach über die Lungen in Form von Kohlenstoff abgeatmet und ist daher ungefährlich), gilt weiter zu bedenken, dass die meisten Mineralwasser einer Ozonbehandlung ausgesetzt werden.

Bei dieser Art „Chemotherapie“ wird das Wasser mit sogenannten Zytostatika behandelt, die das Wasser zwar nachweislich keimfrei machen, dafür aber auch sämtliche lebendigen Strukturen zerstören, so dass das Wasser nichts mehr Lebendiges enthalten kann, wodurch auch die enthaltenen Mineralien unbrauchbar werden. Dabei kaufen viele Menschen ausgerechnet Mineralwasser, weil ihnen durch die Werbung suggeriert wird, ihr Körper brauche die darin enthaltenen Mineralien.

Die Mineralien im Mineralwasser, das durch Ozon behandelt wurde, haben also tatsächlich keinen Nutzen für uns. Im Gegenteil, weil sie nicht länger vom Körper aufgenommen und verwertet werden können, schaden sie uns sogar, indem sie sich an Gelenken und Blutgefäßen ablagern. Leider müssen die Hersteller auf den Etiketten ihrer Flaschen keine Auskunft darüber geben, ob ihr Wasser einer Ozonbehandlung ausgesetzt wurde oder nicht.

Fazit: Ist Mineralwasser gesund?

Weil Mineralwasser also in der Regel aus Quellen stammt, die vorzeitig angezapft werden, und damit nicht frei von Schadstoffen ist, wird es mit Kohlensäure versetzt und ozonisiert. Damit werden die Mineralien im Mineralwasser unbrauchbar und eine Gefahr für unsere Gesundheit.

Mehr über die Frage, ob Mineralien generell in unserem Trinkwasser gesund oder schlecht sind, können Sie hier nachlesen>>

4. Tafelwasser

Tafelwasser, das man in Restaurants und Gaststätten bekommt, ist nichts anderes als Leitungswasser, das mit Kohlensäure versetzt wurde. Da das Tafelwasser auch unter die Mineralwasserverordnung fällt, sind die Sicherheitsbestimmungen deutlich schwächer als beim Leitungswasser. Für Gewerbetreibende ist Tafelwasser einfach günstiger in der Herstellung als der Kauf von Mineralwasser. Für den Verbraucher ergibt sich jedoch kein Vorteil.

Fazit: Ist Tafelwasser gesund?

Tafelwasser ist nichts weiter als mit Kohlensäure versetztes Leitungswasser, allerdings mit geringeren Sicherheitsbestimmungen. Wer also beim Trinken von Leitungswasser bereits Bedenken hat, sollte von Tafelwasser lieber gleich die Finger lassen.

Da reines Wasser heutzutage selten in der Natur oder im Handel zu finden ist noch aus dem Leitungshahn kommt, bleibt uns nur eine Möglichkeit: Die Verantwortung in die eigenen Hände zu nehmen und unser Trinkwasser selbst zu reinigen. Welche Verfahren dazu in Frage kommen und welches Verfahren am besten zur Trinkwasseraufbereitung geeignet ist, erfahren Sie in unserem Artikel „Reines Trinkwasser ganz einfach selbst herstellen“. (erscheint in Kürze)

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