P1150991Über das Vorstellbare hinaus denken

Was möglich und unmöglich ist, entscheidet in erster Linie unser Verstand. Wenn etwas als unvorstellbar gilt, werden wir erst gar nicht versuchen es zu verwirklichen. Die Grenzen des Vorstellbaren bestimmen daher erheblich den Rahmen unserer potentiellen Realität. Diese Erkenntnis wurde mir erst wieder vor ein paar Tagen ins Bewusstsein gerufen, als ich in der hiesigen Inselzeitung blätterte und auf folgenden Bericht stieß.

Es wurde von einer Familie berichtet, deren 5-Jähriger Sohn unter einer seltenen Erkrankung litt, an deren Name ich mich leider nicht mehr erinnere. Ich glaube, es handelte sich um eine Erkrankung des Knochensystems. Der Junge bedurfte einer dringenden Operation, um seine künftige Bewegungsfreiheit gewährleisten zu können. Ein solcher Eingriff ist natürlich teuer. Da er jedoch nicht überlebensnotwendig ist, hatte die hiesige Krankenkasse der Familie die Übernahme der Kosten verweigert. Doch anstatt zu verzweifeln und aufzugeben, suchte die Familie nach Wegen um die Operation doch noch möglich zu machen. Sie startete einen Hilferuf über Sozialnetzwerke und informierte die Nachbarschaft. In den nächsten Wochen wurden so über 10 Tonnen Plastikdeckel gesammelt. Bei der nächsten Entsorgungsstelle auf einer Nachbarinsel erhielt die Familie dafür einen Betrag, von dem nun die notwendige Operation für ihren Sohn bezahlt werden kann. Was für ein Engagement! Und was für eine Idee!

Was ich damit sagen möchte
Wenn wir vor angeblich vollendete Tatsachen gestellt werden, wie im obigen Beispiel die Absage der Kostenübernahme durch die Krankenkasse, haben wir die Wahl. Entweder wir geben auf, resignieren, schimpfen über die Ungerechtigkeiten in der Welt oder können uns einreden, dass es halt eben nicht sein sollte, oder aber, wir wachen nach einer Runde der Enttäuschung und des Selbstmitleids aus unserer Opferhaltung auf und raufen unser Potenzial zusammen um neue Wege zum Ziel zu finden. Wenn wir dabei den Mut und die Kraft aufbringen, über das bisher Vorstellbare hinauszudenken, haben wir zumindest die Möglichkeit unser Ziel doch noch zu erreichen.

Auch, wenn vielleicht nicht immer ein Happy-End wie im oben beschriebenen Beispiel erreichbar ist, haben wir es dann wenigstens wirklich versucht. Und wer weiß, vielleicht tun sich ja doch noch ganz neue Türen auf, an deren Vorhandensein wir zuvor noch nicht mal im Traum hätten zu denken gewagt.

Also, auf zu neuen Ufern und lassen wir das Unmögliche Wirklichkeit werden!

Bildrechte: Inspiriert-Sein.de © Marion Selzer Horizont

 

 

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