Eine kollektive Lebensaufgabe für alle?

Was ist der Sinn des Lebens? Warum sind wir hier? Fragen, die mich seit meiner Kindheit beschäftigen. Unzählige Male habe ich über diese und ähnliche Fragen sinniert, meine Eltern, meinen Bruder und andere Erwachsene dazu befragt. Später habe ich mich mit Freunden und vor allem mit Jens intensiv über dieses Thema ausgetauscht, in Büchern nach Antworten gesucht und die Einstellung sogenannter „Lehrer“ dazu erforscht.

Nicht immer konnte ich mit den Antworten etwas anfangen, weil sie für mich nicht sinnig schienen und ich sie nicht zu meinem Weltbild machen wollte. Gelegentlich war aber auch viel Wertvolles dabei. Ich konnte dann spüren, dass ich auf einen Funken Wahrheit gestoßen bin, konnte dies dann aber nicht wirklich greifen und mit meinem Verstand einordnen.

Auch heute würde ich nicht sagen, dass ich genau weiß, was der Sinn des Menschenlebens ist und wozu wir hier sind. Aber meine Vorstellung davon ist klarer als je zuvor. Und gerne teile ich meine Gedanken dazu mit Dir, weil ich sie so wundervoll finde und Du sie vielleicht genauso inspirierend findest wie ich.

Der Option-Prozess oder die Aufforderung, einfach glücklich zu sein

Ich erinnere mich noch gut daran, als wir im Mai 2017 zum ersten Modul der Ausbildung zum Berater für bioelektrische Gesundheit bei Christian Dittrich-Opitz in Wasmuthhausen saßen. Für uns war das damals ganz schön spannend nach so vielen Jahren der Abgeschiedenheit auf La Palma wieder unter so vielen Menschen zu sein und ein Seminar zu besuchen.

Am zweiten oder dritten Tag der Ausbildung machte Christian mit uns eine Übung aus dem Optionsprozess nach Barry Neil Kaufmann. Bei dieser Methode geht es darum, klar zu machen, dass Glücklich-Sein eine Wahl ist. Unabhängig äußerer Umstände haben wir jederzeit die Wahl, uns zu entscheiden, glücklich zu sein. Denn die Wurzel für unser Glück liegt in uns und nicht im Außen.

Für die Übung sollten wir ein persönliches Problem, wie z. B. eine unliebsame Gewohnheit, eine Erkrankung oder eine unschöne Situation, wählen und uns die Frage stellen, was so schlimm daran ist. Also z. B. was ist so schlimm daran, die Tüte Chips auf einmal leer zu essen? Wo ist das Problem, wenn man nicht so produktiv ist, wie man gerne wäre? Oder was ist so schlimm an Erkrankung XY?

Dadurch gelangt man recht schnell an die dahinter liegenden Befürchtungen und Ängste. Wie z. B. die Angst, seine Gesundheit oder die finanzielle Sicherheit zu ruinieren. Auf andere Menschen angewiesen zu sein oder seinen Alltag nicht mehr bewältigen zu können.

Auch auf diese Antwort sollten wir den Prozess wiederholen und abermals die Frage stellen, was nun wiederum so schlimm daran wäre. Also: Was wäre so schlimm daran, wenn die Gesundheit ruiniert oder das Bankkonto im Minus wäre? Wenn wir auf andere Menschen angewiesen wären oder den Alltag nicht mehr bewältigen könnten?

Selbst, wenn dabei für den Verstand irritierende Fragen entstehen, sollten wir dieses Prozedere solange wiederholen bis die eigentliche Ursache, sprich die Wurzel des Problems erkannt war und auf den Tisch kam. Wir also bei dem Keim des Problems angelangt waren. Oft stecken selbst hinter den geläufigsten Problemchen nämlich die gleichen tiefe Ängste und Sorgen, wie die Furcht vorm Alleinsein bzw. vorm Ausgestoßensein oder der Angst vor dem Tod bzw. dem Ausgelöscht-Sein.

Durch diesen Prozess gelingt einem recht schnell ein Blick hinter die Kulissen und man entdeckt, dass hinter dem ursprünglichen Problem, dem ursprünglichen Thema, eigentlich etwas ganz anderes verborgen liegt. Ist man dort, am Keim des Problems, angelangt, wird zuletzt die Frage gestellt: Was wäre, wenn ich trotzdem glücklich wäre? Das ist eine wirklich tiefgreifende Methode!

Die Angst vor Potenzialvergeudung als Antrieb für die Suche nach dem Sinn des Lebens

Wir hatten wunderbares Wetter an diesem Wochenende, und jeder durfte sich mit seinem Thema und etwas zu schreiben auf einen der vielen wunderschönen Plätze des Geländes des Seminarhauses in Wasmuthhausen zurückziehen und dort in aller Ruhe diese Übung für sich allein machen.

Ich wählte als Ausgangsthema ein Problem, das mich damals und eigentlich mein ganzes Leben schon plagte: Den Eindruck zu haben, keine Zeit zu haben und mich immer beeilen zu müssen. Eine Art inneres Getriebensein, das mich nur allzu oft davon abhält, im Moment zu sein und das Leben zu genießen.

Durch die Fragen des Optionsprozesses kam ich dabei recht schnell zu der Erkenntnis, dass hinter diesem Gefühl des Getriebenseins eine meiner größten Sorgen lag: Die Sorge darum, mein Leben zu verschwenden. Es nicht zu schaffen, mein volles Potenzial zu entfalten und dann letztendlich ohne Sinn gelebt zu haben. Eine Angst, die tief in mir sitzt und mich mein Leben lang antreibt, nach dem Sinn des Lebens zu suchen.

Unglücklich sein als Motor für die Selbstfindung

Da war ich also bei der Wurzel meines Problems angelangt. Ich hatte insgeheim Angst davor, mein volles Potenzial nicht wirklich zu leben. Dazu müsste ich zunächst natürlich einmal wissen, worin genau mein Potenzial liegt und wie ich es entfalten kann.

Für mich überaus erstaunlich war meine Reaktion auf die Frage, was so schlimm daran wäre, wenn ich trotzdem einfach glücklich sein würde. Wenn ich mir also erlauben würde, glücklich zu sein, obwohl ich meine Lebensaufgabe (sprich das Gebiet meines Potenzials) (noch) nicht kenne und ich vielleicht ein ganz und gar sinnloses Leben führe. Nein, das konnte ich einfach nicht! Ich konnte es nicht zulassen, mir das zu erlauben, schon jetzt glücklich zu sein, ohne diese Aufgabe gefunden zu haben. Meine Angst davor, dann nicht mehr den nötigen Antrieb zu haben, um nach meiner Lebensaufgabe zu suchen, war einfach zu groß.

Glücklich sein ist eine gute Basis!

Anschließend trafen wir uns wieder in der Gruppe und ich berichtete von meinen Eindrücken. Schnell wurde klar, dass ich damit nicht allein war! Viele aus der Gruppe hatten genau die gleiche Angst, wenn auch auf andere Themen bezogen: Wir erlauben uns nicht glücklich zu sein, aus Angst dann nicht mehr den Antrieb für die wichtigen Aufgaben im Leben zu finden. Unser Glücklich-Sein stand damit auf der Kippe. Doch Christian konnte mit seiner Antwort die Situation retten 🙂

Im Ernst, seine Antwort war Gold wert für mich. Er sagte: „Nehmen wir mal an, es gibt eine solche Lebensaufgabe, wäre es da nicht eine gute Basis glücklich zu sein, um diese zu finden und später auch zu leben?“ Er machte damit klar, dass auch Glück, Freude, Euphorie und Inspiration ganz wundervolle Motoren sein können bei der Suche und Bewältigung der größten Fragen des Lebens.

Genau das habe ich damals erkannt und genau das hat seither mehr Entspannung in dieses Thema für mich hineingebracht. Ich bin Christian wirklich sehr dankbar dafür. Seither ist mein Leben insgesamt entspannter geworden. Schließlich habe ich keine Lust, mich wegen so eines irrigen Zirkelschluss länger durchs Leben hetzen zu lassen. Allein für diese Erkenntnis hat sich die Ausbildung für mich persönlich bereits gelohnt.

Gibt es überhaupt eine individuelle Lebensaufgabe?

Gleichzeitig brachte mich Christians Antwort zum Nachdenken. Was, wenn es gar keine individuelle Lebensaufgabe gibt? Was, wenn das Universum nicht jedem von uns eine ganz große und wichtige Aufgabe zur Errettung der Menschheit und der Erde ausersehen hat? Was dann? Verschwende ich dann mein ganzes Leben mit der Suche nach einer Lebensaufgabe, die es gar nicht gibt – und verbiete ich mir dabei auch noch glücklich zu sein? Das wollte ich natürlich nicht! Das wäre ja wirklich ein vertanes Leben …

Wie werde ich glücklich auch ohne Lebensaufgabe?

Lebensaufgabe hin oder her. Ehrlich gesagt, kann ich auch heute noch nicht sicher sagen ob jeder von uns so eine Aufgabe hat oder nicht. Und selbst wenn, habe ich meine jedenfalls noch nicht gefunden. Und mit dem Glücklich-Sein möchte ich nicht warten, bis ich meine Lebensaufgabe gefunden habe. Ich möchte heute schon den Eindruck haben, ein sinnhaftes Leben zu führen und etwas von Wert für diese Welt beizutragen.

Da kommt mir meine neue Erkenntnis sehr entgegen. Denn inzwischen bin ich davon überzeugt, dass wir sozusagen als Kollektiv Menschheit eine gemeinsame Aufgabe haben, die wir bereits mit auf diese Erde gebracht haben. Und diese Aufgabe lautet: Aus dem Herzen leben!

Unsere kollektive Lebensaufgabe als Mensch: Aus dem Herzen leben

Ich bin davon überzeugt, dass wir mit unserem Denken, unserem Fühlen und vor allem mit unserem Sein unsere Realität erschaffen. So, wie wir durchs Leben gehen, so erleben wir sie auch. Schlecht gelaunt, unzufrieden und ohne Hoffnung erscheinen uns auch unsere Umwelt und unsere Mitmenschen düster und trostlos. Bleiben wir doch auch dann, wenn es schwierig wird, im Vertrauen, geben die Hoffnung nicht auf und öffnen unser Herz, wird uns trotz widrigster Umstände auch viel Schönes und Positives im Leben begegnen. Das zumindest ist meine Überzeugung und das, was ich immer wieder erlebe.

Und ich glaube, so ein wenig mehr helle, weite, leichte und Kraft spendende Energie können wir hier auf der Welt aktuell gut gebrauchen, oder? Was gäbe es da also für eine sinnvollere Aufgabe, als aus unserem Herzen zu leben und damit die Welt ein klein wenig schöner und liebevoller zu machen?

SEOM – STERNENSTAUB (Offizielles Video)

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Ein Tropfen Liebe ist Meer als ein Meer voll Verstand!

So heißt eine Zeile aus dem Lied „Sternenstaub“ von SEOM, ein Lied, das mich sehr berührt hat und das vieles so treffend auf den Punkt bringt. Was könnte unsere Welt von heute mehr brauchen als immer mehr mutige Menschen, die bereits sind, die alteingetretenen Pfade hinter sich zu lassen, Neues zu wagen und die Grenzen des bisher Gewohnten hinter sich zu lassen?!

Kannst Du Dir vorstellen, was das bedeuten würde?! Kannst Du Dir vorstellen, was passieren würde, wenn alle zusammen oder immer mehr von uns beschließen, nicht länger einfach nur zu funktionieren, sondern zu brillieren? Wenn wir beschließen, Dinge nicht länger zu tun, um zu überleben, sondern um sie zu erleben und zu sein? Wenn wir beschließen, das, was wir tun, zu lieben und zu lieben, was wir tun?

In was für einer Welt werden wir dann in einem, in fünf oder in zehn oder fünfzig Jahren leben? Wie stark könnte das unsere Welt verändern?

Einfach dadurch, dass wir uns auf die Suche nach der Wahrheit unseres Herzens machen und den Mut entwickeln, danach zu handeln, könnten wir gemeinsam die Welt verändern und Bedingungen schaffen, unter denen es eine pure Freude wäre hier zu sein.

So eine Welt wünsch ich mir! Du auch? Dann lass uns noch heute einen Schritt in Richtung unseres Herzens gehen und gemeinsam Unmögliches möglich machen!

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