Migräne und Rückenschmerzen wie hängt das zusammenAtlasverschiebungen als gemeinsame Ursache von Kreuzschmerzen und Kopfschmerzen

Auf den ersten Blick scheinen Rückenschmerzen und Migräne in keinem erkennbaren Zusammenhang zu stehen. Dabei können sowohl Kreuzschmerzen als auch Kopfschmerzen durch die gleiche Ursache ausgelöst werden.

Wenn die Position des obersten Halswirbels, des sogenannten Atlas, der auch als C1 bezeichnet wird, kann es zu Rückenschmerzen, Migräne und vielen anderen Beschwerden kommen

Atlasverschiebungen können zu den verschiedensten Beschwerden führen

Gerät der Atlas aus seiner natürlichen Position, kann sich das auf den gesamten Körper und die Psyche auswirken. Verschiebungen des obersten Wirbelkörpers führen zu einer Fehlstellung der Wirbelsäule, des gesamten Skeletts und der Schädelknochen.

Dieser kleine Knochen hat somit eine sehr zentrale Bedeutung für unser Gesundheit und unser Wohlbefinden. Kommt es hier zu Störungen können folgende Beschwerden auftreten:

  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Tinnitus, Ohrgeräusche und Schwerhörigkeit
  • Sehstörungen
  • Nackenschmerzen und Nackenstarre
  • Kiefergelenksyndrom und nächtliches Zähneknirschen
  • Schmerzen in allen Bereichen der Wirbelsäule und des Rückens
  • Fehlhaltungen, Hohlkreuz und Rundrücken
  • Hexenschuss (Lumbago)
  • Bandscheibenvorfall und Taubheitsgefühl oder „Ameisenlaufen“
  • Eingeklemmte und entzündetet Spinalnerven
  • Funktionelle Verdrehungen und seitliche Verkrümmungen der Wirbelsäule (Skoliose)
  • Beckenschiefstand, Beckenverdrehung und eine daraus resultierende „Beinlängendifferenz“
  • Blockaden und Schmerzen der Illiosakralgelenke
  • Entzündungen der Ischiasnerven
  • Chronische Muskelverspannungen
  • Schulterprobleme
  • Tennisellenbogen, Karpaltunnelsyndrom und Kraftverlust sowie Empfindungsstörungen in den Armen und Händen
  • Schmerzen in den Hüft-, Knie- und Fußgelenken
  • Herzkreislaufstörungen, wie niedriger Blutdruck und Herzrhythmusstörungen
  • Verdauungsprobleme, wie Verstopfung, Durchfall, Reizdarm, Schluckauf, Übelkeit und Erbrechen
  • Bildung von zu viel Magensäure, Sodbrennen und saures Aufstoßen
  • Schlafstörungen und Probleme beim Einschlafen
  • Chronische Müdigkeit und Erschöpfung bis hin zum chronischen Erschöpfungssyndrom und „Burn out“
  • Psychische Veränderungen und Depressionen

Rückenschmerzen und Migräne sind damit nicht die einzigen Beschwerden, die durch eine Verschiebung oder Fehlstellung des obersten Halswirbels entstehen können.

Welche Funktion und Bedeutung hat der Altlaswirbel?

Der Atlas hat seinen Namen aus der griechischen Mythologie, angelehnt an den Titanen Atlas. Dieser war dazu verdammt, bis in alle Ewigkeit die Last des gesamten Himmelsfirmaments auf seinen Schultern zu tragen.

Der Atlaswirbel trägt während unseres ganzen Lebens das Gewicht des Kopfes und ist sozusagen die Verbindung zwischen Kopf und Körper. Durch eine Atlasverschiebung wird die Kommunikation des Gehirns zum restlichen Körper blockiert und gestört. Das erklärt, weshalb es in so vielen unterschiedlichen Bereichen zu Beschwerden und Problemen kommen kann.

Das Atlas-Schädel-Gelenk lässt sich mit einem filigranen Schweizer Uhrwerk vergleichen: Kleinste Abweichungen von der Normalfunktion führen zu gravierenden Störungen im gesamten System!

Das Atlas-Schädel-Gelenk wird damit zum Dreh- und Angelpunkt aller körperlichen, mentalen und psychischen Funktionen und Geschehnisse.

Wie entstehen Kopfschmerzen und Migräne bei einer Atlasfehlstellung?

Unser Gehirn bildet zusammen mit dem Rückenmark das Zentrale Nervensystem (ZNS), das alle körperlichen, mentalen und emotionalen Vorgänge steuert und reguliert. Das Gehirn ist durch das Schädelbasisloch mit dem Rückenmark verbunden, das sich im Inneren der Wirbelsäule bis zum Lendenwirbelbereich erstreckt.

Gerät der Atlas aus seiner natürlichen Position, verschiebt sich das Atlas-Schädel-Gelenk, was die Durchgangspforte des Rückenmarks, der Spinalnerven und Vertebralarterien am Schädelbasisloch verengt. Dann drückt das Gewicht unseres Schädels auf die Nervenbahnen, Arterien und Venen, die das Gehirn versorgen. Es kann dann zu Durchblutungsstörungen und einer Mangelversorgung des Gehirns mit Sauerstoff kommen, was Kopfschmerzen und Migräneanfälle auslösen kann.

Zudem befindet sich im Rückenmark der Halswirbelsäule ein Teil des neurovegetativen-parasympathischen Nervensystems. Durch das Schädelbasisloch treten die 12 Hirnnerven aus, die an der Regulierung aller inneren Organe beteiligt sind.

Insbesondere der Vagusnerv, der einen Großteil des Parasymphatikus bildet, ist für die Regulation des Herz-Kreislaufsystem und die Regenration des gesamten Organismus zuständig ist, gerät dann in Bedrängnis.

Als Folge kommt es hier häufig zu chronischen Muskelspannungen, Spannungskopfschmerzen, innere Unruhe und Stress, da Körper und Geist nicht mehr „abschalten“ und entspannen können. Zudem entwickeln die tiefliegenden Muskeln in diesem Bereich häufig eine reaktive Schutzspannung.

Atlastherapie in der Schulmedizin nicht anerkannt

Da die Atlastherapie in der Schulmedizin nicht anerkannt wird, werden die meisten Ärzte die Verschiebung des Atlas-Schädel-Gelenks auch nicht als Ursache diagnostizieren oder auch nur in Erwägung ziehen.

In der Regel verordnet der behandelnde Mediziner bei Migräneanfällen lediglich Medikamente. Diese können evtl. die Beschwerden lindern, indem der Schmerz betäubt wird, was bei besonders schwerwiegenden Anfällen auch erlösend ist.

Allerdings bleibt damit die Ursache unbehandelt und man wird automatisch zum Migränedauerpatienten.

Rückenschmerzen und Fehlhaltungen durch Atlasverschiebungen

Auch Rückenschmerzen können durch Fehlstellungen des Atlas verursacht werden. Das Gewicht unseres Kopfes, das immerhin 5-6 kg beträgt, ruht durchgehend auf dem Atlas und wirkt senkrecht nach unten.

Für unsere aufrechte Körperhaltung ist es unabdingbar, dass sich unsere Wirbelsäule im Lot befindet und das Gewicht des Kopfes gleichmäßig auf die linke und die rechte Körperhälfte verteilt. Gerät der Atlas aus seiner Position, befindet sich der Kopf nicht mehr genau senkrecht über der Wirbelsäule, die dadurch aus dem Lot gerät.

Die Folge davon ist eine Veränderung der gesamten Körperstatik von Kopf bis Fuß. Dadurch gerät unser gesamtes Skelett aus dem Gleichgewicht und unsere aufrechte Körperhaltung wird gestört.

Unsere Skelettmuskulatur, die uns entgegengesetzt der Schwerkraft aufrichtet und stabilisiert muss sich nun der veränderten Statik anpassen und gerät dann ebenfalls aus der Balance. Dabei entstehen meistens chronische der Muskelverspannungen.

Muskuläre Dysbalancen und Dysfunktionen stellen sich ein und es kommt zusätzlich zu Fehlspannungen und veränderten Zugwirkungen der Muskulatur. Fehlhaltungen, Haltungsschäden, Rückenschmerzen bis hin zu Bandscheibenschäden und anderen Überlastungserscheinungen des Bewegungsapparats sind die logische Folge.

Ursachen für Atlasverschienungen

Die möglichen Ursachen für Verschiebungen und Blockaden können sehr vielfältig sein. Oft verschiebt sich der Atlas bereits während der Geburt, insbesondere dann, wenn es sich um eine Zangen- oder Saugglockengeburt handelt.

Des Weiteren können alle Arten von Schleudertraumen und Aufprallunfällen die Ursache sein. Kontaktsportarten, wie Rugby, American Football, Handball, Eishockey, Boxen, Ringen und andere Kampfsportarten zählen zu den häufigen Ursachen einer Atlasverschiebung.

Einseitige Muskelverspannungen im Hals-, Schulter- und Nackenbereich können den Atlas auch aus seiner natürlichen Position ziehen. Eine Hyperelastizität der Bänder und Sehnen kommt ebenfalls in Frage.

Die Lösung der Wahl: Atlaskorrektur

Die Atlaskorrektur gehört zu den manuellen Behandlungsmethoden. Damit die natürliche Position des Atlas wieder hergestellt werden kann, muss vorher die erhöhte Dauerspannung der lokalen Tiefenmuskulatur gelockert werden. Der Körper hat diese als „Schutzvorrichtung“ installiert, damit das Problem nicht noch weiter fortschreitet.

Um diese sehr hartnäckigen Spannungen zu lösen, wird eine Druckpunktmassage angewendet, die spezielle Punkte im Bereich der Hinterhauptmuskulatur behandelt. Um den Atlas dann wieder in seine ursprüngliche Position zu bringen, wird eine besondere Drucktechnik angewendet, bei der eine sanfte, aber progressiv gesteigerte Kraft in einem bestimmten Winkel zum Einsatz kommt.

Diese Technik unterscheidet sich deutlich von vielen anderen chiropraktischen Behandlungsmethoden, bei denen oft mit ruckartigem Druck gearbeitet wird.

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Die Atlastherapie gehört somit zu den sanften manuellen Techniken, die keinerlei Nebenwirkungen hat und oft schon in der ersten Sitzung den gewünschten Erfolg bringt, der meistens auch von Dauer ist. Selbst chronische Rückenschmerzen und Migräne können durch die Atlastherapie mit dauerhaftem Erfolg behandelt werden.

Die Atlaskorrektur wird von speziell ausgebildeten Atlastherapeuten angeboten. Leider wird diese sehr effektive und lösungsorientierte Behandlungsmethode nicht von der Schulmedizin anerkannt und dementsprechend von den meisten Krankenkassen nicht bezuschusst.

Einen Einblick in die Atlastherapie bekommen Sie durch diesen Kurzbeitrag auf youtube

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Bildrechte: pixelio.de © Jörg Brinckheger Kopfschmerz