Die Wahrheit über die Zulassung von Stevia

Stevia wird jetzt auch in der EU als Lebensmittelzusatz zugelassen. Eigentlich ein Grund zur Freude, allerdings nicht, wenn  man genauer hinschaut.

Was ist Stevia?

Das aus Südamerika stammende süße Wunderkraut Stevia wird seit Jahrhunder­ten von den dort lebenden Einheimischen als natürlicher Süßstoff verwendet und wegen seiner zahlreichen positiven Auswirkungen auf die Gesundheit geschätzt. Zu­dem wird Stevia in Asien, insbesondere in Japan, als gesunder Zuckerersatz vie­len Süßigkeiten zugesetzt. In den USA und in Europa dagegen war die Pflanze bis Ende des Jahres 2011 nicht als Lebensmittelzusatz zugelassen und durfte da­her nur als Bademittelzusatz verkauft werden.

Der Grund für die bislange Zulassungsverweigerung von Stevia
Zum einen wurde lange Zeit behauptet, dass nicht auszuschließen sei, dass Stevia gesundheitliche Probleme verursachen könne. Grund für diese Vermutung war ein Versuch an Ratten, denen über einen mehrwöchigen Zeitraum hinweg eine hohe Dosis Stevia-Extrakt verabreicht wurde.

Um genau zu sein: Die Ratten bekamen täglich eine Portion Stevia in Höhe der Hälfte ihres Körpergewichts zugeführt. Nach Ende der Versuchszeit stellte sich heraus, dass sich durch diese übertriebene Menge (die sich kein Mensch auf na­türliche Weise zuführen könnte), die Leber der Tiere vergrößert hatte. Dies reich­te aus um ein Verbot wegen gesundheitlicher Bedenken auszusprechen.

Zum anderen leistete die Zuckerlobby lange Zeit Widerstand gegen die Zulas­sung dieses natürlichen Süßkrautes. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass auf eine Pflanze kein Patent angemeldet und daher mit ihr auch kein Geld ver­dient werden kann.

Wieso wird Stevia dann seit Ende 2011 doch zugelassen?
Mittlerweile hat nun auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit eingesehen, dass Stevia in normal üblicher Dosis im Gegensatz zu herkömmli­chen Zucker keinerlei gesundheitliche Risiken in sich birgt. Mehr dazu unter
http://www.efsa.europa.eu/de/press/news/ans100414.htm

Zum anderen konnten die Widerstände der Zuckerlobby durch die Gewinnung von extrem süßen Molekülen aus der Stevia-Pflanze, namens Steviolglycosiden, über­wunden werden. Diese Substanzen zu denen zum Beispiel Stevioside oder Rebaudioside gehören, haben eine 30- bis 400-fach höhere Süßkraft als Sacca- rose aus herkömmlichen Zucker. Im Gegensatz zu einer einfachen Pflanze kann man auf ein Verfahren, das zur Gewinnung eines Geschmacksmusters dient, sowie auf die so gewonnene Substanz durchaus ein Patent anmelden und für kommerzielle Zwecke nutzen.

Was heißt das nun im Klartext?
Im Klartext heißt das: Ab sofort darf das auf industrielle Weise gewonnene Ste­via-Molekül Steviosid als angeblich natürlicher Süßstoff in Lebensmitteln zuge­setzt werden und ziert künftig als E 960 die Etiketten von Kaugummis, Cola, Jo­ghurts oder Süßigkeiten. Die Stevia-Pflanze, ihre Blätter und das auf ganzheitliche Weise gewonnene Stevia-Sirup dürfen dagegen weiterhin nicht als Lebensmittel­zusatz vertrieben werden. Auch der Anbau der Stevia-Pflanze für kommerzielle Zwecke bleibt weiter verboten und ist nur für private Zwecke erlaubt.

Die Stevia-Zulassung mehr Schein als Sein
Leider hat das Molekül Steviosid nicht mehr viel mit der ursprünglichen Stevia-Pflanze zu tun. Vermutlich wird diese durch aufwändige Verfahren gewonnene Substanz ebenso wie andere raffinierte Produkte eher negative Auswirkungen auf unseren Körper haben. Die zahlreichen positiven Eigenschaften, die die Stevia-Pflanze in ihrem naturbelassenen Zustand auf den menschlichen Organismus hat, dürfen von solchen „Isolationsprodukten“ nicht erwartet werden. Lassen Sie sich daher nicht blenden und greifen Sie lieber auf natürliche Stevia-Produkte zurück.

Welche Stevia-Produkte sind ganzheitlich und gesund?
Da wären zum einen die Blätter der Pflanze, die zum Süßen von Kaffee oder Tee verwendet können, entweder frisch gepflückt oder getrocknet. Zum anderen ent­hält auch das Sirup der Pflanze noch all seine Enzyme und weiteren Pflanzen­stoffe. Das Sirup sowie das daraus gewonnene hellbraune flüssige Stevia-Extrakt namens Stevia Dulce sind ebenfalls natürlich und kommen ohne weitere Zusät­ze aus.

Welche Stevia-Produkte sind aus ganzheitlicher Sicht zu meiden?
Aus ganzheitlicher Sicht zu meiden sind dagegen das weiße Pulver Steviosid, die wenn auch praktischen Stevia-Tabs und die Flüssigkeit Stevia Fluid. Hier handelt es sich um Produkte, die durch aufwändige Prozesse hergestellt wur­den und mit einer Extra-Portion Steviosiden angereichert wurden. Mit der ursprünglichen Stevia-Pflanze haben diese Produkte nicht mehr viel zu tun.

Also Augen auf beim Lebensmitteileinkauf
Wenn E 960 auf dem Etikett steht, handelt es sich um konzentrierte Stevia-Isolations-Produkte, von denen man aus ganzheitlicher Perspektive betrachtet besser die Finger lassen sollte.

Stevia ist nicht nur süß, sondern auch gesund
Wussten Sie, dass Stevia neben einem angenehm süßen Geschmack auch eine ausgleichende Wirkung auf den Blutdruck hat? Dass Steviablätter über mehr An­tioxidantien verfügen als Grüntee? Und dass Stevia eine antibakterielle Wirkung hat und sogar für Diabetiker geeignet ist? Lesen Sie hier mehr über das süße Wunderkraut>>

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Bildrechte: pixelio.de © Sigrid Rossmann Stevia Pflanze

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