Ganzheitliche Trainingsmethode für einen gesunden Rücken
Sportliches Klettern bietet eine optimale Möglichkeit die Rumpfmuskulatur zu kräftigen, ohne dabei Druck auf die Wirbelsäule auszuüben. Vor allem die Beckenhebefunktion der Bauchmuskulatur wird funktionell trainiert, was den unteren Rücken stabilisiert und entlastet. Klettern ist eine natürliche Bewegung, wie Gehen, Laufen und Springen. Das besondere am Klettern jedoch ist: Die Wirbelsäule, Bandscheiben und tragenden Strukturen unseres Bewegungsapparates werden entlastet.
Streckung und Verlängerung der Wirbelsäule
Durch die Wirkung der Gravitation auf unsere Körpermasse, entsteht Druck. Es kommt im Laufe der Jahre oft zu degenerativen Abnutzungserscheinungen der Gelenke, Knochen, Wirbelkörper und Bandscheiben. Beim Sportklettern entsteht eine Zugwirkung anstelle des Drucks. Der Körper wird meistens nur mit den Fingerspitzen und den Vorfüßen gehalten. Die Fersen sind entlastet. So wird ein natürlicher Aufrichte-Impuls aktiviert: die Vorfüße mit dem Großzehenballen als „Motor” aktivieren die aufrichtende Streckerkette.
Das passiert auch beim Gehen über den Vorfuß und beim Laufen mit hoher Geschwindigkeit. Doch beim Klettern wird zusätzlich ein Großteil des Körpergewichtes von Händen und Armen gehalten. Durch die Zugwirkung von Becken und Beinen, kommt es zu einer Streckung und Verlängerung der Wirbelsäule.
Während des Kletterns arbeiten durchgehend die kleinen Stützmuskeln des Rumpfes. Die Bauch-, Rücken und Schultermuskeln werden in ihrer Funktion als Halte- und Stützmuskeln trainiert. Der gesamte Körper wird als Einheit trainiert, was der wichtigste Faktor bei allen natürlichen Bewegungsmustern ist.
Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination
Auch werden immer mehrere konditionelle Fähigkeiten zugleich trainiert, so wie es auch in der Natur vorkommt. Beim Klettern wird die Muskulatur des ganzen Körpers trainiert, sozusagen von Kopf bis Fuß, bzw. von den Fingerspitzen bis zu den Zehenspitzen.
Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination werden gleichermaßen ausgebildet. So stellt das Sportklettern eine sehr effektive Trainingsmethode mit dem eigenen Körpergewicht dar, ist also eine waschechte „Bodyweightexercises“.
Es ist prinzipiell für jung und alt gleichermaßen geeignet und stellt auch für „Rückenpatienten” eine gute Möglichkeit des funktionellen Rückentrainings dar.
Sportklettern wird immer öfter in Kletterhallen und Kletterparks angeboten. Man findet dort Kletterwände mit den entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen und in verschiedenen Schwierigkeitsgraden vor. An natürlichen Felsen zu klettern ist ein Erlebnis der besonderen Art.
Auch hier gibt es in Deutschland, Österreich und Schweiz Kletterregionen mit geeigneten Felsformationen. Sicherungshaken sind oft schon angebracht. Wer sich genauer informieren will kann beim Alpenverein Deutschland oder Österreich nachfragen.
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