Was sind Schwermetalle, wie gelangen sie in unseren Körper und wie schaden sie uns?

Schwermetalle sind gefährlich. Sie stellen als sogenannte Neurotoxine eine große Bedrohung für unsere Gesundheit dar. Sie gelangen über die Luft, Lebensmittel, Trinkwasser, Zahnfüllungen, Kosmetika und andere Wege in unseren Körper.

Chronische Erkrankungen wie rheumatische Beschwerden, Gelenkprobleme, Magen-Darm-Beschwerden, Nierenerkrankungen, MS, Parkinson, Alzheimer, aber auch Konzentrationsprobleme, depressive Verstimmungen, chronische Müdigkeit und Abwehrschwäche werden mit einer Schwermetallvergiftung in Verbindung gebracht.

Bevor wir uns in den nächsten Artikeln damit beschäftigen, wie wir Schwermetalle wieder aus unserem Körper bekommen, möchten wir uns heute mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Was sind Schwermetalle?
  • Wie gelangen Schwermetalle in unseren Körper?
  • Wieso sind Schwermetalle gefährlich?

Was sind Schwermetalle?

Unter dem Begriff Schwermetalle werden eine Reihe von Metallen zusammengefasst, die sich bezüglich ihrer Schwere, Dichte und anderen Eigenschaften von Leichtmetallen unterscheiden. Eine klare Definition gibt es allerdings nicht.

Chemiker sprechen z. B. ab einer Dichte von größer als 5 g/cm³ von einem Schwermetall. Techniker stimmen dieser Definition weitestgehend zu, schließen dabei allerdings die Edelmetalle wie Gold, Silber und Platinmetalle aus, die Chemiker ebenfalls zu den Schwermetallen hinzu zählen.

In der Öffentlichkeit versteht man unter dem Begriff Schwermetalle in der Regel giftig wirkende Substanzen. Da auch Leicht- und Halbmetalle wie Aluminium und Arsen eine toxische Wirkung haben, fallen sie demzufolge ebenfalls unter die Bezeichnung Schwermetalle.

Umgangssprachlich werden hier also Metalle verschiedener Dichte und Schwere in einen Topf geworfen. Dazu zählen typischerweise folgende Elemente:

  • Aluminium, Antimon, Arsen, Blei, Bismut, Cadmium, Chrom, Eisen, Europium, Germanium, Gold, Iridium, Kobalt, Kupfer, Mangan, Nickel, Osmium, Palladium, Platin, Plutonium, Quecksilber, Rhenium, Silber, Thallium, Uran, Vanadium, Zink und Zinn

In dieser Artikelreihe konzentrieren wir uns auf die Metalle, die eine ungünstige Wirkung auf unseren Körper haben, wie z. B. Aluminium, Blei, Cadmium und Quecksilber, und schließen unter dem Begriff Schwermetalle also auch Leicht- bzw. Halbmetalle mit ein.

Welche „Schwermetalle“ gibt es und wie gelangen sie in unseren Körper?

Gesundheitlich bedenkliche Metalle gelangen über viele Wege in unseren Körper. Sie stecken im Trinkwasser, im Kochgeschirr, in Kosmetikartikeln, gelangen über Auto- und Industrieabgase in unsere Atemluft, befinden sich in Zahnfüllungen (Stichwort Amalgam), Tabak, Pflanzenschutzmitteln, Konserven, Textilien und Lacken – um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Die wichtigsten „Schwermetalle“ im Überblick

MetallVorkommen
Aluminiumin Aluminium-Geschirr, Deos, Zahnpasta, Konserven, Backpulver und gelangt über Industrieabgase in die Luft
Arsenin Tabak und Pflanzenschutzmitteln, fällt an bei der Glasherstellung und Metallverarbeitung
Bleiwird über Autoabgase in unsere Luft geleitet, steckt im Zigarettenrauch, gelangt über alte Bleirohre in unser Trinkwasser und steckt auch in Haarfärbemitteln
Cadmiumgelangt über Insektizide und Konserven in unseren Nahrungsmitteln und wird mit Zigarettenrauch eingeatmet
Goldsteckt in Zahnfüllungen, Schmuck und Farben
Kupfergelangt über Kupferrohre in unser Trinkwasser, ist in Amalgamfüllungen enthalten und wird über Kupfergeschirr in unsere Lebensmittel transportiert
Palladiumsteckt in Schmuck, fällt im Straßenverkehr an, wird in der Industrie als Katalysator eingesetzt und verbirgt sich auch in Zahnfüllungen
Platinkann in Medikamenten enthalten sein, steckt in Fotopapier und Autokatalysatoren
Quecksilbergelangt über Amalgamfüllungen in unseren Körper oder über belastete Meerestiere oder mit Pestiziden behandelten Nahrungsmitteln
Silberist ebenfalls Bestandteil von Amalgamfüllungen, Zahnkronen, Schmuck und kann auch über Silberbesteck in unseren Körper gelangen
Zinnist enthalten in Flammschutzmitteln für Textilien, Konserven und Zinngeschirr

Gesundheitliche Bedrohung durch Schwermetalle: Deshalb sind Schwermetalle gefährlich

Einige Metalle kommen in kleinen Mengen natürlicherweise in unserem Körper vor und übernehmen dort wichtige Aufgaben. So zum Beispiel Kupfer, das in unseren roten Blutkörperchen und vielen Enzymen vorhanden ist oder Zink, das von unserem Immunsystem benötigt wird.

Eine ganz besonders wichtige Rolle spielen die katalytisch aktiven Metalle wie Gold, Platin, Lithium usw., die aufgrund ihrer hohen Gitterenergie Enzyme besonders gut aktivieren und steuern.

Gelangen Metalle jedoch in einer größeren Menge oder in einer nicht organischen Komplexverbindung in unseren Körper, sind sie von unseren Zellen nicht verwertbar und können große gesundheitliche Schäden anrichten.

Der Versuch, sie über den Darm auszuscheiden, funktioniert leider nicht, so dass sie von dort wieder ins Blut gelangen, wo sie das Immunsystem irritieren. Weil der erneute Anlauf, sie über die Leber zu entgiften, ebenfalls scheitert – sogenannter entero-hepatischer (Teufels-)Kreislauf – , werden sie als Notlösung in unserem Körper zwischengelagert.

Da Schwermetalle fettlöslich sind, landen sie bevorzugt in unserem Unterhautfettgewebe und falls keines vorhanden ist (was bei sehr dünnen Menschen der Fall sein kann) oder die dazugehörigen Zellen anderweitig belegt sind, dringen sie in die Nervenzellen und damit in das zweit-fettreichsten Gewebe unseres Körpers. Dort richten sie schon wegen ihrer elektrischen Leitfähigkeit erhebliches Chaos an. Schließlich kommunizieren unsere Nervenzellen über elektrische Signale.

Weil Schwermetalle oft eine ähnliche Struktur haben wie Mineralstoffe, verdrängen sie diese und können die Ursache für einen Mineralstoffmangel sein.

Solange eine gewisse Schwermetallbelastung noch nicht überschritten ist, kommt es zunächst zu unspezifischen Symptomen wie einer allgemeinen Überempfindlichkeit, die sich durch Hypersensibilität in Bezug auf Elektrosmog, Allergien und leichten psychischen Beschwerden äußern kann.

Schreitet die Schwermetallvergiftung voran, leidet das Nervensystem zunehmend und die Funktionen der Nervenzellen können beeinträchtigt werden, wodurch ernsthafte Probleme entstehen können.

Schwermetalle stören unsere Enzymsysteme und damit das endokrine System, die Organe und allen voran das Gehirn. Darüber hinaus bilden sie die Grundlage für verschiedene Parasiten, die unseren Körper zusätzlich belasten.

Laut Dr. Dietrich Klinghardt, einem der weltweit führenden Umweltmediziner, spielen Schwermetalle bei sämtlichen chronischen Erkrankungen eine Rolle. So z. B. bei Morbus Crohn, Alzheimer, chronischen Rückenschmerzen oder lymphatischer Leukämie.

Häufig mit einer Schwermetallbelastung in Verbindung gebracht werden folgende Erkrankungen und Beschwerden:

  • chronische Schmerzen in Rücken, Gelenken, Kopfschmerzen
  • Beschwerden im Magen-Darm-Trakt wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Verstopfung, Durchfall, Geschwüre
  • Nierenerkrankungen
  • rheumatische Erscheinungen
  • Multiple Sklerose
  • Krebs
  • Schilddrüsenunter- und -überfunktion
  • Gehirnveränderungen wie Alzheimer, Parkinson, Demenz
  • Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Parasitenbefall
  • Hautveränderungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • abnormaler Blutdruck
  • erhöhte Cholesterinwerte
  • Gewichtsprobleme in beide Richtungen
  • Hypoglykämie
  • Schlaflosigkeit und Schwitzen in der Nacht
  • psychische Symptome wie übermäßige Nervosität, Ängstlichkeit oder Depressionen, Unruhe, Schüchternheit, Verlust von Selbstvertrauen, Suizidtendenzen
  • chronische Müdigkeit
  • Zittern der Hände (Tremor)
  • kalte Hände und Füße
  • Leistungseinbußen, insbesondere Konzentrationsprobleme und Erinnerungsschwäche
  • Störungen der Sinne wie Taubheit, Schwindel, Sehstörungen, Sprachprobleme, Tinnitus, Hörschwierigkeiten
  • Hypersensibilität in Bezug auf Elektrosmog
  • Zahnfleischbluten, locker werden von Zähnen, Kieferknochenrückgang
  • metallischer Geschmack im Mund

Regelmäßige Maßnahmen zur Schwermetallausleitung als Grundvoraussetzung für die Gesunderhaltung

Schwermetalle sind also gefährlich. Da wir Schwermetallen in der heutigen Zeit nicht vollständig aus dem Weg gehen können, wäre es utopisch anzunehmen, wir könnten uns zu 100 % von ihnen befreien. Allerdings können wir sie durch regelmäßige Entgiftungsmaßnahmen so weit reduzieren, dass sie zumindest keinen größeren Schaden an unserer Gesundheit anrichten.

Laut Dr. Klinghardt sind lebenslange Maßnahmen zur Entgiftung von Schwermetallen heutzutage eine Grundvoraussetzung für die Erhaltung bzw. Wiedererlangung unserer Gesundheit!

In den nächsten Artikeln beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir Schwermetalle wieder aus unserem Körper bekommen und stellen biologische Verfahren zur Schwermetallausleitung vor:

Online-Workshop: Schwermetalle als Gefahr für die Gesundheit!

Kopfschmerzen und andere Symptome beim Zuckerentzug

– Schwermetalle als Neurotoxine und ihre Gefahr für unsere Gesundheit
– Wie gelangen Schwermetalle in den Körper?
– Tipps, Protokolle & weitere Maßnahmen zur effektiven, sicheren und sanften Ausleitung von Schwermetallen

Mehr Infos

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 17. März 2016 und wurde zuletzt umfassend bearbeitet und aktualisiert am 24. Juli 2020.

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