Der Rosenwurz (Rhodiola Rosea) gilt als wahres Wundermittel gegen Hypercortisolismus und Überlastungserscheinungen

Heute möchte ich ein natürliches Tonikum vorstellen, das einem Hauptproblem der heutigen Zeit, dem „Burnout-Syndrom“ entgegenwirken soll: Rhodiola Rosea.

Diese auch als „Rosenwurz“ bekannte Pflanze wird im Osten schon lange sehr effektiv gegen Stress, Angst- und Überlastungserscheinungen und die daraus entstehenden Folgen eingesetzt. Langsam, aber sicher bahnt sich der Rosenwurz auch hierzulande seinen Weg und soll eine natürliche und nebenwirkungsfreie Alternative zu gefährlichen Psychopharmaka und süchtig machenden Antidepressiva bieten.

Erfahren Sie hier, welche weiteren Vorteile Rhodiola Rosea mit sich bringt!

Burnout-Syndrom und krankhaft erhöhte Cortisolspiegel

Die heutige Zeit wird immer schnelllebiger und stressiger, kaum jemand bleibt vor Stress und Leistungsdruck verschont. Das gefürchtete „Burnout-Syndrom“ und die negativen Folgen von Dauerstress setzen immer jüngere Menschen außer Gefecht. Was früher als reine „Managerkrankheit“ galt, betrifft mittlerweile die breite Masse.

Die Folgen von Dauerstress und chronisch erhöhten Cortisolspiegeln (Hypercortisolismus) habe ich bereits hier und hier näher erläutert. Glücklicherweise ist dagegen ein Kraut gewachsen, das nicht nur eine gesunde und nebenwirkungsfreie Alternative zu gefährlichen Psychopharmaka bietet, sondern darüber hinaus noch viele weitere Vorzüge für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit mit sich bringt.

Was ist Rhodiola Rosea?

Rhodiola Rosea ist die botanische Bezeichnung für eine Pflanze, die auf deutsch „Rosenwurz“ genannt wird und zu den Dickblattgewächsen gehört, die man auch als „Crassulaceae“ bezeichnet.

Der Rosenwurz wächst und gedeiht in rauen und arktischen, meist felsigen Regionen, die für die meisten anderen Pflanzen eher lebensfeindlich sind. Schon hier zeichnet sich die Robustheit und Widerstandskraft dieser Pflanze gegen unliebsame klimatische Bedingungen ab und womöglich wurde er deshalb auch schon zu früheren Zeiten als Stärkungsmittel und zur Steigerung der Widerstandskraft gegen harte Lebensbedingungen und erhöhte Belastungen eingesetzt.

Rhodiola Rosea wurde schon von den Wikingern als traditionelles Kräftigungsmittel und Tonikum verwendet und gilt in der traditionellen Naturheilkunde als Stimulanz der körperlichen und geistigen Widerstandskraft. In der russischen und mongolischen Volksmedizin wurde er gegen Schwächezustände aller Art eingenommen und soll laut Überlieferungen anregend, vitalisierend und verjüngend wirken.

Er soll die körperliche Kraft und Ausdauer stärken, weshalb er zu den bevorzugten Kraftpflanzen der Krieger und Athleten gehörte, zudem soll er stress- und angstresistent machen und die Furchtlosigkeit vor Schlachten stärken.

In der heutigen Zeit wird Rhodiola Rosea vor allem von Leistungssportlern gerne verwendet und soll milde anabole und antikatabole Effekte haben und die Regeneration nach hartem Training fördern. Seit den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wird Rhodiola Rosea in Russland intensiv erforscht und seitdem erfolgreich im Leistungssport eingesetzt.

Welche Wirkungen hat Rhodiola Rosea (Rosenwurz)?

Die Inhaltsstoffe von Rhodiola Rosea wirken stimulierend und anregend, ähnlich wie Koffein, ohne jedoch die oft damit einhergehende Unruhe und Nervosität zu erzeugen. Auch wirken sie antientzündlich, antidepressiv, nootropisch, protektiv (schützend) auf die Herz- und Leberzellen, sie reduzieren Stress- und Erschöpfungszustände und vor allem regulieren sie biochemische und hormonelle Entgleisungen, wie sie bei psychischem und körperlichem Stress vorkommen.

Insbesondere optimieren und regulieren die Inhaltsstoffe von Rhodiola Rosea die Neurotransmitterbildung im Nervensystem und reduzieren aktiv eine dauerhafte und unnatürlich hohe Cortisolausschüttung. Deshalb gilt Rhodiola Rosea als das Tonikum schlechthin gegen Stress und Burn Out und alle damit einhergehenden negativen Folgen.

Die wichtigsten Inhaltsstoffe der Rhodiola Rosea sind Rosavin und Salidrosid, die man als Adaptogene bezeichnet und die für die gesteigerte Widerstandskraft gegen Stress und erhöhte Dauerbelastungen verantwortlich sind. Daneben sind auch weitere salidrosidähnliche Stoffe enthalten, wie Rosavin, Rosin, Rosarin, Rhodiolin und Rosiridin.

Rhodiola Rosea (Rosenwurz) interessant für Sportler

Intensives körperliches Training stellt, wie bereits hier genauer erläutert, eine Form von körperlichem Stress dar und kann mit der Zeit zu Übertraining führen. Rhodiola Rosea wirkt durch seine adaptogene Wirkung die hohe Cortisolausschüttung, die durch das Training ausgelöst wird.

Wer regelmäßig intensiv trainiert, riskiert durch die ständig hohe Cortisolausschüttung den verstärkten Abbau von Muskelprotein, weshalb es zu einer stärkeren katabolen Wirkung kommen kann, was dann zum Verlust von wertvoller Muskelmasse führt.

Rhodiola Rosea reduziert die Cortisolausschüttung und hilft dem Körper nach dem Training, das Verhältnis zwischen dem katabol wirkenden Cortisol und den anabol wirkenden Hormonen Testosteron und Wachstumshormon zugunsten des Anabolismus zu regulieren. Dadurch kommt es zu einer antikatabolen und einer gesteigerten anabolen Wirkung, wodurch die Regeneration und der Muskelaufbau gefördert werden und die vorhandene Muskelmasse geschützt wird.

Damit kann man Rhodiola Rosea zweifelsohne als „Anti-Katabolikum“ und als mildes, natürlich wirkendes Anabolikum bezeichnen, wobei es jedoch nicht, wie bei pharmazeutischen Anabolika zu gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen kommt.

Rhodiola Rosea hat deshalb eine Muskelprotein schützende und die Muskelproteinsynthese steigernde Wirkung, was in Studien (siehe unten) mehrfach bewiesen wurde. Deshalb verwenden immer mehr Supplementhersteller Rhodiola Rosea Extrakte in ihren „Post-Workout-Formulas“, um die Regeneration und den Muskelaufbau nach dem Training zu verbessern.

Weitere Vorteile von Rhodiola Rosea (Rosenwurz)

Neben der Anti-Stress-Wirkung, der antikatabolen und milden anabolen Wirkung hilft Rhodiola Rosea auch, die Dopaminproduktion im Nervensystem zu optimieren und die Neurotransmitter in Balance zu bringen. Ein Dopaminmangel wird mit vielen Störungen und Erkrankungen wie Parkinson, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit, Multiple Sklerose und mehr in Verbindung gebracht.

Dauerstress kann sowohl zu einem verstärkten Verbrauch von Dopamin führen, aber auch die Ursache für eine unzureichende Dopaminbildung darstellen und eine Supplementierung mit Rhodiola Rosea kann hier ebenfalls ausgleichend und unterstützend wirken.

Einnahmeempfehlungen für Rhodiola Rosea (Rosenwurz)

Laut Studien soll bereits eine Tagesdosis von 200 mg Rhodiola-Rosea-Extrakt deutliche Ergebnisse liefern, wobei es keinen Sinn mache, täglich mehr als 1500 mg einzunehmen.

Die meisten Extrakte enthalten standardisierte Prozentmengen der beiden Hauptwirkstoffe (meistens 1 – 2 % Salidrosid und 2 – 3 % Rosavin), wobei man auf die Angabe des Rosavingehaltes achten sollte, da dieser Stoff nur in der Rhodiola Rosea vorkommt und für deren Wirkungsspektrum unerlässlich ist. Andere Rhodiolaarten enthalten nur Salidroside, jedoch kein Rosavin.

Aufgrund der vitalisierenden und anregenden Wirkung von Rhodiola Rosea empfiehlt es sich, das Extrakt nicht zu spät am Tag einzunehmen, da es sonst zu Einschlafstörungen kommen kann. Ich würde Rhodiola Rosea am Morgen einnehmen.

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Quellen und Studien

  • Panossian, A. / Wikman, G. / Sarris, J. (2010): Roseroot (Rhodiola Rosea): Traditional Use, Chemical Composition, Pharmacology and Clinical Efficacy. In: Phytomed. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20378318.
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  • Olsson, EM. / von Schéele, B. / Panossian, AG. (2009): A Randomised, Double-Blind, Placebo-Controlled, Parallel-Group Study of the Standardised Extract SHR-5 of the Roots of Rhodiola Rosea in the Treatment of Subjects with Stress-Related Fatigue. In: Planta Med. URL: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19016404.
  • Barnes, J. / Anderson, LA. / Phillipson, JD. (2007): Herbal Medicine. 3. Auflage. Pharmacological Press: London. URL: http://goo.gl/ljDDuC.
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