positiv durchs Leben gehenNegative Gedankenmustern durchbrechen und leichter leben

Sich auf das Positive auszurichten, heißt nicht zwangsläufig, positiv zu denken im Sinne von sich etwas schön zu reden. Das habe ich erst gestern wieder gemerkt, als die Umstände von uns verlangten uns ganz spontan zu einer Reise in die alte Heimat zu entscheiden. In meinem Kopf waren sofort die ganzen Ängste, Unsicherheiten und Komplikationen parat, die eine solche Reise mit sich bringt.

Wohin geben wir unsere Vierbeiner? Sind die Anschlussverbindungen nicht zu knapp bemessen? Wie organisieren wir vor Ort unsere Verpflichtungen in der knapp bemessenen Zeit und wie wird das Wiedersehen mit Familie, Freunden und Bekannten?

Fragen über Fragen, mein Puls stieg gefühlt auf über 120, so viele Dinge wollten noch erledigt werden, so vieles schwirrte in meinem Kopf herum – bis mich endlich eine meiner engsten Freundinnen darauf hinwies, mich doch auf die schönen Dinge zu freuen, die mich erwarten.

Mich zu freuen über den Tapetenwechsel, über die Gelegenheit „Liegengebliebenes“ vielleicht endlich abschließen zu können und natürlich auch über das Wiedersehen mit lieben Menschen. Nach diesem Gespräch habe ich einen kleinen Spaziergang gemacht, bin raus an die frische Luft, habe meine Gedanken vom Wind klären lassen und mein überhitztes Gemüt wurde wieder ruhiger. Ich habe tief durchgeatmet und mir vorgenommen mich auf die schönen Dinge zu konzentrieren und mich auf die Vorfreude einzulassen. Wer kann schon wissen, wie die Reise wird und ob meine Befürchtungen überhaupt eintreten werden. Negativen Gedankenmustern zu folgen, reduziert das Risiko sicherlich nicht gerade.

Ich habe mir daher vorgenommen, selbst den aus meiner Sicht anstehenden Unannehmlichkeiten den Wind aus den Segeln zu nehmen und sie als Herausforderung anzunehmen, an denen ich wachsen und gedeihen kann. Statt mein Gemüt mit negativen „worst-case“-Szenarien zu belasten, kann ich doch auch darauf hoffen und vertrauen, dass sich alles fügen wird, ich beschützt bin und alles so kommen wird, wie es nun mal richtig ist.

Wer kann aus unserer begrenzten menschlichen Perspektive schon behaupten, was richtig und was falsch ist? Letztendlich müssen wir das Leben ja eh so nehmen, wie es kommt. Da wäre es doch schade, wenn wir uns unsere Zeit hier auf Erden durch trübe, wilde Gedanken verdunkeln ließen, statt uns auf das Positive auszurichten, das mit ein wenig Übung wohl fast überall zu finden ist.

Wie gehen Sie mit den Herausforderungen des Lebens um? Wie bleiben Sie gelassen oder welche Gedankengänge sind es bei Ihnen, in die Sie trotz besserer Absicht immer wieder hineingeraten?