Verkeimungsgefahr bei Osmoseanlage mit Tank?

Wer über die Anschaffung einer Umkehrosmoseanlage nachdenkt, der kommt früher oder später zur Frage, ob eine Anlage mit oder ohne Tank besser ist. Und wie überall, verfügen beide Möglichkei­ten über gewisse Vor- bzw. Nachteile.

Für eine Osmoseanlage mit Tank spricht ganz klar die schnelle Verfügbarkeit von trinkbarem Os­mosewasser. Denn zur Herstellung von einem Liter Osmosewasser braucht eine Anlage etwas 3-8 Minuten. Das kann zu langsam sein, wenn man gerade großen Durst hat oder Gäste zu Besuch sind.

Ein Vorratstank ist hier praktisch. Je nach Größe fasst ein Tank 10-20 Liter Reinstwasser, fix und fertig zum schnellen Abfüllen. Nach jeder Entnahme von Wasser füllt sich der Tank wieder automa­tisch auf und ist zum Abfüllen bereit.

Doch genau hier liegt auch ein wesentlicher Knackpunkt der Tanks. Da sie sich selbst nach der Ent­nahme kleiner Mengen wieder auffüllen und man selten eine Tankfüllung auf einmal benötigt, ver­mischen sich frisches und altes Wasser ständig. Allein der Gedanke abgestandenes Wasser zu trin­ken, ist nicht gerade prickelnd. Man müsste daher täglich zumindest eine Tankladung vollständig entnehmen, wegschütten und sich erst wieder aus dem neuen Tankinhalt bedienen. Doch das kostet Wasser und ist unpraktisch.

Tank einer Umkehr-Osmose-Anlage aus Edelstahl

Tank einer Umkehr-Osmose-Anlage

Ein weiterer Nachteil, je voller der Tank, desto mehr Abwasser fällt bei der Produktion von Osmose­wasser an. Wer also öfter am Tag nur kleine Mengen Wasser abzapft, der kann einen bis zu 10 mal höheren Wasserverbrauch haben als ohne Tank. Auch diesen Punkt gilt es zu bedenken.

Was letztendlich allerdings sehr drastisch gegen die Anschaffung eines Tanks spricht, ist die potenti­elle Verkeimungsgefahr. Es gibt Stimmen, die behaupten, dass sich Keime im Tank schon wegen der darin vorherrschenden niedrigen Temperatur und Dunkelheit überhaupt nicht ausbreiten können, und dass in den Tank ja nur durch die Osmosemembran gefiltertes Wasser gelangt und dieses daher aus technischer Sicht völlig keimfrei sein müsse.

Allerdings habe ich mit drei voneinander unabhän­gigen Personen gesprochen, die sich auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung bestens auskennen und auch dort arbeiten. Diese haben alle bereits mehrere Tanks geöffnet und von innen betrachtet. Und was diese Augenzeugen berichten, klingt nicht wirklich appetitlich. Eine dunkle Schleimschicht ziert bereits nach ein bis zwei Jahren die Innenwände eines Osmosetanks.

Diese Experten empfehlen daher entweder ganz auf die Anschaffung eines Tanks zu verzichten oder ihn regelmäßig zu erneuern. Außerdem soll eine Keimsperre am Ende der Anlage helfen, eine soge­nannte retrograde bzw. rückwärtsgerichtete Verkeimung zu verhindern, deren Sporen nämlich dann auch auf technisch nachvollziehbare Weise in die Tanks gelangen können.

Als Fazit lässt sich daher zusammenfassen:
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, verzichten Sie bei der Anschaffung einer Osmoseanla­ge auf die Anbringung eines Tanks. Wem dabei die Herstellung von Osmosewasser zu langsam geht, der kann auch auf eine Direct Flow Anlage umsteigen.

Diese Anlagen produzieren auch ohne Tank bis zu einen Liter Reinstwasser in der Minute. Doch auch hier sollte die Ausstattung mit Hohl­fasermembranen als genereller Keimschutz angedacht werden. Mehr über die allgemeine Verkeimungsgefahr bei Osmoseanlagen finden Sie hier>>

Bildrechte: Tank und Quickchange Umkehrosmoseanlage © LichtWasserMensch

Umkehr-Osmose-Anlage kaufen?

Sie spielen mit dem Gedanken eine Umkehr-Osmose-Anlage zu kaufen, wissen aber nicht so recht, für welches Modell und welche Preisklasse Sie sich entscheiden sollen?

Wir informieren Sie unverbindlich und unabhängig – ganz ohne Verkaufsinteressen in unserem Ratgeber „Trink Dich gesund!„. Inklusive spannenden Informationen zum Thema Trinkwasser.

Sie erfahren, wieso herkömmliches Leitungswasser und die meisten Mineralwasser oft bedenklich sind; was gesundes Trinkwasser wirklich bedeutet und wie Sie sich und Ihre Familie mit wenig Aufwand und so kostengünstig wie möglich mit sauberem und gesundem Trinkwasser versorgen können!

Mehr zum Buch

Bitte beachten:

Kurzfristig bzw. kurenweise getrunken ist mineralstofffreies Wasser zwar sehr gut für die Reinigung und Entgiftung des Körpers geeignet, langfristig kann es jedoch aufgrund seines leicht sauren pH´s und dem Mangel an Mineralstoffen den Körper auslaugen und übersäueren.

Wenn man wie wir sein Trinkwasser mit einer Umkehr-Osmose-Anlage filtert oder mit einem Dampfdestillierer aufbereitet, ist eine anschließende Anreicherung mit Mineralien sinnvoll, um den Körper vor einer Entmineralisierung zu schützen.

Wir empfehlen dazu die Anreicherung mit Shungit Steinen, die Zugabe einer Prise Sango Meeres Korallen Pulver oder naturbelassenen Steinsalzes.

Aufgrund der immer weiter steigenden Anzahl an schädlichen Bestandteilen im Trinkwasser halten wir die Aufbereitung unseres Trinkwassers mittels einer Umkehr-Osmose Anlage oder einem Dampfdestillierer in der heutigen Zeit für wesentlich für unsere Gesundheit.

zuletzt aktualisiert am