2 Antworten

  1. Anonymous
    30. November 2018

    sehr interessanter Ansatz. Meine Frau und ich (44) trainieren jetzt seit 3 Monaten nach dem HST Prinzip und imm gegen Ende der Phase, wenn die 5er Wiederholungen kommen mit schweren Gewichten kommen die Schlafprobleme und Verletzungen künden sich an. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Davon abgesehen fühlen wir uns nach dem Training immer dermaßen erschöpft dass wir am liebsten direkt auf der Couch einschlafen würden. Die Angst bei autoreguliertem Training ist vermutlich immer die dass man denkt zu wenig oder zuviel zu tun. Andererseits scheint das bei einem fest vorgegebenen Plan ja scheinbar erst recht der Fall zu sein. Die Frage ist jetzt Ganzkörperplan oder Split? 3x die Woche ist die Vorgabe. Irgendwelche Tips?

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    • Das Inspiriert-Sein Team
      3. Dezember 2018

      Hallo,

      das HST-Prinzip ist ganz gut, allerdings nicht für jeden ideal geeignet. Das ist bei allen „allgemeingültigen“ Trainingskonzepten und Plänen meistens der Fall, da nicht jede Methode für jeden gleich gut funktioniert.

      Das hängt zum großen Teil vom individuellen Neurotransmitterprofil ab. Man unterscheidet 5 Neurotransmitter-Typen (1A, 1B, 2A, 2B und 3), die sich sowohl von der Persönlichkeits- und Charakterstruktur, als auch von den Reiz-Reaktions-Mechanismen sehr stark unterscheiden. Ein Trainingsreiz, der für einen Neuro-Typ 1A zum Erfolg führt, wird einen Neuro-Typ 2B oder 3 nach wenigen Einheiten ins Übertraining befördern.

      Typ 1A braucht z. B. von allen Neuro-Typen die höchste Trainingsintensität in Form von schweren Gewichten, verfügt jedoch zugleich über die geringste Kapazität für Ausdauer, bzw. ein hohes Trainingsvolumen bewältigen zu können. Neuro-Typ 3 hingegen verfügt über eine sehr gute Ausdauer, verkraftet dafür aber keine intensiven Reize und schweren Gewichte. So hat jeder Mensch, gemäß seiner neuro-endokrinen Veranlagungen individuelle Stärken und Schwächen und reagiert dementsprechend unterschiedlich auf Reize jeglicher Art.

      Du schreibst, dass ihr beide bei schwereren Gewichten Schlafprobleme und Verletzungen riskiert, was ein deutliches Zeichen für eine neuro-endokrine Überreizung ist.
      Ich könnte mir vorstellen, dass Du, bzw. ihr beide entweder Typ 2B oder 3 sein könntet, was man jedoch durch ein Coaching exakt feststellen könnte.

      Typ 2B und 3 sollten nicht zu schwer trainieren, da ihr Nervensystem dafür nicht ausgerichtet ist. Ich würde den Plan dahingehend abwandeln, dass in der schwersten Phase höchstens 70-75% der Maximalkraft verwendet werden, bzw. ein Widerstand, mit dem sich höchstens 8-10 saubere Wiederholungen absolvieren lassen.

      Auch Autoregulation ist nicht für jeden Typ gleich gut geeignet: Typ 1A, 1B und 2A profitieren eher von der täglichen Autoregulation und Typ 2B und 3 bekommen dadurch regelrechten Stress, sie sind mit festgelegten Plänen und linearer Steigerung weitaus besser beraten.

      Ich hoffe, euch damit ein wenig weiterhelfen zu können,
      beste Grüße
      Jens

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