Reinheitsgrad von Wasser lässt sich chemisch bestimmen

Dass unser Trinkwasser als Transportmittel für Nährstoffe und Abfallstoffe möglichst rein und damit möglichst frei von Verunreinigungen und anorganischen Mineralien sein sollte, ist logisch. Denn umso größer die Aufnahmekapazität des Wassers, umso besser kann unser Trinkwasser seine Aufgaben erfüllen: Nährstoffe an die erforderlichen Stellen bringen und Verstoffwechslungsreste und Giftstoffe zu den Ausscheidungsorgangen befördern. Mehr dazu hier>>

Der französische Hydrologe Prof. Louis-Claude Vincent konnte als erster Forscher den Zusammenhang zwischen Gesundheit der Bevölkerung und der Qualität ihres Trinkwassers wissenschaftlich belegen. Er ermittelte eine neue Methode, um die biologische Qualität von Flüssigkeit zu bestimmen, die Bio-Elektronik. Daraus ergeben sich für ein biologisch reines Wasser folgende Werte:

  • reines in der Natur vorkommendes Wasser hat einen leicht sauren pH-Wert von 6,5 bis 6,8
  • einen Redoxwert von 24-28
  • und eine Leitfähigkeit 15 bis 165 µS/cm bzw. einen Widerstand von 6000 bis 70.000 Ohm

Der pH-Wert

Mittels einer pH-Wert-Messung kann man ermitteln, ob eine Lösung sauer, neutral oder basisch ist, je nachdem, wie hoch ihr Gehalt an Wasserstoff-Ionen ist. Die pH-Skala reicht von den Werten 1 bis 14, wobei Werte bis 7 als sauer und Werte darüber als basisch (hoher Mineralgehalt) eingestuft werden. Der Wert 7 zeigt an, dass eine Lösung neutral ist.

Da die meisten Mineralstoffe basisch wirken, muss ein reines, mineralstoffarmes Wasser im leicht sauren Bereich liegen. Eine pH-Messung kann mithilfe in Apo­theken erhältlichen Teststreifen jeder selbst ausführen. Achten Sie bei dem Kauf von Teststreifen darauf, dass diese die Ergebnisse in 0,1-er Schritten angeben, um eine möglichst genaue Aussagekraft zu erhalten.

Redox-Wert

Der Redox-Wert zeigt an, wie viele Elektronen in einer Flüssigkeit vorhanden sind und wie aktiv diese sind. Eine sehr geringe Anzahl an Elektronen deutet darauf hin, dass das Wasser durch eine Ozonbehandlung oder durch die Zugabe von Chlor sterilisiert worden ist. Das heißt, das Wasser kann nur wenig freie Elektronen abgeben, um schädliche Radikale, die uns krank machen und altern lassen, zu binden. Gesundes Wasser sollte einen Redoxwert von 24-28 haben.

Leitfähigkeit

Mit einem speziellen Messgerät lässt sich die Leitfähigkeit von Flüssigkeiten ermitteln. Je mehr Salze enthalten sind, desto höher die Werte. Da das Trink­wasser für unsere Ansprüche möglichst frei von Salzen sein sollte, sollten die Werte von 165 µS nicht überschritten werden und besser noch weit darunter liegen. Da die Leitfähigkeit mit dem Widerstand einer Flüssigkeit in Wechsel­wirkung steht, kann statt der Leitfähigkeit auch der Widerstand gemessen werden. Dieser ist umso größer, desto salzfreier das Wasser ist und liegt im Idealfall zwischen 6000 bis 7000 Ohm.

Wasser mit diesen Idealwerten hat folgende Fähigkeiten:

  • es ist frei von Schadstoffen und radioaktiver Strahlenbelastung
  • es schwemmt Gift- und Abfallstoffe aus dem Körper
  • es befördert Nährstoffe an die erforderlichen Stellen
  • es wirkt belebend, heilend und verjüngend auf unseren gesamten Organismus

Sauberes Trinkwasser selbst herstellen

Leider erfüllen die wenigsten im Handel verfügbaren Mineralwasser diese Qualitäts­kriterien. Auch Leitungswasser ist nicht viel besser. Wer nicht das Glück hat in der Nähe einer auf Schadstoffrückstände geprüften Arteserquelle zu wohnen, hat die Möglichkeit sauberes Trinkwasser mithilfe einer Umkehr-Osmose-Anlage oder einem Dampfdestillierer herzu­stellen.

Bei der Osmose-Anlage, die direkt an einen Leitungshahn zu Hause an­geschlossen werden kann, werden die Wassermoleküle durch eine einseitig durchlässige Membran mit extrem kleinen Poren gepresst. Die kleinen Wasser­moleküle können dabei ungehindert durch die Membran fließen, wohingegen Schwermetalle, Salze, radioaktive Teilchen, Viren, Bakterien, Kalk, Nitrate, Chloride, Phosphate, Flouride, Pestizide, Dioxine und Sedimente zurückgehalten werden.

Auch durch den Dampfdestillierer erhalten wir nahezu 100% reines Wasser. Das Wasser wird darin langsam erhitzt und der aufsteigende Wasserdampf in einem gesonderten Behältnis aufgefangen. Da die meistens schädlichen Substanzen und Mineralien einen höheren Siedepunkt als Wasser haben, besteht das abgekühlte Auffangwasser fast nur aus Wassermolekülen.

Allerdings gilt zu beachten: Chemische Reinheit ist nicht alles

Die Qualität des Trinkwassers hängt nicht nur von seiner chemischen Reinheit ab. Auch die biophysikalische Qualität muss stimmen, damit das Wasser, das wir trinken, gut für uns ist. Chemisch reines Wasser ist zwar frei von Schadstoffen, aber noch lange nicht geeignet um unseren Körper mit Energie zu versorgen.

Nur, wenn auch die Strukutur des Wassers stimmt (biophysikalische Eigenschaft) kann das Wasser, das wir trinken, uns Gesundheit und Lebenskraft spenden. Mehr über die biophysikalischen Eigenschaften von Wasser können Sie demnächst in einem Extra-Artikel nachlesen.

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