5 Punkte, die Du für die Anwendung der Sprache des Herzens überdenken solltest

1. Was geht eigentlich in mir vor? Über den inneren Zugang zu Gefühlen und Bedürfnissen und die Bereitschaft, ehrlich darüber zu sprechen

Bei der gewaltfreien Kommunikation geht es darum, ehrlich auszudrücken, was in einem lebendig ist und was man sich vom anderen wünscht. Das erfordert einen guten Zugang zu sich selbst und seinen Gefühlen und Bedürfnissen.

Bevor wir uns klar ausdrücken können, müssen wir also erst einmal selbst wissen, was in uns vorgeht und was wir wollen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Doch die Realität sieht anders aus.

Es fällt uns oft leichter, uns den Wünschen anderer unterzuordnen und uns gegebenenfalls hinterher zu beschweren, als von Beginn an klar und deutlich auszudrücken, was wir eigentlich wollen.

Ich kenne das nur allzu gut. Wenn mein Partner mich um etwas bittet, was ich nur widerwillig tue und ich vorher nicht reflektiere, bekommt er hinterher meine schlechte Laune zu spüren. Hätte ich vorher gesagt, dass eigene Interessen und Bedürfnissen der Erfüllung seiner Bitte entgegen stehen, wäre die schlechte Laune überflüssig gewesen und wir hätten uns über eine andere Möglichkeit unterhalten können.

Manchmal nehmen wir uns auch einfach nicht die Zeit, in uns hinein zu spüren, was los ist und lassen unseren Unmut dann an anderen aus. Doch wie sollen die anderen wissen, was uns belastet, wenn wir es für uns selbst nicht klären?

Um offen und ehrlich ausdrücken zu können, was in uns vorgeht, müssen wir also zuerst einmal klären, was wir fühlen und wir uns wünschen. Nur so ist gewaltfreie Kommunikation möglich.

Das fällt uns allerdings nicht immer leicht. Ein Grund dafür liegt darin, dass wir mit einer Sprache aufgewachsen sind, die uns lehrt zu analysieren und zu beurteilen statt zu fühlen und wahrzunehmen. Wir werden zu Kopfmenschen statt zu Herzmenschen erzogen und das macht die Sache so herausfordernd. Über Gefühle zu sprechen wird da nicht so gern gesehen und wird als uncool oder unprofessionell abgetan.

Außerdem gilt es als egoistisch oder bedürftig, Bedürfnisse zu haben und zu äußern. Und das obwohl, es menschlich und natürlich ist, Bedürfnisse wie den Wunsch nach Freiheit, Selbstbestimmung, Nähe und Verständnis zu haben.

Wenn wir jedoch erkennen, wie wertvoll das Ausdrücken der eigenen Gefühle und Bedürfnisse ist, für uns selbst und auch für andere ist, können wir die Bereitschaft aufbringen, mehr nach innen zu lauschen und uns wieder mehr mit dem verbinden, was in uns lebendig ist. Diesen besseren Zugang nach innen können wir lernen und zwar ganz einfach dadurch, dass wir üben nach innen zu horchen. Es lohnt sich!

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2. Wie sage ich es? Über Angemessenheit im Ausdruck

Ehrlichkeit ist das A und O einer Sprache des Herzens. Doch es gibt einen Unterschied zwischen schonungsloser und rücksichtvoller Offenheit.

Wenn wir nicht darauf achten, ob das, was in uns vorgeht, überhaupt zur Art der Beziehung und zur gegebenen Situation passt, überschreiten wir leicht die Grenzen des anderen oder verletzen ihn.

In nicht privaten Beziehungen von Intimitäten zu berichten, auch wenn sie uns gerade auf der Seele brennen, kann genauso unpassend sein, wie das rücksichtslose Herauslassen unserer Wut und Aggression im privaten oder beruflichen Kontext.

Bei einer einfühlsamen Kommunikation legen wir daher nicht nur Wert darauf, dass das, was wir sagen, auch unseren Gefühlen, Gedanken und Bedürfnissen entspricht, sondern auch darauf, ob der Ausdruck unseres Inneren zur momentanen Situation passt.

Wir wissen, dass es manchmal besser ist, etwas für uns zu behalten und erst nach abgeklungener Wut, Ärger oder Frustration ein klärendes Gespräch zu suchen, statt inmitten aufschäumender Emotionen zu agieren.

Dank der gewaltfreien Kommunikation lernen wir, ohne Bewertung oder Verurteilung Dinge auszudrücken, die uns beim Verhalten anderer stören und erleben das Wundersame: Wenn wir in der Lage sind, dass beim Gegenüber keine Kritik oder Forderung ankommt, stoßen wir plötzlich nicht mehr auf taube Ohren! Der andere hat auf einmal Gehör für uns.

Die spirituelle Grundhaltung hinter der Einfühlsamen = Gewaltfreien Kommunikation – 7 Punkte

3. Du darfst „NEIN“ sagen! Ehrliches Feedback erwünscht!

Wenn wir offen sagen, was wir uns wünschen, dann tun wir das nicht, um mit Biegen und Brechen unseren Wunsch durchzusetzen, sondern, weil wir unserem Gegenüber die Chance bieten wollen, ehrlich dazu Stellung zu nehmen.

Es geht bei der Anwendung der gewaltfreien Kommunikation nicht darum, zu lernen, wie wir uns möglichst geschickt ausdrücken können, damit andere sich entsprechend unserer Vorstellungen verhalten. Sondern darum, ein mitfühlendes, ehrliches und bereicherndes Miteinander zu schaffen.

Es ist erwünscht und erlaubt, dass unser Gegenüber „Nein“ gegenüber unseren Bitten sagt, nicht mit unseren Vorstellungen einverstanden ist und seine eigenen Bedürfnisse äußert.

Selbst, wenn wir über das Nein an sich enttäuscht sind, sind wir dankbar dafür, dass er uns seine Ehrlichkeit „zumutet“. Denn schließlich sehen wir Ehrlichkeit als Zeichen von Vertrauen.

Und nur, wenn alle Parteien ihre Bedürfnisse äußern können, öffnet sich der Weg für Lösungen, die für alle bereichernd sind. Ansonsten bleibt es bei faulen Kompromissen, unter denen letztendlich jeder zu leiden hat.

4. Konflikte als Chance! Keine Angst vor Meinungsverschiedenheiten

Wir alle sehnen uns nach Harmonie und einem friedlichen Miteinander. Genau das steht einer offenen Kommunikation oft im Wege. Wir fürchten, wenn wir ehrlich unsere Meinung sagen, dass der ander das anders sieht. Um Konflikten und Meinungsverschiedenheiten aus dem Weg zu gehen, halten wir daher manchmal lieber unsere eigenen Ansichten und Wünsche zurück. Keine gute Idee!

Ein solches Vorenthalten unserer Meinung erhält nur oberflächlich betrachtet den Frieden. Doch wollen wir uns mit so einem Scheinfrieden, einer scheinbaren Harmonie wirklich zufrieden geben? Ich glaube nicht!

Wirklich tiefe Verbindungen entstehen nur, wenn wir bereit sind, Meinungsverschiedenheiten zuzulassen und potentielle Konflikte aus dem Wege zu räumen.

Klar kann es sein, dass unser Leben durch die gewaltfreie Kommunikation erst einmal etwas anstrengender wird. Das ist sogar sehr wahrscheinlich. Insbesondere dann, wenn wir bisher gerne um den heißen Brei geredet oder unsere Meinung bisher der Harmonie zuliebe öfter mal zurück gehalten haben.

Sobald wir beginnen, das, was in uns ist offen und ehrlich anzusprechen und gleichzeitig unser Gegenüber dazu einladen, es ebenfalls zu tun, können bisher unter der Oberfläche schlummernde Meinungsverschiedenenheiten und Differenzen zu Tage befördert werden.

Aber wenn wir es schaffen, uns diesen Konflikten zu stellen, auf eine Art und Weise, die von gegenseitiger Wertschätzung und Achtung geprägt sind, werden wir die Erfahrung machen, dass diese neue Form der Ehrlichkeit in Angemessenheit den Raum für qualitativ wertvolle und stabile Beziehungen öffnet.

Wenn uns bewusst wird, wie bereichernd das authentische und empathische Miteinander-in-Kontakt-Treten ist, werden wir unsere falsch verstandene Konfliktscheu bereitwillig ablegen ?

Nur durch die Offenlegung der Standpunkte aller Beteiligten, kann es gelingen, Lösungen zu finden, die alle zufrieden stellen.

Wir wissen darum, dass wir letztendlich nichts davon haben, wenn andere nur widerwillig unseren Wünschen nachkommen. Nur, wenn wir aus freien Stücken und aus tiefem Herzen geben, haben wir auf lange Sicht alle etwas davon.

Wie umgehen mit Konflikten? * Über Konflikttypen + Win Win * Einfühlsame = Gewaltfreie Kommunikation

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5. Die Bereitschaft, bei uns selbst anzufangen -> Giraffenohren können hilfreich sein!

Leider ist diese Art der einfühlsamen Kommunikation noch nicht weit verbreitet. Wir können nicht voraussetzen, dass unsere Gesprächspartner um die Ziele und Grundhaltungen eines solchen Austausches wissen. Wir können nur bei uns selbst anfangen.

Das bedeutet, dass wir uns unserer Eigenverantwortung stellen und uns nicht nur damit beschäftigen, wie wir uns selbst einfühlsam und klar ausdrücken, sondern auch wie wir mit einfühlsamen Ohren hören können.

Wir üben uns darin, die Botschaften anderer, egal wie unglücklich sie formuliert sind, so umzuwandeln, dass wir in der Lage sind, hinter Vorwürfen, Beschuldigungen oder Ablehnungen, das zu hören, was an Bedürfnissen und Gefühlen dahinter steckt.

Denn uns ist klar, dass wir alle dieselben Ängste, Sehnsüchte und Sorgen haben. Und wenn wir in der Lage sind, diese zu hören und mitzuteilen, dann öffnen wir die Tore für ein verständnisvolles und respektvolles Miteinander.

Fazit: EK / GFK = mehr als ein Kommunikatinsmodell

Einfühlsame = Gewaltfreie Kommunikation ist daher weit mehr als ein bloßes Kommunikationsmodell. Sie spiegelt auch immer unser oberstes Anliegen: den Aufbau und die Förderung von sich gegenseitig respektierenden und bereichernden Beziehungen.

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