Frauenthema Menstruationsartikel Teil 1

Sind Binden, Slipeinlagen und Tampons wirklich unbedenklich?

Wenn Frau ihre Tage hat, benötigt sie entsprechende Menstruationshygieneartikel. Am häufigsten zum Einsatz kommen Binden, Slipeinlagen und Tampons, die nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden. Frau bekommt diese Hygieneprodukte in Supermärkten, Drogerien und Apotheken. Diese Wegwerfartikel werden als sicher, sauber und praktisch angepriesen.

Dass diese Produkte jedoch die Umwelt belasten und auch für die eigene Gesundheit alles andere als unbedenklich sind, darüber habe ich mir lange keine Gedanken gemacht. Falls es Dir ähnlich geht, lass uns gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Bedenkliche Stoffe in herkömmlichen Binden, Slipeinlagen und Tampons

Als ich irgendwann durch Zufall auf die Idee kam, zu schauen, aus welchen Materialien herkömmliche Artikel für die Menstruationshygiene gefertigt werden, wurde mir ganz anders.

Wir können davon ausgehen, dass sämtliche Baumwolle, die dort zum Einsatz kommt, aus herkömmlichen Anbau stammt. Es gibt kaum einen anderen Rohstoff aus der Textilienbranche, der so stark mit Pestiziden und Insektiziden behandelt wird. Vermutlich stammt die Baumwolle auch aus gentechnisch verändertem Saatgut.

Häufig wird Binden, Slipeinlagen und Tampons auch synthetisch hergestelltes Rayon (Viskose) beigefügt, um die Saugkraft zu erhöhen. Für die schöne weiße Farbe werden Menstruationshygieneartikel zudem mit aggressiven Mitteln gebleicht.

Wenn Du jetzt denkst „Na und? Schließlich kommen diese Artikel ja nur mit der Hautoberfläche in Kontakt und die ist ja dicht.“, irrst Du Dich leider.

Die Haut ist keine undurchlässige Grenze zwischen Umwelt und unserem Körperinneren, sondern verfügt über ganz feine, kleine Poren, über die Partikel von außen nach innen gelangen können. Der stundenlange Kontakt von Binden, Tampons und Slipeinlagen unterstützt diesen Prozess. Und so kann es passieren, dass Rückstände der darin enthaltenen kritischen Stoffe in unseren Körper gelangen und dort der Auslöser für Hautirritationen bis hin zu Pilzinfektionen sein können.

Während Pestizide und Insektizide vor allem die inneren inneren Organe und das Nervensystem angreifen, wirkt sich das in herkömmlichen Slipeinlagen, Binden und Tampons (übrigens oft auch in Babywindeln) häufig anzutreffende Biozid TBT (Tribuylzinn) schädigend auf das Hormonsystem aus.

Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nur Hygieneartikel verwenden, die aus Biomaterialien hergestellt werden. Doch auch diese lösen nicht das Umweltproblem, das Wegwerfartikel verursachen.

Quellen und Nachweise:

Tampons, die schlechteste Wahl?

Bei Tampons, die im Inneren der Scheide getragen werden, wirkt sich das besonders ungünstig aus. Die Werbung verspricht uns, dass Tampons nicht nur sicher sind, sondern auch vollkommen natürlich. Das Blut wird dort aufgesaugt, wo es herkommt, alles bleibt sauber und unangenehme Gerüche werden vermieden. Das mag zwar auf den ersten Blick sehr reinlich klingen, ist es aber nicht.

In den Ausscheidungen während der Menstruation befinden sich zahlreiche Abfall- und Giftstoffe, die so im Inneren des Körpers verbleiben und dort ihr Unheil anrichten können. Durch die warmen Temperaturen im Inneren der Scheide bilden Tampons die perfekte Umgebung für Bakterien und andere Kleinstlebewesen. Infektionen können die Folge sein.

Dieses Risiko sollten wir nicht einfach auf die leichte Schulter nehmen. Immer wieder kommt es zu kritischen Stimmen, die das Tragen von Tampons mit der Entstehung von TSS, dem toxischen Schock Syndrom, in Verbindung bringen. Hierbei kommt es zu grippeähnlichen Symptomen, die im schlimmsten Fall sogar tödlich enden können. Daher wird auch immer davor gewarnt, ein Tampon länger als 4 bis 8 Stunden am Stück zu tragen.

Ehrlich gesagt, so ganz wohl war mir bei diesen Hinweisen noch nie zumute und dank meinem Bauchgefühl habe ich das Tragen von Tampons seit jeher auf das absolute Minimum beschränkt.

Menstruationsschalen und Stoffbinden, zwei gesunde und ökologische Alternativen für die Menstruationshygiene

Einwegartikel sind ja so eine Sache, die Materialien belasten nicht nur unsere Gesundheit, sondern verursachen auch Unmengen an Müll. Im Schnitt verbraucht eine Frau von der ersten bis zur letzten Menstruation mehr als 11.000 Tampons, Slipeinlagen und Binden plus deren Verpackungen. Das muss nicht sein.

Ökologisch vertretbare und zudem auch noch für die Gesundheit die bessere Alternative sind Menstruationsschalen oder Naturschwämme als Ersatz für Tampons sowie waschbare Stoffbinden als Ersatz für herkömmliche Wegwerfbinden.

All das findest Du z. B. bei kulmine.de, einem Familienbetrieb, der sich auf den Vertrieb von wieder verwendbaren Menstruationsartikeln aus Öko-Materialien spezialisiert hat. Ich bin schon lange ein großer Fan von den Stoffbinden von Kulmine.

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Solche Alternativen sind nicht nur für die eigene Gesundheit förderlicher, sondern entlasten vor allem die Umwelt und den eigenen Geldbeutel. Natürliche Materialien scheinen vielen Frauen besser zu bekommen als konventionelle Frauenhygiene-Produkte mit synthetischen Bestandteilen.

Während die Menstruationsschale, die übrigens auch als Menstruationsbecher oder Mooncup bezeichnet wird, aus Bio-Silikon besteht, werden Naturschwämme meist aus Korallen hergestellt. Sie werden ähnlich wie Tampons gehandhabt, können gesäubert und wiederverwendet werden und sind daher für viele umweltbewusste Frauen die Nummer eins in Sachen Monatshygiene.

Warum ich allerdings lieber auf Stoffbinden zurückgreife und weshalb ich Menstruationsschalen und Naturschwämmen eher skeptisch gegenüberstehe, verrate ich Dir in einem Extra-Artikel.

Marion Selzer

Marion Selzer

Marion beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren.

Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen.

Marion ist Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, psychologische Beraterin und Autorin
Marion Selzer

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