Essen als Ersatzbefriedigung, verborgene Bedürfnisse für Essen, Gewohnheiten Essen, Seelennahrung, ErnährungstippEine Reise in die Vergangenheit: Kindheitserinnerungen

Wenn wir erkannt haben, dass uns oftmals emotionale Gründe zum Essen verleiten, und wir diesen Kreislauf hinter uns lassen möchten, dann sollten wir versuchen herauszufinden, was wir auf diese Weise eigentlich befriedigen wollen. Oftmals stecken Gefühle wir Einsamkeit, Frust, Trauer und Langeweile dahinter, wenn wir zum Essen greifen, obwohl wir eigentlich keinen Hunger haben.

Wir suchen in der Nahrung dann Dinge, die sie uns nicht wirklich geben kann: Geborgenheit, Nähe, Trost oder Abwechslung.

Falls Sie noch unsicher darin sind, echten, also körperlichen von emotionalem bzw. psychischem Hunger zu unterscheiden, finden Sie hier Hilfestellung>>

Seelennahrungs-Tipp: Eine Reise in die Vergangenheit

Um Hinweise darüber zu erhalten, welche Gründe hinter unserem problemhafteten Essverhalten stecken, kann eine Reise in die Vergangenheit, auf der wir den Ursprung für unsere Essensvorlieben zurückverfolgen, erhellende Ergebnisse liefern. Fragen Sie sich dazu:

Was essen Sie eigentlich am liebsten? Zu was greifen Sie häufig und gerne?

Die Antworten können Sie natürlich auch in Ihrem Ernährungstagebuch notieren.

Reisen Sie in Gedanken zurück in die Vergangenheit. Versuchen Sie sich zu erinnern, wann diese Vorlieben entstanden sind. Oft lässt sich der Ursprung für unsere heutigen Vorlieben bis in die Kindheitstage zurückverfolgen.

Vielleicht wurden wir mit bestimmten Nahrungsmitteln für gute Note oder erwünschenswertes Verhalten belohnt, mit anderen ruhig gestellt oder getröstet. Gut möglich, dass wir dann auch heute noch zu genau diesen Speisen greifen, wenn wir uns nach Belohnung, Entspannung oder Trost sehnen.

Versuchen Sie in die Vergangenheit hineinzutauchen und sich die damals vorherrschende Stimmung und Atmosphäre ins Gedächtnis zurückzurufen, die in den Momenten herrschte, als Sie diese Speisen angeboten bekamen.

Die Eindrücke und Gefühle, an die Sie sich dabei erinnern, können Ihnen wertvolle Hinweise darüber geben, was Sie auch heute noch damit verbinden.

Bekamen wir als Kinder Bonbons oder andere Süßigkeiten, wenn wir weinten, liegt es nahe, dass wir uns auch heute mit süßen Dingen zu trösten versuchen. Wurden wir damit bestraft ohne Abendessen ins Bett zu gehen, kann es sein, dass wir heute aus Trotz und als Ausdruck unserer Unabhängigkeit das Abendessen sehr üppig ausfallen lassen.

Nehmen Sie sich Zeit und halten Sie Rückschau.

Damit die Eindrücke, die Ihnen bei dieser Reise in die Vergangenheit nicht verloren gehen, ist es ratsam sie schriftlich zu fixieren.

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