Spirulina – Vollwertige pflanzliche Eiweißquelle und Nährstoffbombe

Die Spirulina Alge, auch Spirulina platensis genannt, liefert jede Menge hoch­wertige pflanzliche Eiweißbausteine, die sogenannten Aminosäuren. Sie ist reich an Vitamin E, Magnesium, Eisen und Beta-Karotin. Spirulina enthält mehr B-Vitamine als Chlorella oder AFA-Algen, kann Virus-Infektionen vorbeugen und liefert wertvolle Unterstützung beim Abnehmen.

Aufgrund ihrer Dichte an Vitaminen, Mineralien und Enzymen, die etwa 5 bis 10 Prozent ihres Trockengewichts ausmachen, und ihrer guten Verträglichkeit dient die Spirulina-Alge als erstklassige Nahrungsergänzung für Veganer, Vegetarier, Schwangere, Stillende, Sportler und jedem, der sein Nährstoffrepertoire auffüllen möchte.

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Spirulina: Vorkommen und Geschichte

Spirulina zählt ebenso wie die Afa-Alge zu den Blaualgen. Da sie aber keinen eigenen Zellkern besitzt, dieser aber für die Gattung von Pflanzen ausschlag­gebend ist, handelt es sich bei der grünen spiralförmig gedrehten Spirulina streng genommen nicht um eine Alge, sondern um ein Bakterium.

Natürlicherweise kommt Spirulina in Seen in Mittelamerika und Ostafrika vor. Spirulina gedeiht anders als die Chlorella-Alge auch in Salzwasser und breitet sich selbst dort aus, wo sonst keine anderen Organismen überleben können. Das Spirulina für die auf dem Markt verfügbaren Produkte stammt jedoch fast aus­schließlich aus Algen, die in speziellen Farmen an verschiedenen Standorten auf der Welt gezüchtet werden.

Azteken und Mayas erkannten den Wert dieser Alge für Ausdauer und Ernährung schon vor Jahrhunderten. Sie diente den Hochkulturen als wertvolle Energie- und Eiweißquelle. Es wird erzählt, dass die Azteken ihre Boten und Läufer, die große Entfernungen bei tropischen Temperaturen zurücklegen mussten, mit einem kraftvollen Powersnack, dem Spirulina-Kuchen „Tecuitlatl“, ausstatteten.

Auch die beiden Weltraumforschungsinstitute NASA und die ESA setzen Spirulina als Hauptbestandteil bei der Ernährung von Astronauten ein.

Durch das Aussterben der Hochkulturen geriet auch der Nutzen von Spirulina für die Ernährung in Vergessenheit. Erst als sich europäische Forscher Mitte des 20. Jahrhunderts mit Spirulina auseinandersetzten, fiel ihnen die für den Menschen nahezu perfekte Nährstoffzusammensetzung auf.

Besondere Eigenschaften von Spirulina:

1. Herausragende Eiweißquelle: Optimale Zusammensetzung von extrem gut verwertbaren Aminosäuren
Als Forscher zum ersten Mal Spirulina-Algen untersuchten, beeindruckte sie vor allem der hohe Gehalt an Proteinen. Im Gegensatz zu Fleisch, das zu etwa 15 bis 25 Prozent aus Protein besteht oder der Sojabohne, deren Proteingehalt bei 35 Prozent liegt, enthält Spirulina bis zu 68 Prozent Eiweiß.

Zudem fand man heraus, dass die Proteine der Spirulina-Alge besonders gut vom menschlichen Körper aufgenommen werden können, weil sie keine harten Zell­wände besitzt. Zudem gilt das Spirulina-Protein als biologisch vollwertig, weil zugleich alle acht essentiellen Aminosäuren enthalten sind und das in einem für den Menschen optimalen Verhältnis. Zudem sind auch zehn der zwölf nicht-essentiellen Aminosäuren in Spirulina vorhanden.

Bei den Aminosäuren handelt es sich um kleine Eiweißbausteine, aus denen der Körper sein Eiweiß herstellt. Da wir essentielle Aminosäuren, im Gegensatz zu den nicht-essentiellen Aminosäuren, nicht selbst herstellen können, sind wir auf eine externe Zufuhr angewiesen. Das macht die Spirulina-Alge als Eiweiß­lieferanten so herausragend. Insbesondere Veganern, Vegetariern, Sportlern, Kindern im Wachstum, Frauen in Schwangerschaft und Stillzeit kann Spirulina als wertvolle Eiweißquelle dienen.

2. Die Mikroalge Spirulina ist eine gute Chlorophyll-Quelle für Leber-, Blut- und Darmgesundheit
Mit 1,7 Prozent Chlorophyll-Gehalt der Trockenmasse gilt Spirulina als eine der chlorophyll-reichsten Pflanzen. Nur die Chlorella Alge enthält noch mehr Chlorophyll. Dieser grüne Pflanzenstoff ist wichtig für die Reinigung von Blut, Leber und Darm. Spirulina wird daher gerne unterstützend bei Fasten- und Reinigungskuren eingenommen.

3. Die Inhaltsstoffe von Spirulina bieten effektiven Zellschutz durch hohen Gehalt an Antioxidantien
Der hohe Gehalt an Antioxidantien wie Carotinoiden (ca. 0,5 Prozent des Trockengewichts) und Pigmentstoffe schützt vor freien Radikalen. Ohne diese Substanzen könnten viele für den Stoffwechsel wichtige Enzyme nicht gebildet werden. Spirulina hilft bei der Regeneration von Umweltgiften angegriffenen Zellen. Das lässt das Hautbild länger jung erscheinen und beugt diversen Krankheiten vor.

4. Die Mikroalge Spirulina die Abwehrkräfte und schützt vor Erkrankungen
In Studien wurde nachgewiesen, dass das in der Mikroalge Spirulina enthaltene Calcium-Spirulan, eine Kohlenstoffverbindung, verhindert, dass eindringende Viren sich ausbreiten können. Somit mindert die regelmäßige Einnahme von Spirulina das Risiko viraler Erkrankungen wie Herpes oder Influenza. Zugleich wurde be­obachtet, dass die Inhaltsstoffe von Spirulina der Entstehung von Tumoren, Blutgerinnungen und Herzerkrankungen vorbeugen.

Quellen:
http://www.omundernaehrung.com/store/index.php/wirkung-von-spirulina-auf-lipide-und-lipoproteine-des-blutes-eine-uebersicht-dr-rer-nat-peter-j-mewes.html
und Khan, M., et al. „Protective effect of Spirulina against doxorubicin-induced cardiotoxicity.“ Phytotherapy Research. 2005 December;19(12):1030-7

Spirulina Inhaltsstoffe: Eine Tabelle mit genauen Angaben zu den Inhaltsstoffen der Mikroalge Spirulina finden Sie hier>>

Die Besonderheiten der Spirulina Alge auf einen Blick: Spirulina Inhaltsstoffe

  • Spirulina enthält bis zu 70 Prozent pflanzliches Eiweiß in optimaler Zu­sammensetzung, inklusiver aller essentieller Aminosäuren.
  • Der hohe Chlorophyllgehalt ist gut für Leber, Darm und Blut.
  • Spirulina ist reich an Antioxidantien und anderen die Zellen schützenden Stoffen.
  • Die Alge stärkt das Immunsystem und schützt vor viralen Erkrankungen.
  • Da die Zellwände der Spirulina-Alge nur von einer dünnen Zellmembran umgeben ist, sind die Nährstoffe aus der Alge besonders leicht verdau­lich.
  • Spirulina schützt vor Virus- , Tumor- und Herzerkrankungen
  • und ist sehr mild im Geschmack.
  • Wegen ihrer milden entgiftenden Wirkung, wird sie besser vertragen als Chlorella- oder AFA-Algen.

Spirulina – eine pflanzliche Quelle für B12? Enthält die Mikroalge Spirulina B12?
Immer wieder hört man davon, dass in Chlorella und Spirulina Vitamin B12 ent­halten sei. Bei B12 handelt es sich um ein Vitamin, das bislang nur in tierischen Produkten nachgewiesen wurde. Ein Mangel an diesem Vitamin ist weit verbreitet ist und kann zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen.

Gerade für Veganer, die sämtliche tierische Nahrungsmittel meiden, ist die Werbung, Algen seien gute B12-Lieferanten verlockend. Allerdings verdichten sich die Hinweise darauf, dass es sich bei dem in der Spirulina-Alge gefundene B12 um sogenannte Analoga handelt, die vom menschlichen Körper nicht ver­wertet werden können. Anders dagegen bei der Chlorella-Alge. Wissenschaft­liche Untersuchungen deuten darauf hin, dass sich hierin tatsächlich beträchtliche Mengen (etwa 2-3 mg/kg) bioverfügbares B12 befinden.

Quellen: Watanabe F., Takenaga S., Kittaka-Katsura H., Ebara S., Miyamoto E., Characterization and biovailability of vitamin B12-compounds from edible algae, J. Nutr. Sci. Vitaminol (Tokyo), 2002, 48(5):325-31
sowie Watanabe F., Takenaga S.,Fujita T. Abe K., Tamura Y., Nakatsuka T., Nakano Y. in Pseudo­vitamin B12 is the predominate cobamide of an algal health food , spirulina tablets. J. Agric Food Chem. 47:4736-4741, 1999

Verzehrsempfehlung:
Zur Nahrungsergänzung reichen schon 3 bis 5 g Spirulina pro Tag aus, das sind je nach Füllmenge 10 bis 25 Tabletten. Die Tabletten werden über den Tag verteilt, am besten zu den drei Hauptmahlzeiten mit ausreichend Flüssigkeit einge- nommen. Das Pulver kann Säften, Müslis oder Joghurts unter­gemischt werden.

Beim Kauf bitte beachten:

  • Bei der Aufzucht von Spirulina-Algen kann es durch die Luft von außer­halb oder das im Aufzuchtbecken verwendete Wasser zu Ver­unreinigungen kommen. Ein guter Lieferant sollte Ihnen auf Ihren Wunsch hin eine Analyse über die Schadstoffbelastungen zukommen lassen können.
  • Im Gegensatz zu den schwer verdaulichen Zellwänden der Chlorella-Alge können die Nährstoffe aus der Spirulina-Pflanze ohne Probleme auf­genommen werden. Auf ein Aufbrechen der Zellwände kann und sollte daher verzichtet werden.
  • Tabletten und Pulver sollten bei niedrigen Temperaturen getrocknet werden, damit möglichst alle Nährstoffe erhalten bleiben.
  • Spirulina-Tabletten sollten nicht mit einer Presshilfe oder Füllhilfen her­gestellt werden.

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Bildrechte: Inspiriert-Sein.de © Marion Selzer Spirulina Tabletten

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