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Wie das Prinzip der Co-Regulation helfen kann, uns aus feststeckenden Gefühlen zu lösen
Wenn wir in schwierigen Gefühlszuständen feststecken – sei es Schmerz, Verzweiflung, Ärger oder Ohnmacht – kann unser Nervensystem überfordert sein. Dann geraten wir in einen eingefrorenen Zustand, Gefühle werden blockiert, die Energie bleibt im Körper gebunden, und wir fühlen uns hilflos.
Hier kommt empathische Präsenz ins Spiel: Wenn eine andere Person mit einem regulierten Nervensystem – also sicher, geerdet und verbunden – den Raum hält, kann dies unser System beruhigen. Dieses „Verankert-Sein“ überträgt sich unbewusst und signalisiert: „Es ist sicher genug, um diesen Schmerz oder diese Gefühle zu fühlen.“
Dadurch können wir neugierig und offen erforschen, was in uns passiert. Unser Nervensystem entspannt sich, die Gefühle können fließen, und Heilung geschieht – in dem Sinne, dass die Energie nicht mehr blockiert ist und wir wieder handlungs- und empathiefähig werden.
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Ich bin fest davon überzeugt, dass einfaches, wohlwollendes Dasein für jemanden – oder für mich selbst – unglaublich heilsam sein kann. Wenn jemand in meinem Schmerz den Raum hält, ohne etwas verändern, erklären oder verbessern zu wollen, sondern einfach nur präsent ist, geschieht Heilung. Dieses empathische, absichtslose Da-Sein signalisiert: „Ich sehe Dich, ich kann nachvollziehen, wie Du Dich fühlst.“
Wenn unser Nervensystem blockiert
Unsere Gefühle sind eng mit unserem Nervensystem verknüpft. In Momenten von Schmerz, Angst oder Überforderung kann unser Nervensystem überlastet sein.
Gefühle werden blockiert, Energie staut sich im Körper.
Wir fühlen uns gefangen, handlungsunfähig oder hilflos.
Häufig geraten wir in einen „eingefrorenen“ Zustand, in dem neither Fight, Flight noch Repair wirksam werden.
In solchen Momenten hilft kein rationales Argument, kein guter Rat – unser System braucht Regulation, keine Lösung.
Warum unser Nervensystem so sensibel ist
Unser Nervensystem scannt laufend – etwa viermal pro Sekunde – unsere Umgebung und soziale Interaktionen.
Es prüft: „Ist es sicher genug, um zu entspannen, oder muss ich in Alarm, Kampf oder Flucht gehen?“
Wenn jemand für Dich und Deine Stimmungszustände bzw. Gefühle den Raum hält in einer absichtslosen, wohlwollenden und ventral-vagalen ausgerichteten Haltung, kann Heilung geschehen. Empathische Resonanz wirkt wie ein Signal der Sicherheit. Das macht Heilung auf einer tiefen Ebene möglich – oft ohne dass Worte nötig sind.
Die Wirkung empathischer Resonanz
Empathische Resonanz bedeutet: Ich halte den Raum für jemanden – oder für mich selbst – mit einer Haltung der Sicherheit und Verbundenheit.
Wenn eine Person mit einem regulierten Nervensystem präsent ist, signalisiert dies: „Es ist sicher genug, um Deine Gefühle zu spüren.“
Unser Nervensystem entspannt sich, blockierte Energie kann fließen, und wir werden wieder handlungsfähig.
Heilung geschieht oft über diese nonverbale Kommunikation: gesehen, gehalten und verstanden zu werden.
Empathische Resonanz und Kommunikation
Empathische Resonanz funktioniert nicht nur über Worte. Es kann über das Benennen von Gefühlen und Bedürfnissen geschehen – wie in der Gewaltfreien Kommunikation – oder auch über Metaphern und bildhafte Vorschläge, die unser System als „gesehen“ wahrnimmt. Sarah Peyton beschreibt das sehr anschaulich: Wenn jemand Deine Überforderung spiegelt, ohne zu bewerten, spürst Du Sicherheit, und Dein Nervensystem kann sich regulieren.
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