Das wohl größte Dilemma der MenschheitWeil wir vergessen haben, wer wir wirklich sind

Es ist vermutlich das größte Dilemma von uns Menschen, dass wir vergessen haben, wer er wirklich sind. Dass wir mehr sind als die Person, die wir zu sein glauben, als die Rolle, die wir in der Gesellschaft einzunehmen gedenken.

Wir haben vergessen, dass wir in Wahrheit Wesen göttlichen Ursprungs sind. Wesen, die verbunden sind mit allem und keine voneinander abgetrennten Geschöpfe.

Würden wir dies, unseren göttlichen Ursprung und die Verbundenheit mit allem, wieder erkennen, wären wir wohl kaum in der Lage, Kriege zu führen, einander mit Hass zu begegnen oder unsere Mitgeschöpfe und den ganzen Planeten auszubeuten.

Da wir jedoch ein inneres Wissen oder vielmehr ein Ahnen um unser wahres Sein in uns tragen, taucht in vielen von uns früher oder später der Wunsch oder die Sehnsucht auf, zu erfahren, wer wir wirklich sind. Es scheint mühsam, diesen Weg der Erleuchtung durch Einkehr nach innen und Mediation zu gehen. Wer hat schon die Muße, die Zeit und auch die Disziplin, jeden Tag inne zu halten, äußere Reize auszublenden und in seinem Inneren nach seinem wahrhaften Ursprung zu forschen.

Obwohl der Weg der inneren Einkehr und Kontemplation vielversprechend ist, wie wir von Überlieferungen aus unterschiedlichen Kulturen und Religionen wissen, so scheint es doch auf den ersten Blick verführerisch, den Weg der Erkenntnis durch die Einnahme von psychedelischen, also bewusstseinserweiternden Substanzen abzukürzen.

Allerdings ist dieser Weg nicht ungefährlich, wenn wir durch die Einnahme von Substanzen in Zustände versetzt werden, für die wir vielleicht noch gar nicht reif genug sind. Glücklicherweise ist dieser Weg auch gar nicht nötig, weil unser Körper diese bewusstseinserweiternden Stoffe selbst bilden kann.

Der Weg zur Erleuchtung durch die Einnahme psychedelischer Substanzen

Schon immer haben sich Naturvölker verschiedenster Richtungen psychedelischer Mittel bedient, um in den Zustand der All-Einheit, der Erleuchtung, der Verbundenheit mit allem zu gelangen. In Ritualen, die seit Generationen weitergegeben und überliefert werden, haben sich Schamanen oder wie man die spirituellen Führer eines Stammes auch bezeichnen mag, verschiedenen Pflanzen bedient, um in geistige Sphären zu reisen, die uns unter normalen Bedingungen verschlossen bleiben.

Eine der wohl bekanntesten Pflanze dieser Art ist „Ayahuasca“, die ursprünglich in Lateinamerika als Erkenntnismittel eingesetzt wird, um dem Menschen seine Stellung im Universum zu zeigen und ihm seine wahre Wirklichkeit zu offenbaren, so der Ethnopharmakologe und Doktor der Philosophie Christian Rätsch in seinem Buch „Ayahuasca: Rituale, Zaubertränke und visionäre Kunst aus Amazonien“*.

Traditionell wurde und wird Ayahuasca eingesetzt, um beispielsweise das Wesen einer Krankheit zu ergründen oder um Konflikte eines Stammes aus einem erweiterten Blickwinkel zu betrachten. Durch seine Einnahme öffnen sich Fähigkeiten, die mit unserem normalen Bewusstsein nicht möglich sind. Telepathie, die Wahrnehmung geistiger Dimensionen außerhalb unserer Raum-Zeit und andere sogenannte hellsichtige oder übersinnliche Fähigkeiten werden dadurch ermöglicht.

Bitte beachten: Nur, weil wir hier von solchen bewusstseinserweiternden Pflanzen sprechen, heißt das nicht, dass wir ihre Einnahme empfehlen. Im Gegenteil, wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Einnahme solcher bewusstseinserweiternden Substanzen nicht ungefährlich ist. Es ist nicht auszuschließen, dass man durch die Einnahme in Zustände versetzt werden, für die man eventuell noch gar nicht reif ist was negative Folgen für die Psyche haben kann.

Traditionell werden solche Anwendungen nur unter der Anleitung von erfahrenen und eingeweihten Schamanen und Meistern veranstaltet, die sich an feste Rituale und Abläufe halten, und die Teilnehmer müssen sich entsprechend auf die Erfahrung vorbereiten. Die bloße Einnahme solcher Mittel ohne entsprechende Vorbereitung und Anbindung an bestimmte Rituale wird wohl kaum zielführend sein und kann, wie bereits gesagt, sogar gefährlich sein.

Glücklicherweise sind wir, um den Zustand der Erleuchtung zu erlangen, überhaupt nicht auf die Einnahme von äußeren Substanzen angewiesen, da unser Körper in der Lage ist, bewusstseinserweiternde Stoffe selbst herzustellen.

DMT: Das Molekül des Bewusstseins

Verantwortlich für die veränderte Wahrnehmung ist vor allem der in Ayahuasca enthaltene Stoff namens Tryptamin, der auch als Dimethyl-Tryptamin oder DMT bezeichnet wird. Inzwischen ist diese Substanz gut erforscht und selbst Wissenschaftler wie der Psychiater Professor Rick Strassmann bezeichnen DMT als „Das Molekül des Bewusstseins“.

Interessanterweise ist unser Körper selbst dazu in der Lage, dieses Molekül zu bilden. Bereits im Jahre 1972 entdeckte der Wissenschaftler und Nobelpreisträger Julius Axelrod, dass DMT von unserer Zirbeldrüse natürlicherweise produziert und in unserem Gehirn in aktiver Form vorkommt. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass dieses kleine Organ, in der Mitte unseres Hirns, schon seit jeher als Sitz des „Dritten Auge“ und damit als Tor zu anderen Dimensionen angesehen wird.

Dieter Broers zitiert dazu in seinem Buch „Der verratene Himmel – Die Rückkehr nach Eden“* den Gehirnforscher Dr. S. H. Snyder wie folgt:

„Der extrem hohe Wachheitsgrad ist möglicherweise für den »transzendentalen« geistigen Zustand verantwortlich, den Psychedelika hervorrufen. Anders ausgedrückt: Dem Wirkstoffkonsumenten kann in solch einem überwachen Zustand ein »inneres Ich« bewusst werden, zu dem er normalerweise keinen Zugang hat… Die Psychedelika-Forschung lässt außerdem vermuten, dass die erstaunliche Empfindung, mit dem Universum eins zu sein, wie sie von Psychedelika hervorgerufen wird, eine Überaktivierung des Locus caeruleus widerspiegelt, die die Schranken zwischen dem Ich und dem Nicht-Ich zusammenstürzen lässt. Der Locus caeruleus mag – indem er den Grad unserer Wachheit unter normalen Umständen beeinflusst – ganz entscheidend über das bestimmen, was Psychologen das Ego nennen: das Bewusstsein eines jeden Menschen, eine eigenständige Person zu sein, losgelöst von allen anderen und allein dem Universum gegenüberstehend.“

Wenn unser Körper DMT natürlicherweise herstellt, wieso erleben wir keine Erleuchtung?

Diese Frage scheint berechtigt: Wenn unser Körper, genauer gesagt, unsere Zirbeldrüse von Natur aus, den bewusstseinserweiternden Stoff DMT und andere Tryptamine wie Pinoline selbst herstellt, wieso leben wir noch immer in der Illusion der Getrenntheit und werden von dieser dominiert? Wieso bleiben uns die Erfahrungen der Verbundenheit mir allem, was ist, dennoch verwehrt?

Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen büßt unsere Zirbeldrüse im Laufe der Zeit ihre Funktionsfähigkeit immer weiter ein. Durch ungünstige Einflüsse wie, für den menschlichen Körper störende elektromagnetische Felder, Chemikalien wie Fluoride aus der Umwelt, Sinnesüberreizung, emotionale Zustände wie Ängste, Schuld und Minderwertigkeitsgefühle werden die metabolischen Prozesse für die Herstellung bewusstseinserweiternder Neurotransmitter unterbunden.

Während unsere Gehirne laut Broers bereits im vorgeburtlichen Zustand mit DMT überflutet waren, bildete sich die Fähigkeit der Zirbeldrüse, bewusstseinserweiternde Substanzen herzustellen, im Laufe der Jahre zurück.

Ein weiterer Grund dafür, dass uns die höheren Bewusstseinszustände verschlossen bleiben, liegt daran, dass die körpereigenen Tryptamine auf dem Weg, unsere Psyche zu beeinflussen blockiert werden , bevor sie ihre Wirkung erzielen können (zu den wenigen Ausnahmen zählen unsere Traumphasen, insbesondere Klarträume, und Nahtoderfahrungen). Die Ursache dafür sind bestimmte Enzyme, die unser Körper zum einen selbst bildet und die wir zum anderen über die heute typische Ernährung in großer Menge zuführen.

Diese Enzyme, auch MAO-Hemmer genannt, deaktivieren die Aktivität von DMT und sorgen so dafür, dass wir selbst dann keine Erleuchtungszustände erleben, wenn unsere Zirbeldrüse noch ausreichend DMT herstellt.

Was können wir tun, um körpereigene Erleuchtungsprozesse zu fördern?

Wer körpereigene Erleuchtungszustände erleben möchte, sollte sein Augenmerk verstärkt auf seine Zirbeldrüse richten. Indem wir Kunstlicht, insbesondere nach 22 Uhr, vermeiden, darauf achten, kein Fluor zu uns zu nehmen, unseren Körper von toxischen Stoffen entgiften und uns nicht länger emotionalen Zuständen wie Angst, Schuld oder Minderwertigkeitsgefühlen hingeben, legen wir den Grundstein für eine aktive Zirbeldrüse. Ausführlich dazu in diesem Artikel>>

Darüber hinaus können wir auch dafür sorgen, dass weniger MAO-Hemmer in unserem Körper aktiv sind. Ein Grund dafür, wieso unser Körper diese „Verhinderungs-Enzyme“ produziert, liegt nach Ansicht von Dieter Broers in unserer dominierenden Ego-Struktur. Wenn es uns gelingen würde, diese Struktur zu durchbrechen und hinter unser Ego zu schauen, würde dadurch die verhindernde Wirkung der MAO-Hemmer außer Kraft gesetzt werden, so vermutet Broers.

Zu solch einer Selbsterkenntnis gelangen wir am ehesten durchEinkehr nach innen und Innenschau, z. B. im Rahmen einer Meditation. Aber auch im Alltag können wir immer mal wieder innehalten und uns fragen, ob unser Handeln und Denken unserem wahren Selbst oder unseren Ego-Strukturen entspringt. Eine sehr schöne Möglichkeit ist es, sich vor Entscheidungen folgende Frage zu stellen „Was würde Liebe jetzt tun?“ und entsprechend zu handeln, falls möglich.

Gleichzeitig können wir über eine Ernährung, die nur wenig dieser DMT-Enzymhemmer liefert, dazu beitragen, dass mehr aktives DMT unsere Psyche erreicht und die Chancen auf einen bewusstseinserweiternden Zustand verbessert. Wichtig hierzu ist in erster Linie, tierisches Eiweiß zu reduzieren und sich vor allem von frischen und natürlich aufgewachsenen Lebensmitteln aus biologischem Anbau zu ernähren. Wie eine solche Ernährung aussehen sollte, darauf kommen wir in einem der nächsten Artikel zu sprechen.

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