Das Neuro-Typing Seminar bei Christian Thibaudeau

Eine Fachfortbildung auf höchstem Niveau mit ganz neuem Inhalt!

Am 11. und 12. November war ich Köln-Ehrenfeld, im Urban-Athletes, dem Privattrainingsgym von Marcel Seidscheck. Der Grund dafür war das Neuro-Typing-Seminar von Christian Thibaudeau. In diesem Artikel möchte ich einen kleinen Bericht über meine Eindrücke wiedergeben.

Pünktlich zum Start von Karneval

Das erste Neuro-Typing-Seminar von Christian Thibaudeau in Deutschland fand genau zu Beginn von Karneval in der „Karneval-Hochburg“ Köln statt! Um genau zu sein im Stadtteil Köln-Ehrenfeld, im Urban-Athletes. Die Bahn war voll mit verkleideten alkoholisierten Menschen, die Karnevalslieder sangen. Ich kam mir ein wenig fehl am Platz vor, aber es war bei weitem nicht so schlimm, wie befürchtet. Eigentlich war es sogar ganz lustig.

Ich bin schon am Freitag angereist, um meine Unterkunft zu beziehen und das Urban-Athletes-Gym auszukundschaften. Am Samstag um 9.00 Uhr sollte das Seminar losgehen. Um morgens pünktlich vor Ort zu sein, bin ich freitags abends schon mal den Fußweg abgegangen und habe das Gym auch sofort gefunden. Es befindet sich im Industriegebiet von Köln-Ehrenfeld und lag ungefähr 15 Gehminuten von meiner Unterkunft entfernt.

Christian Thibaudeau in „live“

Am Samstag morgen war es knackig kalt in Köln-Ehrenfeld. Kalt aber dennoch sonnig, mit weitestgehend blauem Himmel. Obwohl es noch relativ früh war, begegneten mir trotzdem schon einige fröhlich-angeheiterte Karnevalisten. Unterwegs fragte ich mich, ob Christian Thibaudeau wohl auch seinen Stock dabei haben würde, mit dem man ihn immer in den Videos von anderen Seminaren und Vorträgen sieht?

Als ich am Urban-Athletes ankam, traf ich dort als erstes Sebastian Benz, der eine Woche zuvor den Onlineshop www.mystrengthtools.de eröffnet hat. Sebastian und ich standen bereits über Email in Kontakt und haben uns zu diesem Seminar verabredet. Die Begrüßung war herzlich und ich fühlte mich so, als ob wir uns schon länger kennen würden.

Sebastian hat anlässlich des Seminars einige Prototypen seiner eigens entworfenen und spezialisierten Strength-Tools mitgebracht, wie z. B. die Full Speed Device. Er verfügt über ein breitgefächertes und tiefgehendes Wissen, was Krafttraining anbelangt und hat einige sehr gute Aus- und Weiterbildungen in diesem Bereich absolviert. Sebastian will sich auf die Produktion und den Vertrieb von Strength-Tools spezialisieren, die es in einer solchen Form in Europa bislang noch nicht gibt.

Tipp: Wer ernsthaft trainiert, sollte unbedingt den Shop von Sebastian im Auge behalten und ich freue mich, demnächst einige seiner Produkte testen zu dürfen (darüber werde ich dann in einem gesonderten Artikel berichten).

Nachdem wir einige Informationen ausgetauscht hatten, füllte sich so langsam der Vorraum des Urban-Athletes, die Tür zum eigentlichen Gym war allerdings noch verschlossen. Es kamen Personal Trainer und Athleten aus ganz Deutschland, aus Frankreich, Belgien, Dänemark und Schweden. Insgesamt habe ich 18 Personen gezählt. Die ersten lockeren Gespräche entstanden, als Marcel Seidscheck um kurz vor neun eintraf und die Pforten zum Gym eröffnete.

Beim Einlass fiel mein Blick direkt auf Christian Thibaudeau höchstpersönlich, der bereits im Raum war und, ein wenig nervös wirkend im vorderen, bestuhlten Bereich des Gyms auf uns wartete. Die Frage nach dem Stock war schnell geklärt: Er hatte ihn dabei, alles wirkte exakt so, wie in den Videos. Die Gruppe näherte sich, einige schienen Christian bereits zu kennen und begrüßten ihn persönlich. Ich nahm in der dritten Reihe Platz, obwohl vorne noch alles frei war.

Christian Thibaudeau „in live“ zu sehen, war schon eine Reise wert! Nachdem ich so ziemlich alle Artikel und Bücher, die er bislang veröffentlicht hatte, gelesen und alle seine Videos gesehen und Podcasts gehört habe, freute ich mich, ihn mal in Natura zu sehen. Ich hatte in den vergangenen sechs Monaten davor bereits sechs sehr hochwertige Seminare und Weiterbildungen besucht und war nun gespannt, wie das Seminar mit Christian Thibaudeau werden würde.

Christian war genau so, wie man ihn auf Video erlebt, ganz nach dem Motto „you get, what you see…“. Er ist auch genau so breit und massiv, wie er im Video wirkt. Hinter ihm befand sich ein Flipchart und ein großer Ventilator, der mit voller Stärke arbeitete.

Er forderte uns direkt auf, so viele Fragen wie möglich zu stellen, da die Teilnehmer dadurch den Verlauf und Gehalt des Seminars maßgeblich mitgestalten. Die erste Frage war „Warum der Ventilator?“, da es immerhin recht kalt war.

Der direkte Einstieg ins „Neuro-Typing“

Christian antwortete auf die Frage nach dem Ventilator „das liegt an meinem neurologischen Profil: Ich bin Typ 2A und reagiere deshalb sehr sensitiv auf Noradrenalin. Sobald es zur Ausschüttung von Noradrenalin kommt, steigt die Körpertemperatur und um übermäßiges Schwitzen zu vermeiden brauche ich bei Seminaren den Ventilator. Zudem bin ich Asperger und brauche das Hintergrundgeräusch, ich brauche auch zum Schlafen ein gewisses Hintergrundgeräusch!“

Damit war die erste Frage geklärt und das Eis gebrochen. Christian erklärte, dass Typ 2A relativ unsicher ist und über wenig Selbstvertrauen verfügt, solange sein Noradrenspiegel niedrig ist. Um sich sicher und selbstbewusst zu fühlen, braucht 2A einen gewissen „Noradrenalinkick“ und sobald dieser wirksam wird, kann er buchstäblich den „Schalter umlegen“ und zur Höchstform auflaufen.

Um vor einem Publikum sprechen zu können und dabei auch noch unterhaltsam, motivierend und witzig zu sein muss Typ 2A die Noradrenalinausschüttung stimulieren. Ein Seminar sei für ihn jedes Mal eine besondere Herausforderung, aufgrund seiner Unsicherheit.

Damit waren wir direkt beim Thema und die Sympathie war sofort hergestellt. Die Gruppe klebte bereits an den Lippen des Kanadiers und nach einigen weiteren Fragen ging es los mit zwei wichtigen Hormonen.

Insulin und Cortisol

Christian erklärte, dass Insulin und Cortisol die beiden wichtigsten Hormone bezüglich „Bodycomposition“ (Körperzusammensetzung = Verhältnis von Körperfett und Muskelmasse), allgemeiner Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit sind.

Jeder Mensch kann zu seiner Bestform kommen und aus voller Motivation heraus große Dinge bewegen. Sowohl die Bodycomposition betreffend, aber auch was maximale Leistungsfähigkeit und ein erfülltes und zufriedenes Leben angeht.

Ob jemand in seinen Idealzustand kommt, hängt davon ab, wie gut jemand mit Stress und Belastungen umgehen kann, und das Problem der meisten Menschen sei ein chronisch erhöhter Stresspegel (= Hypercortisolismus).

Wenn wir uns nicht mehr richtig von Stress jeglicher Art erholen, kommt es zu chronisch erhöhten Cortisolspiegeln und die sorgen dann dafür, dass Muskelmasse abgebaut und Körperfett und Wasser eingelagert werden. Das exakte Gegenteil dessen, was die meisten Menschen durch Körpertraining erreichen wollen, nämlich Muskelaufbau, Fettverbrennung und „lean“ werden.

Wenn wir nicht unserem neurologischen Profil entsprechend leben, trainieren und regenerieren, ist ein chronisch erhöhter Cortisolspiegel die Folge und das ist der Hauptgrund dafür, dass Training und Ernährung bei den meisten Menschen nicht zum ersehnten Ziel führen. Motivationsverlust, Frustration, innere Unausgeglichenheit bis hin zu ernsthaften neurologischen, hormonellen und allgemeinen gesundheitlichen Problemen sind dann die Folge.

Ein chronisch erhöhter Cortisolspiegel signalisiert dem Körper ständig „Flucht und Kampf“ und versetzt uns praktisch in dieselbe neuro-endokrine Situation, wie wenn wir uns in akuter Lebensgefahr befinden würden.

Ein erhöhter Cortisolspiegel mobilisiert Glykogen aus den Leber- und Muskelzellen und erhöht dadurch den Blutzuckerspiegel. Darüber hinaus führt ein chronisch erhöhter Cortisolspiegel sogar dazu, dass der Körper Glukose aus körpereigenem Muskelprotein herstellt, durch die sogenannte „Glukoneogenese“. Der Körper löst bei chronisch erhöhten Cortisolspiegeln also auch wertvolles Muskelgewebe auf, um daraus Glukose herzustellen!

Die freigesetzte Glukose wird dann in den Blutstrom befördert, um genug Energie für „Kampf und Flucht“ zur Verfügung zu stellen und dadurch wird der Blutzuckerspiegel erhöht. Ein erhöhter Cortisolspiegel führt also auch zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel, der solange erhöht ist, wie auch der Cortsiolspiegel erhöht ist.

Demnach verursachen Dauerstress und Hypercortisolismus neben Bluthochdruck auch chronisch erhöhte Blutzuckerspiegel und darauf reagiert der Körper mit der verstärkten Ausschüttung von Insulin.

Christian erläuterte schnell und effizient, wieso chronischer Stress zu chronisch erhöhten Blutzuckerspiegeln und damit auch zu einer chronisch gesteigerten Insulinproduktion führt, die mit der Zeit eine Insulinresistenz nach sich zieht. Diabetes ist demnach auch eine Folge von Stress und der kann leicht entstehen, wenn wir nicht unser neurologisches Profil beachten.

Die fünf Neuro-Typen

Der erste Seminartag war der Vorstellung und Erläuterung der fünf Neuro-Typen gewidmet. Die Einleitung mit Insulin und Cortsiol diente praktisch als Vorlage dafür, dass jeder Neuro-Typ anders auf Stress und Belastungen reagiert und wenn jemand entgegengesetzt seines natürlichen Profils trainiert, kann es leicht passieren, dass dadurch übermäßig viel Cortisol chronisch ausgeschüttet wird.

Das ist dann der Grund, weshalb das Training nicht funktioniert und es anstelle von Muskelaufbau und Fettverbrennung zu Wassereinlagerungen, dem Verlust bereits vorhandener Muskelmasse, zu Motivationsverlust, Frustration und Verletzungen kommen kann.

Die fünf Neuro-Typen entsprechen mehr oder weniger auch den fünf Elemente-Typen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM):

Neuro-Typ Dominanz Element TCM
Typ 1A Dopamin-Dominanz mit wenig Acetylcholin Element „Feuer“
Typ 1B Dopamin-Dominanz mit viel Acetylcholin Element „Holz“
Typ 2A Noradrenalin-Dominanz mit viel GABA/Serotonin Element „Wasser“
Typ 2B Noradrenalin-Dominanz mit wenig GABA/Serotonin Element „Erde“
Typ 3 Serotonin-Dominanz Element „Metall“

Eine Dominanz bedeutet, dass jemand hyper-sensitiv auf den entsprechenden Neurotransmitter reagiert und dass das unbewusste und bewusste Verhalten daraus ausgerichtet ist, genau diesen Neurotransmitter zu stimulieren. Das erklärt auch, weshalb es unterschiedliche Persönlichkeitstypen gibt und warum jeder Mensch unterschiedlich auf Situationen und Belastungen reagiert.

Im Training und im echten Leben

Das Wissen um die unterschiedlichen Neuro-Typen ermöglicht es dem Personal Trainer, für jeden Klienten individuelle Trainingsprogramme zu entwerfen, da jeder Typ unterschiedliche Reize benötigt, um Muskelmasse und Kraft aufzubauen, Körperfett zu verbrennen und seine Leistungen zu steigern.

Unabhängig vom Training hat man mit diesem System auch ein sehr effektives Tool, um „Menschen zu lesen“, wie Christian Thibaudeau es ausdrückte. Wir verstehen Menschen oft besser, wenn wir wissen, wodurch diese sich angetrieben, getriggert und motiviert fühlen und um dieses Verständnis zu erlangen, dient das Neuro-Typing-System als effektive Grundlage.

Alles weitere sind Erfahrungen, die man damit sammelt, das heißt, die Informationen wollen erprobt und erfahren werden, um dann in „Fleisch und Blut“ überzugehen. Je mehr man damit praktiziert und diese Informationen beim Coaching anwendet, desto treffsicherer, effektiver und schneller wird man damit. Christian meinte, dass er in der Regel schon nach wenigen Minuten genau weiß, welcher Typ vor ihm steht.

Er erläuterte die einzelnen Typen ziemlich genau und veranschaulichte alles durch persönliche Erfahrungsbeispiele und Anekdoten aus seinem Alltag als Personal Trainer. Wir alle haben schon Erfahrungen gemacht, mit ganz typischen und klassischen Vertretern der einzelnen Neuro-Typen:

Beispiele. Typ 1A redet z. B. laut und viel (v. a. viel über sich selbst), ist „Raum einnehmend“, selbstbewusst, dominant, aktiv, extrovertiert, sicher und weiß genau, was er/sie will, bzw. nicht will. Typ 3 hingegen, der sich am anderen Ende der Bandbreite befindet ist eher ruhig, schüchtern, introvertiert, unsicher, ängstlich usw. Typ 2 benötigt, um sich sicher und selbstbewusst zu fühlen ein positives Feedback von seinem Gegenüber. Vor allem 2A braucht das Gefühl, von seinen Mitmenschen respektiert und gemocht zu werden und sein gesamtes Verhalten ist darauf ausgerichtet, anderen zu gefallen.

Christian gab uns für jeden Typ exakte Erkennungsmerkmale, bezüglich Körperhaltung, Blickkontakt, Händedruck, die Art zu sitzen, zu stehen, sich zu bewegen, wie jemand spricht usw.

Er gab uns etliche Anhaltspunkte, die man beachten und anhand derer man die einzelnen Typen erkennt. Er erklärte, wie er Kundengespräche führt und auf welche Merkmale seiner Klienten er besonders achtet. Das gesamte Auftreten und Erscheinungsbild einer Person verrät viel über die Persönlichkeit und das Neurotransmitter-Profil.

Christian eröffnete uns tiefe Einblicke in seine Tool-Box und wie man damit „so ganz nebenbei“ wichtige Informationen erhält. Wenn wir unsere Klienten bzw. unser Gegenüber optimal lesen und verstehen können, sind wir in der Lage, zielgerichtete und effektive Trainingsempfehlungen zu geben.

Neuro-Typ gerechtes Training

Je besser ein Trainingsprogramm auf den jeweiligen Neuro-Typ maßgeschneidert ist, umso größer sind Motivation, Wohlbefinden und Trainingserfolg. Gibt man jemanden jedoch den „falschen Trainingsplan“, kommt es sehr schnell zum „neurologischen Crash“, worauf der Körper mit einer übermäßigen Cortisolausschüttung reagiert.

Beispiele.

Neuro-Typ benötigt im Training … sollte dringend vermeiden …
1A hohe Intensität/Schwere Gewichte hohes Volumen, lange Einheiten, Pumptraining
1B explosive und schnellkräftige Übungen, Stretch Reflex und hohe Intensität Deadstarts, langsame „grind“ Wiederholungen, strikte Pläne
2A Abwechslung innerhalb einer Trainingseinheit und von Training zu Training zu lange mit demselben Trainingsreiz arbeiten (wird schnell reiz-resistent)
2B Mind-Muscle-Connection, Pumptraining schwere Gewichte, explosive Bewegungsausführung
3 Struktur und Gewohnheit, immer dieselben Übungen in derselben Reihenfolge Abwechslung, schwere Gewichte und explosive Bewegungsausführung

Es gibt Korrelationen zwischen der Muskelfaserzusammensetzung und den einzelnen Neuro-Typen: Typ 1 hat hauptsächlich weiße schnellkräftige Fasern und braucht zur optimalen Stimulation deshalb eine hohe Intensität (Typ 1A = schwere Gewichte, Typ 1B = maximale Explosivität), Typ 2A hat ein ausgewogenes Verhältnis von weißen und roten Muskelfasern, weshalb er sowohl mit schweren Gewichten, explosiven Bewegungen, aber auch mit langsamen Bewegungen, Pumptraining und höheren Wiederholungszahlen bei leichteren Gewichten gute Resultate erzielt.

Typ 2B und 3 hingegen verfügen über mehr rote ausdauernde Muskelfasern und brauchen deshalb eine langsamere Wiederholungsausführung, längere TUT („time under tension“), mehr Volumen und sollten zu schwere Gewichte und eine explosive Bewegungsausführung vermeiden.

Am Ende des ersten Tages waren wir alle randvoll mit neuen Informationen und am zweiten Tag ging Christian ins Detail, was die genaue Trainingsplanung für die einzelnen Typen angeht.

Die Verbindung zur TCM

Am zweiten Tag gab es noch einen Vortrag von Matthieu, einem Freund und Kollegen von Christian, der aus Frankreich angereist war und dort ebenfalls als Personal Trainer arbeitet. Zugleich ist Matthieu auch ein Experte im Gebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM).

Er veranschaulichte welche Zusammenhänge es zwischen Neuro-Typing und den fünf Elemente-Typen der TCM gibt und welche „Querverbindungen“ zwischen den einzelnen Typen existieren.

Er erläuterte, weshalb es oft vorkommt, dass sich jemand z. B. als Typ 1A identifiziert, dennoch markante Eigenschaften von Typ 2B oder Typ 3 in sich trägt und wie sich all diese Aspekte unter einen Hut bringen lassen.

Interessant ist hier auch, dass chronischer Stress den eigentlichen Typ „maskiert“ und man plötzliche mehr Eigenschaften eines anderen Typs an den Tag legt. Dabei verschiebt sich das Ganze bei Stress um 1 – 2 Stellen nach rechts:

1A → 1B → 2A → 2B → 3

Das bedeutet, dass ein überstresster 1A-Kandidat plötzlich wie ein 1B oder 2A agiert oder dass 2A zu 2B oder 3 wird, solange der Stress anhält. Typ 3 hat keine Ausweichmöglichkeit nach rechts und er reagiert von allen Typen am sensibelsten auf Stress und rutscht bei chronisch erhöhten Cortsiolspiegeln schnell in eine regelrechte Depression ab!

Hält ein solcher Zustand lange an, kann es bei allen Typen zu ernsthaften gesundheitlichen, biochemischen und psychischen Problemen kommen. Durch die typgerechte Einstellung der Trainingsreize und der Regenerationsmaßnahmen kann man chronischen Stress verhindern, bzw. reduzieren und den Athleten schnell und effizient in seine Bestform bringen!

Mein Fazit

Das Thema Neuro-Typing fasziniert mich schon seit geraumer Zeit und ich habe sämtliche Informationen, die man dazu im Internet von Christian findet aufgesogen wie ein Schwamm.

Christian nun live beim Seminar zu treffen und von ihm selbst die konzentrierten Informationen auf dem neusten Stand (das System hat sich seit er damit anfing enorm weiter entwickelt) zu bekommen, ist mit Geld nicht wirklich aufzuwiegen!

Das Neuro-Typing-Seminar hat einen stolzen Preis, ist aber jeden einzelnen Cent wert, das kann ich definitiv sagen. Dafür bekomme ich auch keine Provision! Ich würde auch jederzeit wieder hingehen, da es eine so hohe Informationsdichte gab, dass man gar nicht alles auf Anhieb erfassen kann.

Ein echt fetter Brocken das Ganze und das in nur zwei Tagen! Damit werde ich wohl noch eine Weile zu tun haben, das alles zu verinnerlichen und in meinen Coachings anzuwenden. Für mich hat es sich definitiv gelohnt, dort hinzugehen und ich kann das Neuro-Typing-Seminar mit Christian Thibaudeau jedem empfehlen, der/die

  • selbst ernsthaft trainiert und sein volles Potenzial entfalten möchte
  • als Personal Trainer, Coach oder Berater arbeitet und hier effizient zielgerichtete Lösungen für Klienten entwerfen will oder
  • für jeden, der/die mit Menschen zu tun hat, therapeutisch und sozial tätig ist, seine Mitmenschen und auch sich selbst besser verstehen möchte

Wer nicht die Möglichkeit hat, ein Neuro-Typing-Seminar live bei Christian zu besuchen hat nun die Möglichkeit, das Ganze als Onlinekurs zu belegen. Dazu hat Christian Thibaudeau zusammen mit Ballistic Management Inc. eine Online-Certification zum „Neurological and Physical Typing“ entwickelt, die mit einem Abschlussexamen endet.

Hier geht’s zur Neurological and Physical Typing Certification, offizieller Start ist am 6. Dezember!

P. S.: In meinem neuesten Buch „Natural Body Building“ erläutere ich die Grundlagen des Neuro-Typings, um diese zum Aufbau maximaler Muskelmasse auf natürliche Weise ins eigene Training zu integrieren.

Jens Sprengel

Jens Sprengel

Jens ist Gründer und Betreiber von inspiriert-sein.de und schreibt zu den Themen Beweglichkeit & Körpertraining, Selbstheilungskräfte aktivieren & Gesundheitsoptimierung u.v.m.

Jens ist staatlich anerkannter Heilpraktiker, Cransio-Sacral-Therapeut, Personaltrainer, Verleger und Autor
Jens Sprengel

6 Kommentare zu “Das Neuro-Typing Seminar bei Christian Thibaudeau

  1. Hallo Herr Sprengel,

    wie immer sehr interessant!
    Ich hoffe es kommen in Zukunft noch mehr Artikel zu diesem hochinteressanten Thema!
    lg

  2. Hallo Jens,
    sehr sehr interessant, ich würde gerne mehr darüber erfahren.
    Die Kurs- Zertifizierung läuft auf Englisch ist dies demnächst auch auf Deutsch möglich ?
    Ich finde nicht nur für den Sport interessant sondern Privat/ Beruflich.
    sportliche Grüsse
    berthold, max

    • Hi Berthold, Max,

      das kann ich Dir leider nicht sagen. Vielleicht kann ich es aber in Erfahrung bringen.

      Du hast absolut Recht, das Wissen über die Neurotransmitter-Typen ist für verschiedene Themen interessant.

      Viele Grüße,
      Jens

  3. Pingback: Trainingsupdate und was sonst gerade los ist | Inspiriert-Sein.de

  4. Pingback: Intermittierendes Fasten für die 5 Neurotransmitter-Profile | Intermittierendes Fasten - Alles, was Du übers Intervallfasten wissen musst

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Dieses Formular speichert Ihre Email Adresse sowie den Inhalt, damit wir die Kommentare auf unsere Seite auswerten können. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen. Mit Absenden des Kommentares erklären Sie sich mit den darin beschriebenen Bedingungen einverstanden.