Das Bindegewebe als Ursprung aller Zellen, Fabrik, Abfalllager und der „Leim“, der alles zusammenhält

Osteoporose, Cellulite, Falten, Haarausfall, Krampfadern, Karies, Parodontose, Doppelkinn, Rundrücken, Hohlkreuz, Bandscheiben- und Meniskusschäden, Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen wie Skoliose, Bechterew, Scheuermann, Arthrose, Rheuma, Plattfüße, Senkfüße, Spreizfüße, Hallux, Fehlhaltungen, Haltungsschäden, chronische Schmerzen im Bewegungsapparat, Bluthochdruck, Lymphstau, Fettleibigkeit, Übersäuerung, frühzeitiges Altern und eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität haben ihre Ursache häufig in einem dauerhaft gestörten Milieu des Bindegewebes.

Vieles andere hat ebenfalls seine Ursache im Bindegewebe. Das Bindegewebe ist ursächlich.
Die Zelle des Bindegewebes ist die multipotente, mesenchymale, indifferenzierte Stammzelle unseres Körpers – aus ihr entstehen alle anderen Zellen.

Das Bindegewebe ist damit sowohl der „Leim“, der alles zusammenhält, als auch die grundlegende Matrix, aus der alle anderen Körperzellen hervorgehen und in der alle benötigten körpereigenen Substanzen nach Bedarf hergestellt werden können.

Das Bindegewebe ist ursächlich und alles umfassend.

Der Blick der modernen Wissenschaft – und sein blinder Fleck

Unser Fokus liegt meist auf dem Herz-Kreislauf-System, den Knochen, Gelenken und der Wirbelsäule, den Muskeln, Drüsen und Nerven. Die moderne westliche Wissenschaft ist stark auf das Unterteilen, Trennen und Separieren spezialisiert.

Experten dringen in jedem Fachbereich immer tiefer vor – in immer kleinere Details und Einzelteile. Dadurch wurden zweifellos wichtige Erkenntnisse gewonnen, etwa über den Zellstoffwechsel, die Mitochondrien, Hormone, Neurotransmitter oder Rezeptoren.

Doch dabei ist etwas Entscheidendes verloren gegangen: der Überblick.
Das „Große Ganze“, die verbindende Einheit, die uns das Wesentliche auf einen Blick erkennen lässt, ist weitgehend aus dem wissenschaftlichen Fokus verschwunden.

Wir wissen vieles – und haben dennoch keinen Plan, wage ich zu behaupten. Ganz gleich, ob es um Sport, Fitness und Leistungssteigerung, Gesundheitspflege, Krankheits- und Verletzungsprophylaxe, gesundes Altern oder gar zelluläre Verjüngung geht.

Für all diese Bereiche liegt ein zentraler Schlüssel im Bindegewebe.

Der Osten ist uns weit voraus

Bis vor wenigen Jahren war in der westlichen Welt vergleichsweise wenig über das Bindegewebe und insbesondere über das Fasziensystem bekannt. Erst seit den frühen 2000er-Jahren widmen sich zunehmend auch westliche Forscher intensiv diesem Thema.

Damit hinken wir Kulturen wie den indischen, chinesischen oder auch russischen Traditionen um mehrere hundert, teilweise sogar tausend Jahre hinterher. Dort ist die zentrale Bedeutung des Bindegewebes schon sehr lange bekannt.

Vor allem wird das Bindegewebe dort nicht als isoliertes Einzelteil, sondern als integraler Bestandteil des gesamten Körpers betrachtet – als verbindendes, regulierendes und kommunizierendes System.

Das Bindegewebe als „Leim“, der alles zusammenhält

Wie der Name bereits andeutet, verbindet das Bindegewebe Deinen Körper zu einer funktionellen Einheit. Es ordnet und strukturiert Organe, Muskeln, Drüsen, das Herz-Kreislauf-System, das Verdauungs- und Nervensystem und hält alles an seinem Platz.

Es schenkt Dir Halt und Stabilität, aber auch Elastizität, Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit – all das, was ein biologischer Körper im Schwerefeld benötigt. Im Bindegewebe finden sich Strukturen, die Druck-, Zug-, Torsions- und Scherkräfte aufnehmen, weiterleiten und ausgleichen können.

Einige Bindegewebsstrukturen müssen hart und stabil sein, wie die Knochensubstanz, andere dagegen weich und hoch elastisch, wie etwa das Bauchfell, das Deine Bauchorgane umhüllt.

Da auch alle anderen Körperzellen in ihrem Vorläuferstadium aus derselben „Blaupause“ entstehen – der multipotenten mesenchymalen Stammzelle – kann das Bindegewebe mit Recht als ursächlich für alle Körperzellen bezeichnet werden.

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Bindegewebszellen sind multipotent

Die mesenchymalen Stammzellen des Bindegewebes sind multipotent. Das bedeutet, dass aus ihnen sämtliche Zelltypen hervorgehen können – egal, ob Muskelzelle, Leberzelle, Nervenzelle oder Knochenzelle.

Alle Zellen Deines Körpers entstehen somit aus diesen unspezifischen „Rohlingen“.
Das macht sie essentiell für zelluläre Erneuerung, Regeneration und Verjüngung aller Organe, Gewebe und Systeme Deines Körpers.

Das Bindegewebe als Labor und Abfalllager

Im Bindegewebe werden zudem zahlreiche körpereigene Stoffe hergestellt: Enzyme, Proteine, Botenstoffe und vieles mehr. Es fungiert als Fabrik, Chemielabor, Speicher- und Abfalllager zugleich und verfügt über ein eigenes internes Transportsystem.

Ohne das Bindegewebe wärst Du im wahrsten Sinne des Wortes aufgeschmissen.
Es ist an der Zeit, Dein Bindegewebe zu ehren, zu nähren, zu reinigen und gezielt zu trainieren.

Ein spannendes und umfassendes Thema

Dieser Artikel bildet den Auftakt zu weiteren Beiträgen rund um die Themen Bindegewebe und Fasziensystem. Ich beschäftige mich seit einiger Zeit intensiv mit diesen tiefgründigen, weitreichenden und äußerst spannenden Zusammenhängen und habe in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits umfangreiche Erkenntnisse gesammelt.

Da das Thema sehr umfassend ist, gilt es nun, diese Inhalte logisch, strukturiert und gut verwertbar aufzubereiten.

In den folgenden Teilen werden wir uns unter anderem damit beschäftigen,
wie Du Dein Bindegewebe sinnvoll trainieren, ernähren und reinigen kannst.

Aufzeichnung vom Webinar zum Thema Faszien und Bindegewebe mit Jens

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Dieser Artikel ist ursprünglich am 25. Januar 2020 erschienen und wurde zuletzt überarbeitet im Januar 2026.

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