Warum provozieren uns die Menschen, die wir am meisten lieben, am stärksten? Und was hat unser Höheres Selbst damit zu tun?

In diesem Vortrag geht es um die Frage, wie wir Konflikte in Beziehungen nutzen können für die eigene – auch spirituelle – Entwicklung.

Es geht um:

  1. Warum sind enge, intime, also vertraute Beziehungen so anstrengend?
    → die Herausforderung mit der Ursprungsfamilie und den eigenen Kindern
    → die Dynamik von Paarbeziehungen
  2. Was hat unser Höheres Selbst damit zu tun?
  3. Und wie können wir Beziehungskonflikte nutzen als Booster für die eigene (spirituelle) Entwicklung?

Beziehungskonflikte als Chance für die eigene (spirituelle) Entwicklung?

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Welche Beziehungen sind besonders schwierig für Dich?
Mit wem gibt es die meisten Konflikte?

Die besonders schwierigen Beziehungen sind in der Regel

  • mit dem Partner, der Partnerin = intime Beziehungen
  • mit den Eltern, Geschwistern, der Ursprungsfamilie
  • mit den eigenen Kindern
  • manchmal auch mit engen Freunden oder dem Chef und den Kollegen

Oft sind es die Menschen, die wir am meisten lieben, die uns am meisten provozieren = antriggern. Damit zählen sie unseren bes­ten Lehrern, denn Trigger sind Wachstumsmöglichkeiten und diejenigen, die uns triggern, sind Unterstützer auf unserem geistig-spirituellen Weg.

Die Dynamik von Beziehungen

In der Ursprungsfamilie erhalten wir unsere Ur-Wunden.
→ hier entsteht unser verletztes Kind. In der Begegnung als Erwachsene wird diese Thematik angetriggert.
Stichwort: Entwicklungs- und Bindungstrauma (nicht unbedingt Schocktrauma – siehe Interview mit Koch-Kersten, evtl. auch frühere Leben)

→ Grundbedürfnisse werde nicht ausreichend erfüllt aufgrund der eigenen ungelösten Themen der Eltern → Vernachlässigung, Grenzüber­schreitung, Verwicklung, im schlimmsten Fall Gewalt emotional und körperlich
→ Trauma führt zu existentieller Selbstverneinung = verletztes, bedürftiges Ich (Chakra 2) – das hal­ten wir kaum aus, wird verdrängt! → im Kontakt mit Ursprungsfamilie wird das leicht angetr.

Bei unseren Kindern werden die eigenen noch ungeheilten Wunden angetriggert.
Wenn in mir ein bedürftiges Kind wohnt, wird dieses durch die Bedürfnisse des Kindes ange­triggert, das kann zum Widerwillen führen die Bedürfnisse des Kindes zu erfüllen.

Mit dem Partner kollidieren unsere Abwehrmechanismen.
→ Sehnsucht nach einer Liebesgeschichte mit dem ewigen Happy End = kindliche Symbiosewünsche = Cindarella Programmierung

Wenn wir uns verlieben, haben wir den Eindruck: „Mit diesem Menschen an meiner Seite wird alles gut. Mit ihm werde ich glücklich sein – für immer und ewig.“

Die Hoffnung, die unerfüllten Bedürfnisse aus der Kindheit durch DIESEN Menschen gestillt zu bekommen, leitet die Partnerwahl und führt in der Regel zu einem „bösen“ Erwachen.

Wir projizieren die unerfüllten Bedürfnisse unserer Kindheit oft auf unseren Partner!
→ unser bedürftiges Kind sucht den Partner aus! → Kollision der Überlebensmuster der bedürftigen inneren Kindern → Konflikte sind vorprogrammiert!
→ Diese Sehnsuchtserfüllung vom Partner abhängig zu machen ist zum Scheitern verurteilt!

„Wir alle heiraten unser unerledigtes Geschäft. Die meisten von uns enden in einer Partnerschaft mit einem allzu bekannten Versagen, Limitierung oder Kränkung (meine Anmerkung: aus der Ursprungsfamilie). Wir werden in die Suppe unserer Beziehungstraumata aus der Kindheit zurückgeworfen.“ Terrence Real

Noch mal zusammen gefasst:

  • Wir leben in einer nicht perfekten Welt
  • die meisten Eltern tragen selbst unerlöste Themen mit sich
  • sie können die Grundbedürfnisse ihrer Kinder nicht so erfüllen, wie es nötig wäre
  • selbst ohne Schocktrauma erfährt so heute fast jeder von uns Entwicklungs- und Bin­dungstraumata (= alltägl. Mangel an Verbindung iSv Vernachlässigung oder aufdringlich kon­trollierend = nur das darfst Du tun, denken, fühlen) → das geht einher mit der Erfahrung „Wenn ich das, was ich brauche, nicht bekomme, muss etwas mit mir falsch sein. So, wie ich bin, bin ich nicht gut genug / nicht liebenswert / mit mir stimmt was nicht“
  • die erlebte Fremdverneinung wird zur Selbstverneinung (= verletztes 2. Chakra)
  • damit geht eine existentielle Angst / Bedrohung einher, die Kinder unter 3 Jahren erleben, weil sie für ihr Überleben abhängig sind von der Versorgung der Eltern
  • diese lebensbedrohliche Angst ist unaushaltbar und muss verdrängt bzw. abgewehrt, um nicht mehr gefühlt werden zu müssen
  • Kind passt sich an, entwickelt Überlebensmuster als Abwehr-/Vermeidungsmuster gegen diese chronisch gefühlte Bedrohung = kompensierendes 3. Chakra
  • bei Alarm im NS rutschen wir in unser angepasste Kind, das kein WIR-Bewusstsein hat (Ggü wird zum Feind), sondern es geht allein um Selbsterhaltung → = Fight – Flight – Fix → Konflikt / Streit
  • = sehr intelligenter Prozess der Natur, der uns und unser Überleben schützt, zum Problem wird es erst, wenn wir darin stecken bleiben und dann später auch ohne objektive Bedrohung für Leib und Leben in unser impulsiv-reaktives, abwehrendes oder harmonie­süchtiges Muster verfallen = wir reagieren dann nicht auf das, was im Hier und Jetzt geschieht, sondern sind eingefroren in der Vergangenheit

Bsp.: Partner will den Abend mir Freunden verbringen, bei Partnerin wird Verlassen­heitswunde angetriggert.
Partnerin teilt ihren nach Kontakt mit, Partner fühlt sich bedrängt, eingeengt.

  • im Kontakt mit den eigenen Eltern und Geschwister (= Ursprungsfamilie) werden diese Ängste leicht angetriggert, da sie oft hier ihren Ursprung finden (kann auch bei den Großeltern sein, anderen Verwandten, Bekannten, Schule oder später) → konfliktreich
  • die eigenen Kinder triggern die verletzten Anteile ebenfalls an → konfliktreich
  • die insgeheime Sehnsucht hinter der Partnerauswahl =, dass der Partner die damals zu kurz gekommenen kindlichen Bedürfnisse erfüllt
  • das funktioniert aber meistens nicht
  • stattdessen treffen die beiden Sehnsüchte zweier bedürftiger Kinder aufeinander
  • das führt dazu, dass sich die Partner leicht gegenseitig antriggern → Konflikte entsteh­en, bei denen die angepassten ICH-Bewusstseine mit ihren Überlebens- und Abwehrmuster miteinander streiten.

Oft passen die Urwunden und Überlebensmuster in intimen Partnerschaften wie die Faust aufs Auge
unser eigenes Beispiel: wir sind beide Figther = selbstgerechte Empärung → leichte Eskalation

Dass enge, intime = vertraute Beziehungen unsere Ur-Themen an­triggern, ist keine böse Laune der Natur, sondern geführt von unserem Höheren Selbst!

Denn, was ist das Ziel unseres HS? Dass wir glücklich sind? NEIN! Sondern, dass wir uns entwickeln = rück-erinnern, wer wir wirklich sind! Denn wir sind nicht die verletzten Anteile in uns und auch nicht unsere Überlebensmuster!
→ Die Probleme in Beziehungen dienen als Katalysator, die eigenen Themen zu konfrontieren und damit zu arbeiten, sie zu heilen.
→ so werden wir ganz und fähig als Mensch = authentisch Ich
= die Basis für die Entfaltung unseres wahren Selbst und der Verkörperung spiritueller Qualitäten

Krishnamurti: „Die wahre Befreiung ist die Freiheit von unseren eigenen automatischen Reaktionen.“ = Fight – Flight – Fix

Brigitte Koch-Kersten: „Glücklich sein in Partnerschaft gelingt in dem Maße, wie wir uns erlauben, zwar unsere Sehnsüchte wahrzunehmen, deren Erfüllung aber nicht vom Partner abhängig zu machen. Das gesuchte Glücklichsein ist um ein Vielfaches größer, wenn wir die Qualitäten wie Liebe, Halt Kraft und Geborgenheit in uns selbst entdecken. Das erfordert Arbeit, Selbsterforschungs- und Selbstentwicklungsarbeit.“

Terrence Real: „Was eine großartige Beziehung ausmacht, ist nicht, diese Retraumatisierung zu vermeiden, sondern sie zu bewältigen.“

Beziehung als Chance und Trigger als Entwicklungsmöglichkeit

  • Unsere Partner sind nicht verantwortlich für unsere verletzten, bedürftigen Anteile!
  • Als Erwachsene sind wir dafür selbst zuständig!
  • Die Vergangenheit, die wir nicht heilen, wird uns immer wieder einholen.
  • Was wir in dieser Beziehung nicht lösen, nehmen wir mit in die nächste.
  • Das heißt nicht, dass sich zu trennen der falsche Weg ist. Wenn Missbrauch stattfindet und Gefahr für Leib und Leben vorhanden ist, geht der Schutz von Körper und Psyche vor.
  • Solange wir etwas lernen können und nicht dabei kaputt gehen, könnte es heißen: Beziehung als Chance! Danke, dass Du mich triggerst 🙂 Betrachte Trigger nicht als Bedrohung, sondern als eine Möglichkeit, zu wachsen und zu reifen.
  • Auch, wenn der andere nicht an sich arbeiten möchte, wir können es tun. Oft wird sich dadurch die Beziehungsdynamik verändern. Eine Garantie dafür gibt es nicht. Du kannst nicht immer den Partner / Freund / Elternteil haben, den Du willst, aber zu dem Ich werden, das Du sein willst!

Arbeit an sich selbst für mehr Harmonie in Beziehungen und für die eigenen spirituelle Entwicklung – Stichwort verkörperte, gelebte Spiritualität: Es ist einfach spirituell zu sein, während Du auf dem Sitzkissen meditierst, aber wir spirituell kannst Du sein, wenn Dich Dein Gegenüber triggert?

Beziehungsarbeit = Arbeit mit den eigenen Themen und Triggerpunkten:

1. Erkennen der eigenen Abwehr- und Überlebensmuster
= Was triggert mich und wie reagiere ich, wenn ich getriggert bin? Und als wer will ich handeln? → sehr gut dazu Beziehungsraster nach Terry Real oder auch GFK-Prozessarbeit

2. Trigger- und Traumaarbeit

  • verschiedene Methoden zur Regulation des Nervensystems wie zB Atemtechniken, Achtsam­keit- und Bewusstseinsübungen, Körperarbeit
  • bejahende Widerstandsarbeit, Aufbau liebevoller Selbstbejahung + gesundem Selbstwert
  • innere Kindarbeit mit dem verletzten + angepassten Kind, um die Reaktion auf Trigger abzuschwächen oder sogar ganz aufzulösen = Prozessarbeit nach Koch-Kersten, Huber, Pey­ton, Erasmus, Gonzales, Rosenberg, Real → zB empathische Zeitreisen in die Vergangenheit + Auflösung unbewusster Verträge, Programmierungen, Ahnen- und Astrastraleinflüsse

3. Erlernen von Werkzeugen für beziehungsförderliches Verhalten und Kommunikation
z. B. die Prinzipien einer einfühlsamen, achtsamen und klaren bedürfnisorientierten Kommunikation (Gewaltfreie Kommunikation), liebevoll einstehen für mich / ich + Du

Weil Beziehungsarbeit Arbeit an den eigenen Triggerpunkten und unausgeheilten Traumata bedeutet = förderlich für die (sprituelle) Entwickelung, denn:

  • durch diese Arbeit integrieren wir abspaltene PK-Anteile = werden wir ganz Ich = authentisch Ich = Persönlichkeitsentfaltung
  • die Arbeit mit den eigenen Triggern erfordert Achtsamkeit. Wir üben uns darin, nicht mehr unbewusst-automatisch aus dem Bewusst­sein unsere kindlichen Anteile zu reagieren, sondern aus unserem bewussten erwachsenen Ich = Higher Mind oder sogar 3. Auge.
  • Dieses Bewusstsein zu erreichen = eine Voraussetzung für spirituelle Entwicklung und macht uns bereit, für die Verkörperung unseres Höheren Selbst.

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Marion & Jens
Gelebte Begeisterung - Verkörperte Spiritualität

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