Blutsauger als natürliche Hilfe gegen Entzündungen und Schmerzen bei Arthrose-Erkrankungen

Arthrose behandeln ohne Medikamente und dennoch erfolgreich Schmerzen lindern und die Bewegungsfreiheit verbessern? Das ist möglich! Prof. Dr. Andreas Michalsen behandelt seine Arthrose-Patienten mit der Blutegel-Therapie und erzielt dabei erstaunliche Resultate ganz ohne unerwünschte Nebenwirkungen.

Blutegel-Therapie sinnvoll und bewährt, um Artrhose zu behandeln

Ich lese gerade das Buch „Heilen mit der Kraft der Natur“* von Prof. Dr. Andreas Michalsen und es passiert selten, dass ich schon nach wenigen Seiten das Lesen unterbreche, um einen Artikel zu schreiben. Dieses Mal ist es jedoch so. Denn das, was Michalsen über die Therapieerfolge mit Blutegeln insbesondere bei Arthrose schreibt, möchte ich gerne festhalten und mit Ihnen teilen.

Dr. Michalsen schreibt: „In der Gesamtbewertung sind Blutegel die bestmögliche beschwerdelindernde Therapie bei schmerzhaften Arthrosen – besser als Antirheumatika, Schmerzmittel und manche Operationen“. Na, wenn das mal keine guten Nachrichten für alle Arthrose-Patienten sind.

Wer ist Prof. Dr. Andreas Michalsen?

Prof. Dr. Andreas Michalsen ist Professor für Klinische Naturheilkunde an der Berliner Charité und Chefarzt der Abteilung Naturheilkunde am Immanuel Krankenhaus Berlin. Durch seinen Großvater und seinen Vater, beide ebenfalls der Naturheilkunde zugewandte Ärzte, kam Michalsen schon früh mit dem Thema Aktivierung der Selbstheilungskräfte durch simple natürliche Maßnahmen in Berührung. Kein Wunder also, dass er auch selbst als praktizierender Arzt den Verfahren aus der Naturheilkunde offen gegenüber steht.

Seine Schwerpunkte liegen im Bereich der Mind-Body-Medizin (= Mediation, Yoga, Stressreduktion), der Ernährungsmedizin und des Heilfastens sowie den ausleitenden Verfahren. Zusammen mit seinem Team erforscht er diese und andere seit Jahrhunderten bewährten Maßnahmen und publiziert die Ergebnisse in renommierten Fachzeitungen und referiert international darüber.

An der Klinik für Naturheilkunde in Essen bekam Michalsen die Möglichkeit, selbst mit medizinischen Blutegeln zu forschen. Dabei stellte er fest, dass die Blutegel-Therapie bei Patienten mit Kniearthrose in Bezug auf Schmerzlinderung und Bewegungsfähigkeit effektiver wirkte als die konventionelle Physiotherapie. Dass der Grund für die Erfolge allein einer Placebo-Wirkung zu verdanken ist, konnte inzwischen durch weitere Studie an der Universitätsklinik Aachen ausgeschlossen werden.

Was ist Arthrose?

Arthrose zählt zu den weltweit häufigsten Gelenkerkrankungen überhaupt. Fünf Millionen Menschen sind allein in Deutschland von dieser Erkrankung betroffen. Dabei handelt es sich um eine zunehmende Zerstörung des Knorpels der Gelenke. Dadurch reiben die Knochen aufeinander, weil die schützende und abpuffernde Knorpelschicht, die zwischen den Knochen liegt, immer weiter geschädigt ist. Das umliegende Gewebe entzündet sich und kann anschwellen. Betroffene leiden unter Schmerzen und Steifheit der betroffenen Gelenken. Neben genetischen Faktoren steigern Übergewicht, Fehlbelastungen und Bewegungsmangel das Risiko an Kniearthrose zu erkranken.

Arthrose behandeln: Das macht die Schulmedizin

Laut Schulmedizin ist Arthrose nicht heilbar. Die herkömmlichen Behandlungsmethoden zielen auf Linderung der Schmerzen und Verzögerung einer Verschlimmerung ab. Die Schulmedizin setzt bei Gelenkarthrose auf folgende Maßnahmen:

  1. Schmerzmittel
  2. Entzündungshemmer, vor allem durch Corticosteroide
  3. Physiotherapie und Ergotherapie
  4. orthopädische Hilfsmittel wie z. B. Schuheinlagen
  5. Hyaluronsäure und Glucosamin zum Schutz der noch vorhandenen Knorpelschicht
  6. Operation

Bei der Verordnung von Operationen bei Arthrose liegt Deutschland ganz weit vorne. Allein 180.000 künstliche Kniegelenke werden hier Jahr für Jahr durchgeführt. Dabei liefert eine Operation keine Garantie, dass es dem Patienten anschließend besser geht. Vor allem die Langzeitprognose von Operationen bei Kniearthrose sind wenig vielversprechend. Und die langfristige Gabe von Medikamenten ist ebenfalls mit vielen unerwünschten Nebenwirkungen verbunden. Umso besser, dass es alternative Behandlungsmöglichkeiten wie die Blutegel-Therapie gibt, deren Wirksamkeit sowohl kurz- als langfristig äußerst vielversprechend ist.

Blutegel = uralte und effektive Helfer

Zugegeben, der Gedanke an Blutegel, die sich an uns heften und unser Blut saugen, ist nicht besonders ansprechend. Und trotzdem zählen Blutegel als kleine Helfer mit großer Wirkung zu den ältesten Naturheilverfahren.

Wie Michalsen in seinem Buch schreibt, gibt es Hinweise darauf, dass die kleinen Sauger schon in der Steinzeit verwendet wurden. Sie finden sich wieder bei den Babylonier und im alten Ägypten und den Sanskrit-Schriften aus dem Ayurveda. Blutegel wurden schon damals eingesetzt zur Wundheilung, bei der Behandlung von giftigen Insektenbissen, zur Senkung von Fieber und zur Linderung von chronischen Kopfschmerzen. Genauso wie Aderlass, Abführen, Schröpfen und Fasten zählt die Behandlung mit Blutegeln zu den Ausleitungsverfahren.

Doch trotz der Erfolge der Blutegel-Therapie geriet sie im 19 Jahrhundert wieder in Vergessenheit. Erst als man in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Frankreich Thrombosen und Venenentzündungen erfolgreich mit Blutegeln behandelte und man beim Militär beobachtete, dass die kleinen Tierchen die Wundheilung verbesserten, erlebten die Egel eine Renaissance und werden heute dank Ärzten wie Michalsen wieder vermehrt eingesetzt – und das insbesondere bei (Knie-)Arthrose mit großem Erfolg.

Das passiert bei der Blutegel-Therapie

Beim Kontakt mit Haut, die warm ist und nach Glukose und Schweiß riecht, beißen die Blutegel zu. Mit ihren insgesamt 240 zwar winzigen, aber messerscharfen Zähnen verankern sie sich in der obersten Hautschicht. Dabei werden die Blutegel vorsichtig auf die betreffende Stelle gesetzt, die zuvor nur mit Wasser gesäubert werden sollte, weil die Tierchen sehr geruchsempfindlich sind und es sonst Probleme beim Andocken geben kann.

Zur Behandlung einer Kniegelenkarthrose werden vier bis sechs Blutegel rund um das Knie angelegt. Dabei saugen die Tierchen jeweils bis zu 50 ml Blut aus dem Gewebe, bei der eventuellen Nachblutung kommen nochmals ein paar Milliliter hinzu. Durch diesen Blutverlust wird das Blut angeregt, sich neu zu bilden. Allein darauf ist ein Teil der positiven Wirkungen zurückzuführen. Denn so wird das Zwischenzellgewebe gereinigt. Dadurch kommt es zu einer Entstauung des Gewebes, wodurch die Schmerzen sofort gelindert werden und langfristig die Versorgung des verbliebenen Knorpels durch die gesäuberte Gelenkflüssigkeit mit Nährstoffen verbessert wird.

Weil die Blutegel dabei betäubende und schmerzstillende Substanzen abgeben, tut ihr Biss in der Regel nicht sehr weh. Die meisten Menschen vergleichen das Gefühl mit einem Mückenstich. Sobald die Tierchen angedockt haben, beginnen sie mit ihrem „Job“ und saugen Blut. Dabei sondern die Tiere über ihren Speichel zahlreiche Stoffe ab, auf die die heilsame Wirkung der Blutegel-Therapie zurückzuführen ist.

So z. B. Hirudin, das, wie Forscher an der Universität Lausanne nachweisen konnten, zu den stärksten Blutgerinnungshemmern gehört und Gelenkentzündungen in Laborexperimenten deutlich reduzieren konnte. Das gleichzeitig ausgeschüttete Enzym Hyaluronidase sorgt dafür, dass die pharmakologisch wirksamen Substanzen der Blutsauger bis tief ins Gewebe dringen. Durch den kleinen lokalen Aderlass werden die Lymphe aktiviert, so dass Schwellungen sich reduzieren. Parallel dazu lösen der Biss und der Saugvorgang Nervenreize aus, die die Schmerzen ähnlich positiv beeinflussen wie eine Akupunktur.

Wie ein Team um Isolda Bascova, eine Professorin aus Moskau, herausgefunden hat, befinden sich im Speichel der Blutsauger mehr als 200 pharmakologisch aktive Substanzen! An ihrer Klinik wird die Behandlung mit Blutegeln auch bei Patienten mit Mittelohrentzündungen, Lebererkrankungen, Herzschwäche, Gicht an den Zehen und sogar bei Hämorrhoiden erfolgreich eingesetzt.

Nachdem die Tierchen sich vollgesaugt haben, fallen sie von alleine ab und die Wunde wird mit etwas Watte abgetupft und locker mit einem Verband geschlossen, damit sie in Ruhe nachbluten kann. Die Behandlung einer Kniegelenkarthrose mit Blutegeln dauert 1,5 bis 2 Stunden, und bereits wenige Tage nach dem Eingriff kann das Gelenk wieder voll belastet werden.

Wie gut wirkt die Blutegel-Therapie bei Arthrose?

Die positiven Wirkung einer Blutegel-Therapie sind umso stärker, je näher die Tiere an die betreffenden Gelenke gelangen. Daher sind die Erfolgsaussichten bei einer Kniegelenkarthrose deutlich besser als z. B. bei einer Hüftgelenkarthrose. Laut Michalsen stellt sich bereits drei Tage nach einer einmaligen Behandlung mit Blutegeln am Knie bei 80 % aller Patienten eine Schmerzlinderung um sage und schreibe mehr als 50 % ein.

Die positiven Effekte halten bei zwei Dritteln der Patienten mehr als drei Monaten an! Selbst nach 10 Monaten der Therapie braucht rund die Hälfte der Betroffenen immer noch deutlich weniger Schmerzmittel als vor der Behandlung.

Natürlich kann die Egel-Therapie die Arthrose nicht beseitigen, doch die schmerzstillenden und entzündungshemmenden Substanzen, die die Tierchen über ihren Speichel in den Bereich des Gelenks abgeben, führen dazu, dass sich die Patienten unmittelbar nach der Behandlung wieder besser bewegen können. Lässt die Wirkung nach, kann bedenkenlos eine weitere Runde der Blutegel-Therapie durchgeführt werden.

Um es deutlich auf den Punkt zu bringen: „Damit übersteigt die Wirkung der Blutegel – und das soll hier sehr deutlich gesagt sein – die Effektivität aller bisher bekannten konservativen schmerzlindernden Therapien der Kniegelenkarthrose bei Weitem. Häufig können Medikamente sogar abgesetzt und damit Nebenwirkungen reduziert werden.“, so der Chefarzt in seinem Buch „Heilen mit der Kraft der Natur“*.

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„In der Gesamtbewertung sind Blutegel die bestmögliche beschwerdelindernde Therapie bei schmerzhaften Arthrosen – besser als Antirheumatika, Schmerzmittel und manche Operationen“, so der Experte. Eigentlich unverständlich, dass die Krankenkassen die Kosten für die mit 50 bis 120 Euro pro Sitzung vergleichsweise recht günstige Blutegel-Therapie (noch) nicht übernehmen.

Leider funktioniert die Behandlung mit Blutegeln nicht bei Polyarthrose in der Hand, weil die Finger in der Regel zu wenig Bindegewebe oder Fett haben, als dass die Blutegel sich hier ordentlich festbeißen könnten.

Auch Intervallfasten hilft bei Arthrose (im Knie). Mehr Infos dazu auf unserer Intervallfasten-Plattform if168.de>>

Kosten für die Blutegel-Therapie muss der Patient selbst tragen

Als Grund dafür, dass die Kosten für die Therapie mit Blutegeln von den Krankenkassen bisher nicht übernommen werden, weisen diese auf die noch unzureichende Studienlage hin. Allerdings, so Michalsen, sind Blutegel in Deutschland anders als in den USA nicht als Medizin-, sondern als Arzneiprodukt eingestuft. Diese Einstufung geht leider einher mit einem erhöhten bürokratischen Aufwand für die Durchführung weiterer Studien. Und auch die Frage der Kostenübernahme für Studien im größeren Ausmaß mit mehreren hundert Teilnehmern stellt sich natürlich bei einer Therapie, mit der Konzerne keine riesigen Gewinne machen können.

Nebenwirkungen der Blutegel-Therapie

Dem der Naturheilkunde sehr aufgeschlossenen Arzt ist bisher kein einziger Fall einer schweren Komplikation bekannt. Lediglich zwar unangenehme, aber harmlose Rötungen und Juckreiz an der Bissstelle können vorübergehend auftreten. Da es zu zum Teil recht langen Nachblutungen kommen kann, sollte man die Blutegel-Therapie nicht bei Gerinnungsstörungen oder dann, wenn Patienten Blutverdünner einnehmen, anwenden. Ebenso sollte die Behandlung mit Blutegeln nicht bei einem abgeschwächten Immunsystem durchgeführt werden.

Blutegel-Therapie auch bei Daumengelenkarthrose, Sehnenentzündungen und Rückenschmerzen

Wie Michalsen und sein Team herausgefunden haben, wirkt die Blutegel-Therapie aber nicht nur bei Kniearthrose, sondern auch bei anderen Erkrankungen äußerst positiv. So z. B. bei der Rhizarthrose (= Daumengelenkarthrose). Ebenso bei der sehr schmerzhaften Sehnenentzündung im Ellenbogen, dem sogenannten Tennisellenbogen und bei unerklärlichen Rückenschmerzen.

Blutegel dürfen weiter leben

Wer sich um das Wohl der Tiere Sorgen macht, kann an dieser Stelle vielleicht beruhigt werden. Zumindest bei einigen Anbietern gibt es die Möglichkeit, die Blutegel nach getaner Arbeit zurück zu senden, wo sie dann in einen sogenannten „Renterteich“ ihr natürliches Alter erreichen dürfen. Denn es ist verboten, die Blutegel, nachdem sie an Mensch oder Tier gesaugt haben, einfach bei sich im Garten oder einem Gewässer auszusetzen.

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