Zuckerentzug allein oder in einer Gruppe?

Wie wichtig ist die Unterstützung durch Gleichgesinnte bei der Zuckerentwöhnung?

Du bist ein Zuckerjunkie und möchtest Schokolade und anderen Süßigkeiten gerne die kalte Schulter zeigen? Dann fragst Du Dich vielleicht, ob Du den Zuckerentzug lieber allein oder mit der Unterstützung von Gleichgesinnten machen solltest.

In diesem Artikel möchte ich Dir meine Gedanken zu der Frage „Zuckerentzug lieber allein oder in einer Gruppe?“ darlegen.

Was für ein Typ bist Du: Einzelkämpfer oder Rudeltier?

Zunächst einmal hängt die Frage, ob Du die Zuckerentwöhnung lieber allein oder zusammen mit Gleichgesinnten machen solltest, davon ab, welcher Typ Du bist. Bist Du eher ein Mensch, der sich seine Ziele alleine steckt und dann auch durchzieht, oder brauchst Du die Unterstützung von anderen?

Klärst Du wichtige Fragen lieber mit Dir selbst und ist es Dir vielleicht sogar unangenehm, Dich mit anderen über Deine Zuckersucht auszutauschen? Dann wäre der Zuckerentzug im Alleingang vermutlich besser für Dich geeignet. Auch, wenn Du viel beschäftigt bist und Du weder Lust noch Zeit hast, Dich mit anderen zu treffen oder via Internet auszutauschen, ist eine Gruppe wahrscheinlich kontraproduktiv.

Wenn Du hingegen jemand bist, der gerade in schwierigen Situationen, schnell aufgibt und dem dann der Zuspruch anderer gut tut, solltest Du Dir für den Zuckerentzug besser Unterstützung suchen.

Auch dann, wenn Du Dich gerne mit anderen austauschst, Du an den Erfahrungen von anderen interessiert bist und Du ein eher kommunikativer Typ bist, dem es den Rücken stärkt, wenn es anderen ähnlich geht, ist der Zuckerentzug in der Gruppe für Dich besser geeignet.

Hierzu gibt es inzwischen zahlreiche Möglichkeiten. Du könntest Dich z. B. einer „zuckerfrei“ Gruppe auf sozialen Netzwerken anschließen, wie beispielsweise dieser hier: www.facebook.com/groups/139311209891235/ oder dieser hier: www.facebook.com/groups/ZuckerfreiLeben/

Vielleicht brauchst Du aber auch mehr als die Unterstützung von Gleichgesinnten, sondern professionelle Begleitung auf Deinem Weg in die Zuckerfreiheit?

Unterstützung durch Gleichgesinnte oder Profis?

Die zweite Frage, die Du Dir stellen solltest, ist die Frage nach Deiner Strategie. Hast Du bereits einen Plan, wie Du die Zuckerentwöhnung angehen möchtest, oder Dir bisher nur wenig Gedanken darüber gemacht?

Weißt Du, worauf es dabei ankommt? Welche Lebensmittel Du während des Zuckerentzugs besser meiden solltest oder bei welchen Du bedenkenlos zugreifen kannst? Hast Du Dir bereits überlegt, was Du in kritischen Situationen tun kannst, um potentiell aufkommendem Süßhunger widerstehen zu können?

Ich will ehrlich sein: Ein erfolgreicher Zuckerentzug will gut geplant sein. Das weiß ich als ehemals Zuckersüchtige aus eigener Erfahrung. Ohne eine genaue Strategie wird der Zuckerentzug schwierig.

Bereite Dich also entsprechend vor. Lies Bücher, die Dir eine konkrete Anleitung geben, wie z. B. mein Buch „Raus aus der Zuckerfalle“, informiere Dich über zuckerfreie Rezepte und plane Deinen Zuckerentzug gründlich.

Wenn Dir das zu viel Aufwand ist und Du es gerne bequemer haben möchtest, kannst Du Dich natürlich auch einem Profi anvertrauen. Du könntest Dich zum Beispiel von einer Zuckerentwöhnungs-Expertin wie mir coachen lassen und vorab ein persönliches Beratungsgespräch vereinbaren. Schreib mir dazu gerne eine Email an info@inspiriert-sein.de und kläre in einem kostenlosen Vorgespräch, ob meine Beratung Dir weiter helfen kann.

Wenn Dir parallel zur professionellen Begleitung, die Unterstützung einer Gruppe wichtig ist, könnte auch ein geführter Zuckerentwöhnungskurs mit mehreren Teilnehmern das Richtige für Dich sein. Das Thema Zucker und seine schädlichen Auswirkungen auf unsere Gesundheit wird immer populärer, daher bieten inzwischen immer mehr Bildungsträger wie Volkshochschulen Vorträge, Kochkurse oder Zuckerentwöhnungskurse an.

Wenn Du keinen Kurs in Deiner Nähe findest, kann ich Dir dazu den Online-Kurs „Endlich zuckerfrei“ von meiner Kollegin und Freundin Ilga Pohlmann, ans Herz legen. Hier begleitet Dich Ilga zusammen mit den anderen Teilnehmern mit ihrer kompetenten und sympathischen Art sieben Wochen lang durch den Zuckerentzug auf dem Weg in die Zuckerfreiheit.

Du erhältst in diesem Kurs die notwendigen Informationen zum Zuckerentzug gut portioniert und liebevoll aufbereitet. Zudem hast Du dort auch die Möglichkeit, Dich auf einer Plattform mit Gleichgesinnten auszutauschen. Darüber hinaus finden auch drei Live-Videos-Calls statt, bei der Ilga (und meistens auch ich) Dir und den anderen Rede und Antwort stehen.

Ilgas Zuckerentwöhnungsprogramm gehört zweifelsohne zu den besten Online-Kursen mit dieser Thematik, weshalb ich Dir die Teilnahme wirklich empfehlen kann!

Wieso sich meine Einstellung zu einer Gruppe verändert hat

Ehrlich gesagt, habe ich bis vor kurzem den Wert einer solchen Gruppe unterschätzt. Denn ich selbst bin eher ein Einzelkämpfer. Ich lege mir die Regeln meiner Challenges gerne selbst zurecht und teile sie nur ungern mit anderen. Wenn ich mir etwas in den Kopf gesetzt habe, dann möchte ich das auch gerne durchziehen – und zwar am liebsten allein.

Das dachte ich zumindest. Die Teilnahme als beratende Unterstützung bei der Zuckerfrei-Challenge von Angela von www.familiezuckerfrei.ch hat mich eines besseren belehrt. Hier erlebte ich zum ersten Mal, wie wichtig und wertvoll der Austausch in der Gruppe sein kann.

Angela hat extra für die Challenge eine geschlossene Gruppe bei Facebook eingerichtet, in der sich die Teilnehmer austauschen, unterstützen und gegenseitig motivieren konnten. Hier wurde sich gemeinsam über Erfolge gefreut, über Entzugssymptome ausgetauscht und natürlich auch über die Schwierigkeiten und Hürden der Zuckerentwöhnung gesprochen. Betroffene erfuhren Zuspruch und Unterstützung, wenn es doch mal nicht so lief, wie vorgesehen und erhielten aufmunternde Worte, die Kraft und Trost spendeten.

Angela, Ilga und ich standen den Teilnehmern zusätzlich für fachliche Fragen zur Verfügung und unterstützen die Gruppe so gut es ging mit unserem Wissen und unseren eigenen Erfahrungen.

Ehrlich, ich hätte nie gedacht, wie wertvoll dieser Austausch für die meisten Teilnehmer war. Viele hatten bereits etliche Versuche hinter sich, der Zuckerfalle zu entkommen und ihre Ernährung umzustellen, hatten es bisher jedoch einfach nicht allein geschafft. Nun berichteten sie, wie einfach ihnen der Zuckerentzug in der Gruppe auf einmal fiel.

Neben ein paar Feinheiten bei der Ernährung (viele verzichten zum ersten Mal auch auf Obst und / oder Getreide) und die Unterstützung durch die Familie (ebenfalls sehr, sehr wichtig!) stellte sich heraus, dass der Austausch in der Gruppe das i-Tülpfcheln zu sein schien. „Die Gruppe ist von unschätzbarem Wert“ – so das Feedback der Teilnehmer.

Wer in kritischen Momenten einen Hilferuf starten kann und innerhalb von Minuten positiven Zuspruch und nett gemeinte Appelle zum Durchhalten erhält, der überlegt sich den Biss in den Schokoriegel gleich zweimal.

Wenn man erfährt, dass man mit seinen Entzugssymptomen wie Kopfschmerzen, unreiner Haut oder Energielosigkeit, die häufig in den ersten Tagen der Zuckerentwöhnung auftreten, nicht alleine ist, fühlt man sich gleich sicherer und geht gestärkt durch solche Phasen hindurch.

Und wenn man dann auch noch seine Freude darüber, dass der Zuckerhunger bereits nach wenigen Tagen der Ernährungsumstellung verschwunden ist, mit Gleichgesinnten teilen kann, dann fühlt man einfach wie wertvoll dieser Austausch ist.

Hier werden Rezepte geteilt, Ideen gegen plötzliche Heißhungerattacken gesammelt und Pläne geschmiedet, wie man sich auch künftig besser ernähren kann.

Eine Rückenstärkung dieser Art habe ich selten erlebt und ich bin begeistert. Selbst ich, als selbsternannter Einzelkämpfer hätte mir vermutlich viel leichter mit der Zuckerentwöhnung getan, hätte ich damals eine solche Unterstützung gehabt.

Falls Du den Zuckerentzug also noch vor Dir hast oder bereits gescheiterte Versuche im Alleingang hinter Dir hast, die Teilnahme an einer Gruppe mit Gleichgesinnten kann ich Dir wärmstens ans Herz legen. Der Austausch und die Unterstützung (und im Idealfall durch einen Profi), die Du hier erfährst, kann Dir den Weg in die Zuckerfreiheit um einiges abkürzen!

Der nächste „Endlich zuckerfrei“-Kurs von Ilga startet übrigens am 05.11.2017. Dieser Kurs ist für Dich gemacht, wenn Du den Eindruck hast, dass du Dich bei Süßigkeiten und Kuchen wie ferngesteuert verhältst und es nicht schaffst, Nein dazu zu sagen. Mehr Infos hier>>

Marion Selzer

Marion Selzer

Marion beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren.

Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen.

Marion ist Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, psychologische Beraterin und Autorin
Marion Selzer

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1 Kommentar zu “Zuckerentzug allein oder in einer Gruppe?

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