Portal für umfassende Gesundheit & Wohlbefinden
  • Themenbereiche

  • Stichwörter

  • « | Home | »

    Wieso eigentlich glutenfrei?

    Von Marion Selzer | 1.Dezember 2011

    Ist Gluten überhaupt gesund?

    Wie Sie vielleicht bereits bemerkt haben, enthalten die hier vor gestellten Rezep­tideen weder Gluten noch tierische Produkte. Doch was ist eigentlich der Grund dafür? Über die Vorteile einer veganen Ernährung haben wir bereits berichtet, nä­here Informationen dazu finden Sie hier>> Heute widmen wir uns dem Thema „Gluten”.

    Was ist Gluten?
    Gluten ist ein sogenanntes Klebererweiß, das in verschiedenen Getreidesorten wie zum Beispiel in Weizen, Roggen, Hafer und Gerste vorkommt. Aufgrund sei­ner hervorragenden Klebeeigenschaft ist glutenhaltiges Getreide beim Backen von Teigwaren so wichtig.

    Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit
    Allerdings leiden immer Menschen an einer sogenannten Zöliakie, das heißt sie vertragen kein Gluten. Das Klebereiweiß zerstört dabei die Zotten im Dünndarm, so dass die Nährstoffe aus der Nahrung schlechter aufgenommen werden können. Zudem verursacht das Gluten eine chronische Entzündung der Dünn- darm­schleimhaut.
    Typische Symptome sind Verdauungsprobleme wie Verstopfung, Durchfall oder fetthaltiger Stuhl, Bauchschmerzen, Kopfweh, Nährstoffmangel, Gewichtsverlust, Blutarmut oder auch chronische Müdigkeit.

    Ist Gluten wirklich gesund?
    Mit unseren glutenfreien Rezepten wollen wir Betroffenen eine kleine Hilfestel­lung geben. Denn wer möchte schon auf Brot, Kuchen, Pizza und Pasta verzich­ten, nur weil er kein Gluten verträgt? Allerdings sind wir auch der Annahme, dass an sich gesunde Menschen durch eine glutenfreie Ernährung profitieren können.

    Denn die im Getreide enthaltene Stärke ergibt zusammen mit dem Gluten in je­dem Magen-Darm-Trakt eine klebrige und damit nur schwer verdauliche Masse. Das erklärt, wieso wir uns nach einer solchen Mahlzeit so schön satt fühlen. Gleich- zeitig wird dadurch aber auch die Nährstoffaufnahme blockiert und unsere Energie geht für die Verdauungsarbeit verloren.

    Da wir hier keine Grundsatzdebatte darüber führen möchten, ob glutenhaltiges Getreide überhaupt für die Ernährung des Menschens gedacht ist, appellieren wir an jeden Einzelnen von Ihnen. Testen Sie doch selbst einmal, wie es Ihrem Wohlbefinden bekommt, wenn Sie für einige Zeit auf glutenhaltige Speisen ver­zichten.

    Nicht selten verschwinden auch bei Menschen, die offiziell nicht an einer Gluten- unverträglichkeit leiden, Symptome wie Blähungen, Sodbrennen, Hämorrhoi­den oder arthritische Schmerzen.

    Einen eindrucksvollen Erfahrungsbericht über eine glutenfreie Zeit finden Sie hier>>

    Folgende Lebensmitte enthalten Gluten und sollten während der Test- phase ge­mieden werden:

    Als Ausnahme gilt gekeimtes Getreide
    Bei der Herstellung von Sprossen aus beispielsweise Weizensamen, wird das schwer verdauliche Eiweiß unter der Einwirkung von Enzymen in leicht verwert­bare Aminosäuren verwandelt. Und auch die Giftstoffe um das Samenkorn vor Feinden zu schützen, wird abgebaut. Dafür enthalten Sprossen wertvolle Fett- säu­ren, Mineralien, Chlorophyll und Vitamine.

    Keimlinge und Sprossen haben daher mit dem ursprünglichen Getreide nur noch kaum etwas zu tun und dürfen auch die Ernährung von Menschen, die unter einer Glutenunverträglichkeit leiden, aufwerten.

    Folgende Getreidearten enthalten kein Gluten und dürfen dement- sprechend ver­zehrt werden:

    Übrigens können auch diese Lebensmittel zu Mehl verarbeitet werden und als Er­satz für glutenfreie Backwaren dienen:

    Einige Mehle wie Reis-, Mais-, Kichererbsen- oder Sojamehl sind in Reformhäu­sern, Drogerien und Bioläden erhältlich, andere stellt man am besten selber her. Dazu benötigt man dann allerdings spezielle Mühlen.

    Hier geht’s zu den Rezeptideen>>

    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir das Angebot an Rezepten erst mit der Zeit nach und nach ausbauen. Damit Sie kein neues Rezept verpassen, melden Sie sich doch einfach bei unserem Newsletter an>>.

    Bildrechte: aboutpixel.de Brot und Getreide © Sven Hastedt

    Zurück zum Themenbereich: Ernährungstipps & Irrtümer, Gesundheitsoptimierung | 1 Kommentar »

    Ein Kommentar to “Wieso eigentlich glutenfrei?”

    1. Tadashi meint:
      2.März 2012 at 19:23

      Leider sind viele der Produkte mit glutenfreier Weizenstärke submodifiziert und für Zöliakie auch nicht geeignet.Ich vertrage die nämlich auch nicht. Schade, da es bestimmt auch ohne ginge.

    Kommentare