Wasser: Gesundheits- und Lebensmittel Nummer 1

Wasser trinken so wichtig für unsWeshalb Wasser trinken so wichtig für uns ist

Sie sind nicht krank, Sie sind durstig!“ – nicht ohne Grund hat der iranische Arzt Dr. med. Faridun Batmanghelidj diesen Ausspruch als Titel für eines seiner Bücher ausgewählt.  Denn der Mensch ein Wasserwesen. Unser Körper besteht zu rund Zweidrittel aus Wasser.

Doch warum ist Wasser so wichtig für uns und wieso müssen wir jeden Tag genug trinken? Wir verraten Ihnen, weshalb Wasser das Lebensmittel Nummer 1 ist und wieso Wasser trinken so wichtig für uns ist.

Die 7 Aufgaben unseres Körperwassers

Dr. Henri Coanda erkannte als einer der Ersten, dass die überdurchschnittliche Langlebigkeit bei bester Gesundheit des Hunzavolkes mit ihrem Trinkwasser zusammenhänge musste. Er prägte daher den Satz „Du bist, was Du trinkst“. Leben beginnt im Wasser und Wasser ist Leben nicht möglich.

Auch wir wären ohne unser Körperwasser aufgeschmissen. Denn es übernimmt zahlreiche Aufgaben in unserem Körper und ist an JEDEM Stoffwechselvorgang beteiligt. Blut wäre ohne Wasser nicht flüssig. Nährstoffe könnten nicht zu den benötigten Stellen und Abfallprodukte nicht aus dem Körper ausgeleitet werden.

Darüber hinaus würden wir ohne ausreichend Wasser schnell ganz schön alt aussehen und antriebslos durch die Gegend rennen, denn auch für die Energiegewinnung spielt Wasser eine wichtige Rolle. Darüber hinaus ist es bei der Regulation der Körpertemperatur beteiligt, dient als Säurepuffer und ist der wichtigste Baustein von Zellen, Geweben und Körperflüssigkeiten.

Ein kleiner Ausflug in die Welt unseres Körpers zeigt, wie wichtig dieses nasse Gut für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unser äußeres Erscheinungsbild ist.

1. Wasser als Nährstofflieferant und Müllentsorger

Ähnlich wie Pflanzen zur Versorgung mit Nährstoffen aus dem Boden auf Wasser angewiesen sind, weil dieses die Nährstoffe aus dem Boden löst und zu den Wurzeln transportiert, hängt die Versorgung unserer Zellen vom Körperwasser ab. Nährstoffe, die über die Nahrung aufgenommen werden, müssen zunächst im Wasser gelöst werden, bevor sie in die Zellen eingeschleust werden können.

Wenn nicht genügend Körperwasser vorhanden ist, können Nährstoffe nicht mehr richtig an die Zellen weitergeleitet werden. Dann fehlen wichtige Rohmaterialien für die Herstellung von Enzymen oder Botenstoffen. Bei einem Wassermangel verhungern unsere Zellen sozusagen.

Gleichzeitig fallen in jeder Zelle täglich Stoffwechselendprodukte an, die aus der Zelle an das sie umgebende Wasser weitergeleitet werden, damit sie zu den Ausscheidungsorgangen transportiert werden können. Wenn unser Körper nicht genügend Wasser zur Verfügung hat, gerät diese „Müllentsorgung“ ins Stocken. Im schlimmsten Fall treibt das nicht nur die Verschlackung unseres Bindegewebes voran, sondern führt zum Zelltod durch Ersticken.

Wasser ist das Lösungsmittel schlechthin. Es gibt keine andere Substanz mit einer höheren Lösungsfähigkeit!

2. Wasser für die Energiegewinnung

Wasser ist ein entscheidender Faktor für die Energiegewinnung in unserem Körper. Wenn Wasser an den Zellmembranen vorbei fließt, erzeugt der dabei entstehende osmotische Fluss eine hydroelektrische Energie, die zunächst umgewandelt und dann in Form von Adenosintriphosphat (ATP), einem sozusagen lebendigen Zellbatteriesystem, gespeichert wird.

Wenn nicht ausreichend Wasser zur Verfügung steht, kann unser Körper nicht ausreichend Energie produzieren und speichern. In Folge dessen werden wir leicht müde, fühlen uns abgespannt und antriebslos.

3. Wasser als Informationsübermittler

Der erwachsene Körper besteht aus ca. 90 Billionen Zellen. Wobei jede Zelle eine Welt für sich, eingebettet in Wasser ist. Die Zellen sind sozusagen schwimmende Welten, die miteinander kommunizieren. Der gesamte Stoffaustausch in unserem Körper, jede Informationsübermittlung, also jede Aktivität unserer Zellen geschieht über das Wasser.

4. Wasser für die Zellgesundheit

Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Schönheit hängen in erster Linie von unseren Zellen ab. Wir können nur so gesund sein, wie es unsere Zellen sind. Wenn diese optimal arbeiten und die für uns nötigen Stoffe herstellen, bleiben wir gesund und können den Alterungsprozess hinauszögern. Enzyme und Proteine sind für die Arbeit der Zellen besonders wichtig.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass das Enzym- und Proteinsystem der Zelle umso besser arbeitet, je besser die Zelle mit Flüssigkeit versorgt ist. Viele Enzyme und Proteine können dann besser mit ihren chemischen Reaktionspartnern in Kontakt treten und mit ihnen reagieren.

Wassermangel bedeutet daher immer auch den Verlust wichtiger Aminosäuren (kleinsten Bausteinen von Proteinen), die zur Bildung von Neurotransmittern benötigt werden.

5. Wasser für einen gesunden Bewegungsapparat und Schmerzfreiheit

Die Knorpelschicht zwischen den Knochen und Gelenken sowie die Gelenkflüssigkeit bestehen ebenfalls zu über 90 % aus Wasser. Wasser dient hier sozusagen zum einen als Gleitmittel und sorgt dafür, dass Gelenke und Wirbel nicht aneinander reiben und zum anderen als Art Stoßdämpfer, der die knöchernden Strukturen wie ein gelartiges Kissen umgibt.

Wenn wir zu wenig trinken, trocknen irgendwann auch die Wasservorräte zwischen den Gelenken und Wirbeln aus. Es kommt zu Abnutzungserscheinungen in Form von Arthrose und Bandscheibenschäden. Auch Rückenschmerzen können mit einem Flüssigkeitsverlust zwischen den Wirbelkörpern zusammenhängen.

Da die Fließeigenschaft des Blutes ebenfalls von unserer Trinkmenge abhängt, kann Wassertrinken auch dabei helfen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern. Außerdem ist Wasser ein ideales Abführmittel und verhindert Verstopfung.

6. Wasser als Schlankmacher

Darüber hinaus unterstützt eine ausreichende Trinkmenge die Gewichtsabnahme. Während Wasser den Magen füllt ohne Kalorien zu liefern und damit dafür sorgt, dass man weniger isst, verbraucht es sogar Kalorien und das nicht wenig. Ein halber Liter Wasser verbraucht für seine Verdauung etwa 25 Kalorien.

Das macht bei 2 Litern am Tag circa 100 Kalorien. Im Jahr sind das rund 36.500 Kalorien oder umgerechnet etwa 4 bis 5 kg Körpergewicht, die wir einfach wegtrinken können!

Tipp: Bei Hunger erst einmal Wasser trinken

Durst- und Hungergefühle können leicht miteinander verwechselt werden. Denn unser Gehirn reagiert sowohl bei Hunger als auch bei Durst mit einer Absenkung des Energieniveaus. Daher sind Verwechslungen vorprogrammiert.

Wenn wir also beim ersten Hungergefühl zunächst erst einmal zwei große Gläser Wasser trinken, dann ist es gut möglich, dass das angebliche Hungergefühl wieder verschwindet. Wir hatten dann gar keinen Hunger, sondern waren eigentlich nur durstig.

Wenn wir nicht länger essen, weil wir irrtümlicherweise unser Durstgefühl als Hunger interpretieren, können wir jede Menge Kalorien einsparen und gleichzeitig auch noch unserer Gesundheit etwas Gutes tun!

7. Wasser als Jungbrunnen und natürliches Anti-Aging-Mittel

Außerdem kann Wasser den Alterungsprozess der Haut entscheidend verlangsamen. Als Jungbrunnen ist es in Wirkung und Preis allen Cremes und sonstigen kosmetischen Maßnahmen gegenüber unschlagbar. Denn Falten entstehen, wenn der Körper das Zellwasser zur Neutralisation von Giftstoffen benötigt und so die Flüssigkeit aus der Haut bezieht. Wer genügend trinkt und nur wenig Schlacken hat, bleibt länger frisch und knackig.

Wasser ist also extrem wichtig für die Aufrechterhaltung sämtlicher Stoffwechselvorgänge, die Energiegewinnung in unserem Körper, es hilft uns gesund und frei von Schmerzen zu bleiben und unterstützt darüber hinaus beim Abnehmen und sorgt für eine glatte und straffe Haut.

Wasser trinken macht glücklich!

Bei Wassermangel entsteht im Gehirn ein Mangel an Tryptophan. Tryptophan ist jedoch wichtig, damit ausreichend der beiden Glücks- und Wohlfühlstoffe Serotonin und Melatonin gebildet werden kann. Wenn wir zu wenig Wasser trinken, wird in der Leber vermehrt Tryptophan abgebaut. Gleichzeitig gelangt weniger Tryptophan durch die Blut-Hirn-Schranke ins Gehirn gelangt. Damit kommt es zu ungünstigen Serotonin- und Melatoninspiegeln und wir fühlen uns niedergeschlagen und depressiv.

Achten Sie also auf eine ausreichende Versorgung mit Wasser und trinken Sie sich glücklich!

Wer gesund sein will, sollte genügend trinken

Jeden Tag verlieren wir etwa 2,5-3 Liter Wasser und zwar auch dann, wenn wir nicht schwitzen oder körperlich aktiv sind. Wasser wird über die Haut ausgedünstet, durchs Atmen nach außen abgegeben und über Stuhlgang und Urin ausgeschieden. Bei körperlicher Betätigung, Fieber, Durchfall und anderen Krankheiten steigt der Verbrauch entsprechend.

Weil der Körper sein Wasser nicht selbst herstellen kann und er es anders als zum Beispiel Fett nicht speichern kann, ist er auf die Zufuhr durch uns angewiesen.

Außerdem kann nur das Wasser, das wir trinken, für die Energiegewinnung genutzt werden, da das Wasser, das sich bereits in unserem Körper befindet an seiner Position gehalten werden muss, damit es die dort anfallenden Aufgaben durchführen kann. Für unsere Leistungsfähigkeit und unsere Vitalität ist es daher wichtig, über den Tag verteilt immer mal wieder ein Glas Wasser zu trinken.

Bitte beachten: Wer Wasser trinkt, braucht Salz

Genau genommen besteht der Mensch nicht zu Zweidrittel aus Wasser, sondern aus einem Wasser-Salz-Gemisch. Das Zellwasser besteht zu 0,97 Prozent aus Salz. Nur so bleibt es leitfähig. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wasser und Salz in unserem Körper ist wichtig, damit sämtliche Stoffwechselvorgänge optimal ablaufen können.

Wer viel Wasser trinkt, sollte daher immer auch ein wenig Salz zu sich nehmen. Ansonsten kann das zugeführte Wasser vom Körper nicht gehalten werden, was sich durch einen verstärkten Harndrang äußert.

Dabei werden wichtige Mineralien und Vitamine ausgeschwemmt und es kann zu Mangelerscheinungen kommen. Im Extremfall kann es dadurch paradoxerweise zu einem Wassermangel kommen oder, wenn man in kurzer Zeil sehr viel salzarmes Wasser trinkt eine lebensgefährliche hypertonine Hyperhydration, eine Wasservergiftung, ausgelöst werden.

Als Faustregel empfiehlt Dr. Batmanghelidj auf 0,5 Liter Wasser 0,6 g Salz aufzunehmen. Das macht auf ein Liter Wasser etwa ein Viertel Teelöffel Salz. Natürlich ist hier nicht die Rede von Kochsalz, sondern von einem naturbelassenen Meer- oder Steinsalz.

P.S.: Warum Sie lieber kein Leitungswasser oder gekauftes Mineralwasser trinken sollten, verraten wir Ihnen hier>>

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Marion Selzer

Marion Selzer

Marion beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren.

Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen.

Marion ist Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, psychologische Beraterin und Autorin
Marion Selzer

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