Wasser: Das Lebenselixier

Wasser das LebenselixierDer Mensch das Wasserwesen

Vermutlich ist Ihnen bekannt, dass der menschliche Körper zu 60 bis 80 Prozent aus Wasser besteht. Das macht bei einem Gewicht von 75 kg zwischen 45 bis 60 Liter. Hinzu kommt noch, dass etwa 99% all unserer Moleküle, aus denen unser Körper besteht, Wassermoleküle sind!

Der Mensch das Wasserwesen

Wassermoleküle sind mit einer Größe von nur 0,25-0,3 Nanometer um einiges kleiner als die meisten anderen Moleküle unseres Körpers, und was die Gesamtzahl an einzelner Molekülgruppen angeht, bestehen wir hauptsächlich aus Wassermolekülen. Wenn wir die Moleküle in uns zählen würden, wären 99 % davon Wassermoleküle. So viele Wassermoleküle also werden gebraucht, damit etwa Zweidrittel unseres Gesamtvolumens ausgefüllt sind.

Wir bestehen also tatsächlich aus sehr viel mehr Wasser, als uns bewusst ist.

Der Wassergehalt im menschlichen Körper:

  • unser Gehirn besteht zu ungefähr 85% aus Wasser
  • unser Blut zu etwa 83 %
  • unsere Nieren und unsere Leber zu ca. 80 %
  • Herz und Muskeln zu etwa 75 %
  • die Augen und unser Speichel sogar zu 99%
  • Knochen und Zähne bestehen immerhin noch zu 20 bzw. 10 % aus Wasser
  • Im Laufe des Lebens lassen wir immer mehr Wasser

Mit zunehmendem Alter nimmt der Gesamtwassergehalt in unserem Körper ab. Im Vergleich zu einem Neugeborenen, dessen Körper ursprünglich noch zu etwa 80 % aus Wasser besteht, beträgt der Wasseranteil eines durchschnittlichen Erwachsenen nur noch rund 70 %. Im fortgeschrittenen Alter kann der Wasseranteil sogar auf bis zu 55 % abfallen. Fast ein Drittel unseres Körperwassers geht verloren!

Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen diesem Wasserverlust und dem zunehmenden Energieverlust und Mangel an Widerstandskraft und Resistenz je älter wir werden.

Das Wasser in uns befindet sich überwiegend in drei Bereichen:

  • Im Blut und somit in den Arterien, Venen und Kapillaren unseres Herzkreislaufsystems fließen etwa 5-10 Prozent unseres Körperwassers.
  • In der extrazellulären Flüssigkeit (außerhalb unserer Zellen) im Lymphsystem und im Zwischenzellraum des Bindegewebes befinden sich ungefähr 20 % des Körperwassers.
  • Im Zellinneren ist der größte Anteil unseres Körperwassers mit knapp 75 % als intrazelluläre Flüssigkeit gespeichert.

Während unsere Zellen in der extrazellulären Flüssigkeit schwimmen, schwimmen Zellkern und Zellorganellen wiederum im Wasser innerhalb der Zelle, also in der intrazellulären Flüssigkeit.

Körperwasser: Das Meer in uns

Ebenso wie die Erde zu etwa 70 % aus Wasser besteht, besteht auch der menschliche Körper im Erwachsenenalter zu zwei Drittel aus Wasser. Das Wasser der Erde befindet sich zum größten Teil in den Weltmeeren. Dabei handelt es sich nicht um reines Wasser, sondern um eine Salz-Wasser-Lösung mit einem Salzgehalt von 3 Prozent.

Parallel zum Salzwasser der Weltmeere existiert sogenanntes Süßwasser mit einem anderen Elektrolyt- und Salzgehalt in Form von Quellwasser in einem getrennten Wassersystem. Auch unser Körperwasser besteht aus einer Wasser-Salz-Lösung, die sich in zwei voneinander getrennten Wassersystemen befindet.

Der größte Anteil unseres Körperwassers fließt im intrazellulären Wassersystem, also im Inneren der Körperzellen. Das zweite Wassersystem befindet sich außerhalb der Zellen, im sogenannten Zwischenzellraum des Bindegewebes.

Nur, wenn der permanente Austausch zwischen diesen beiden Wasserkreisläufen natürlich ablaufen kann, bleiben wir gesund und frei von Beschwerden und Erkrankungen. Die Homöostase, das gleichmäßige und harmonische Aufrechterhalten der „goldenen Mitte“ aller Körperfunktionen hängt ganz direkt davon ab.

Nur, wenn die Kommunikation des Wassers innerhalb und außerhalb unserer Zellen reibungslos funktioniert, kann der Körper seine Gesundheit, Vitalität und Lebenskraft immer wieder selbst herstellen. Nur dann können sich die inneren Selbstheilungskräfte aller Körperzellen voll entfalten.

Der weltweit bekannte iranische Arzt Batmanghelidj schreibt dazu in seinem Buch „Sie sind nicht krank, Sie sind durstig!“:

„Der Körper hat im Grunde genommen zwei Ozeane in sich. Einer befindet sich in den Zellen, und das Wasser, das wir trinken, geht in diesen. Ferner gibt es einen Ozean aus Wasser im Extrazellulärraum um die Zellen herum.

Das Salz, das wir zu uns nehmen, hält das Volumen dieses „äußeren“ Ozeans aufrecht. Demzufolge sind Wasser und Salz lebensnotwendig, um die Wasseraufnahme des Körpers zu regulieren und die beiden Ozeane im Gleichgewicht zu halten.“

Wenn unsere Zellen austrocknen

Im Laufe unseres Lebens ändert sich vor allem das Verhältnis von Wasser in und außerhalb unserer Zellen. Während bei einem gesunden 20-Jährigen das Verhältnis von Wasser außerhalb der Zellen zu innerhalb der Zellen 1 : 1,1 ist, verschiebt sich diese Relation im Laufe der Jahre zu 1 : 0,8. Außerhalb der Zellen ist dann mehr Wasser enthalten als in den Zellen. Die Zellen verschrumpeln sozusagen wie getrocknetes Dörrobst und die Zellfunktionen nehmen immer weiter ab.

Vermutlich ist der Wasserverlust in den Zellen einer der Hauptgründe für vorzeitiges Altern und degenerative Erkrankungen unserer Organe, Drüsen und Gewebe.

Indem wir mehr Wasser trinken, könnten wir viele dieser unliebsamen Erscheinungen aufhalten oder zumindest verzögern.

Mehr über die Aufgaben, die Wasser in unserem Körper übernimmt und über die richtige Trinkmenge erfahren Sie in unserem Artikel „Trinkwasser: Gesundheits- und Lebensmittel Nummer 1“.

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Jens Sprengel

Jens Sprengel

Jens ist Gründer und Betreiber von inspiriert-sein.de und schreibt zu den Themen Beweglichkeit & Körpertraining, Selbstheilungskräfte aktivieren & Gesundheitsoptimierung u.v.m.

Jens ist staatlich anerkannter Heilpraktiker, Cransio-Sacral-Therapeut, Personaltrainer, Verleger und Autor
Jens Sprengel

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