Was tun bei Schweißfüßen?

Natürliche Hilfe bei SchweissfüssenBallengang hilft gegen schwitzige und stark riechende Füße

Schweißfüße sind unangenehm. Der Körper versucht die überschüssige Wärme durch die Bildung von Wasserdampf nach außen abzugeben. Schwitzen ist daher durchaus eine sinnvolle Reaktion des Körpers, wenn ihm zu heiß wird. Besonders wenn die Temperaturen steigen und wir geschlossene Schuhe tragen oder wir viel Sport treiben, kann es passieren, dass die Füße warm werden und wir dort zu schwitzen anfangen. Das fühlt sich nicht nur unangenehm an, sondern riecht aus so. Bakterien, die sich auf der Haut befinden, zersetzen den Schweiß unter anderem in Buttersäure, die für den penetranten Geruch von Schweißfüßen verantwortlich ist.

Betroffenen wird in der Regel geraten, sofern es das Wetter erlaubt, offene Schuhe zu tragen sowie auf atmungsaktive und hautfreundliche Materialien beim Schuhwerk und den Socken zu achten. Auch Einlagen, Sprays, Lotions und Fußbäder sollen für eine geminderte Schweißabsonderung an den Füßen sorgen.

Was viele jedoch nicht wissen, auch die Art und Weise wie wir gehen, kann zu Schweißfüßen bzw. zu deren Verschwinden führen. Wir können unseren Schweißfüßen sozusagen regelrecht davonlaufen.

GODO – Ballengang: Hilft nicht nur bei Schweißfügen

Wenn wir im Alter von etwa 10 Monaten lernen aufrecht zu stehen, folgen schon bald darauf unsere ersten Trippelschritte. Wir verlagern das Gewicht auf unsere Vorderfüße und fangen uns beim nächsten Schritt nach vorne auf dem Vorderfuß wieder auf. Wir lernen so die für den Mensch vorgesehene Gangart, den Ballengang, von ganz alleine.

Da wir jedoch in den ersten Jahren vor allem über das Imitieren unserer Mitmenschen lernen und sich in der Erwachsenenwelt der Hackengang, also das Absenken des Fußes über die Ferse, verbreitet hat, lernen auch wir schnell das Aufkommen auf dem Vorderfuß durch den Hackengang zu ersetzen. Nur beim Tanzen, Treppensteigen, Sprinten, beim Boxen, Rückwärtsgehen oder wenn wir uns sehr leise fortbewegen wollen, entscheiden wir uns instinktiv weiterhin für den Ballengang.

Hackengang – Eine Belastung für unser Knochensystem

Wenn wir mit der Ferse auf dem Boden aufkommen, erschüttert der harte Aufprall sämtliche Knochenglieder unseres Skeletts. Die Muskeln werden dabei nur in Wade und Schienbein aktiviert, sämtliche sonstigen Muskeln, die das Knochengerüst umgeben, bleiben schlaff. Sie können die Schläge nicht abfangen und so hämmern wir uns durchschnittlich 50 kg pro Schritt in unsere Knochenkette und damit in unsere Fuß-, Hüftgelenke, Knie und unser Kreuzbein. Bei nur 100 Schritten macht das eine Belastung von 5000 kg, also 5 Tonnen!! Dieses fehlerhafte Gangmuster ist oftmals ursächlich für Erkrankungen im Skelettapparat.

Das Aufkommen beim Ballengang mutet im Vergleich dazu regelrecht sanft und federnd an. Sobald der Vorderfuß in Kontakt mit dem Boden kommt, springt die Muskelkette an, die die Knochen synchronisiert. Die Muskeln schlingen sich sozusagen um die Knochen und ermöglichen damit die Drehbewegungen im gesamten Körper. Jeder Stoß oder sonstige Bewegung wird so durch die Muskeln abgefangen und entlastet das Knochengerüst. Das passiert allerdings nur, wenn die Muskeln auch aktiviert und benutzt werden. Da dies beim Hackengang jedoch unterbleibt, kommt der Stoß ungebremst in den Knochen an, nutzt diese über Gebühr ab und kann so die Ursache für Knochenschwund und Gelenkschmerzen sein.

Ein kleiner Selbsttest

Wie schädlich der so weit verbreitete Hackengang im Vergleich zum Ballengang ist, davon kann sich jeder durch einen simplen Vergleich überzeugen. Man braucht nur mal barfuß oder mit Strümpfen ein paar schnelle Schritte im gewohnten Gangmuster zu machen, während man sich die Ohren zu hält. Dann vergleiche man das, was man dabei hört bzw. spürt mit der Wahrnehmung, die bei ein paar Schritten Ballengang (also Aufkommen mit dem Vorderfuß) auftritt.

Ballengang

 

Das Ergebnis ist meist sehr beeindruckend. Während man sich beim Aufkommen mit der Ferse einen Stoß durch die gesamte Knochenkette des Körpers verpasst und der Aufprall laut und deutlich zu hören ist, ist das Landen auf dem Vorderfuß im Vergleich dazu regelrecht sanft und weich.

Im Gegensatz zum Stoß durch die Knochenkette, wird hierbei die Muskelkette des Körpers aktiviert. Das führt nicht nur zu einer Entlastung des Knochengerüsts, sondern auch dazu, dass der venöse Rückfluss des Blutes zum Herzen hin unterstützt wird und überschüssiges Blut aus den Füßen zurück zum Herzen kann, wo es hin gehört. Das reguliert nicht nur die Temperaturen in den Füßen und beugt Schweißfüßen vor, sondern stärkt den Blutkreislauf im Allgemeinen und beugt sämtlichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.

Auf Nimmer Wiedersehen ihr Schweißfüße

Doch was hat all das nun mit unserem Thema, den Schweißfüßen zu tun? Wenn wir mit dem Vorderfuß auftreten, kann das Blut in den Füßen wieder hoch zum Herzen befördert werden. Wohingegen beim Hackengang, also wenn man mit der Ferse aufkommt und sich mit dem Vorderfuß abdrückt, das Blut ständig im Fuß hin und her gepumpt wird.

Es wird also nicht, wie es richtig wäre, aus dem Fuß durch die Muskeln ins Herz transportiert, sondern staut sich in den Füßen. In Folge dessen steigt die Temperatur in den Füßen und der Körper bemüht sich durch die Absonderung von Schweiß die überschüssige Wärme an die äußere Umgebung abzugeben.

Wer also zur Schweißbildung an den Füßen neigt, sollte sich einmal die Mühe machen, den ursprünglich von der Natur erdachten Gang für uns Menschen auszuprobieren: den Ballengang. Gut möglich, dass dannBallengang Greb das Thema „Schweißfüße“ schon bald der Vergangenheit angehört.

Wie Sie den Ballengang am einfachsten lernen, lässt man sich am besten vom Erfinder Dr. Peter Greb persönlich erklären. Wer nicht diese Möglichkeit nicht hat, sein Buch „Ballengang“ ans Herz gelegt.

Bildrechte: oben pixelio.de © Michael Ermel Feet
im Text:
godo-impuls.de © Peter Greb

Marion Selzer

Marion Selzer

Marion beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren.

Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen.

Marion ist Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, psychologische Beraterin und Autorin
Marion Selzer

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