Warum werden wir krank? Tipps für dauerhafte Gesundheit

Die Bedeutung der Ausscheidungsorgane für unsere Gesundheit

Warum werden wir krank? Was sind die Hauptursachen für Krankheiten? Und noch viel wichtiger wie werden wir wieder gesund bzw. wie können wir für eine dauerhafte und stabile Gesundheit sorgen?

Leider haben auch wir hierauf keine abschließenden Antworten. Schließlich ist das Themengebiet von Gesundheit und Krankheit komplex und umfasst nicht nur körperliche, sondern auch psychische und geistige Faktoren. Betrachten wir uns jedoch allein die körperliche Ebene, können wir feststellen, dass abgesehen von Unfällen, viele Erkrankungen durch die Überlastung unserer Ausscheidungs- und Entgiftungsorgane hervorgerufen werden.

Wenn Leber, Nieren, Darm, Lunge und Haut mit dem Ausscheiden von Gift- und Abfallstoffen nicht mehr hinterher kommen, verschlacken Gewebe, Blutgefäße und Nervenbahnen immer mehr, sie werden undurchlässiger und starr. Infolge- dessen können unsere Zellen nicht mehr richtig mit Nährstoffen versorgt werden, die Sauerstoffversorgung verschlechtert sich und unsere Herzmuskeln werden stärker gefordert. Das kann weitreichende Folgen auf unseren gesamten Orga- nismus haben.

Alles ist miteinander verbunden

Um ein besseres Verständnis für diese Zusammenhänge zu bekommen, können wir uns das Wunderwerk „Körper“ hilfsweise als eine große Stadt vorstellen. Die Trilliarden von Einwohnern (unsere Zellen) werden über Tausende von Straßen, Wegen, Kanälen und Stromleitungen (was unseren Blutgefäßen und Nerven­bahnen entspricht) versorgt. Fabriken (Organe und Drüsen) stellen alles bereit, was es zum Leben der Bewohner (Zellen) braucht (Enzyme, Aminosäuren, Hormone usw.).

Solange die Straßen und Wege frei sind, sorgen ausgeklügelte Energie- und Ab­wassersysteme für die Bereitstellung bzw. Entsorgung der entsprechenden Produkte, außerdem können wichtige Informationen schnell und korrekt von einem Ende der Stadt zu anderen übertragen werden. Kommt es allerdings zu größeren Streiks (Organausfall), einer Energiekrise (zB. durch einseitige Er­nährung oder zu viel Stress), einer Umweltkatastrophe (Zufuhr von zu vielen schädlichen Stoffen) oder einem Anschlag (z. B. durch einen Unfall) leuchtet es ein, dass dies Auswirkungen auf die gesamte Stadt und deren Einwohner hat. Niemand bleibt verschont.

Schleusen müssen frei sein

Im Regelfall sorgen unsere Ausscheidungsorgane wie Niere, Darm, Lunge und Haut dafür, dass die durch den Stoffwechselprozess angefallen Überreste von nicht verwertbaren Substanzen wieder aus unserem Körper ausgeschieden wer- den. Über Kosmetika, Putz- und Reinigungsmittel, Medikamente, Rückstände von Dünge- und Pflanzenschutzmittel, Luftverschmutzung, usw. finden sich darunter auch zahlreiche für unseren Organismus giftige Stoffe, die vor der Aus­scheidung erst durch die Leber gefiltert und gereinigt werden.

Die über die Nahrung und anderweitig aufgenommenen Stoffe aus der Umwelt werden in Leber und Magen-Darm-Trakt zerlegt und umgewandelt und dann mithilfe von Blutbahnen und Lymphsysteme an die entsprechenden Stellen weitergeleitet und entweder in die Zellen eingeschleust oder zur Ausscheidung an die entsprechenden Organe transportiert. Drüsen sorgen dafür, dass die für die Körperfunktionen nötigen Hormone bereitgestellt sind und die Nervenbahnen dienen der Informationsweitergabe. Jedes Organ, jede Drüse, ja sogar jede Zelle ist miteinander verbunden und steht in ständigem Austausch miteinander. Nur so wird ein reibungsloser Ablauf garantiert.

Da unsere Gesundheit entscheidend von der optimalen Versorgung unserer Zellen abhängt, ist klar, dass wir, einmal von Unfällen abgesehen, solange gesund bleiben, solange unser Körper alle notwenigen Stoffe herstellen und zu den ent­sprechenden Stellen transportieren kann.

Führen wir die falschen oder zu wenig der richtigen Substanzen zu (minder­wertige Nahrung, Umweltgifte, zu wenig Nährstoffe) oder können diese wegen Hindernissen in Arterien, Venen und Kapillaren nicht richtig transportiert werden, kommt es zu Störungen im gesamten System.

Wenn unsere Durchgänge verstopft sind, werden unzählige Zellen unterversorgt und die Ausscheidung von Abfallstoffen verlangsamt sich. Die sich so stapelnden Müllberge führen zur weiteren Verstopfung und erschweren die Nährstoffauf­nahme. Ein Teufelskreis beginnt.

Wenn wir jetzt nichts gegen die voranschreitende Verstopfung unserer Gewebe unternehmen, ist das Absterben einzelner Zellen und Teilbereiche wahrschein­lich. Um einen Organausfall zu vermeiden, greift der Körper dann auf ein ausge- klügeltes Überlebensprogramm zurück und versucht sich der ungünstigen Situation anzupassen. So lernen immer mehr Zellen mit der falschen oder un­zureichenden Versorgung mit Nährstoffen zurechtzukommen und mutieren schließlich zu Krebs- und Tumorzellen.

Wenn jetzt keine Änderung der Lebensweise eintritt, führt auch dieses Notfall­system, das ursprünglich den sofortigen Tod durch eine Übervergiftung ver­hindert, zum Zusammenbruch der Körperfunktionen und damit zum Tod.

Damit es erst gar nicht so weit kommt, ist es ratsam, für offene Schleusen und Durchgänge zu sorgen und die Zufuhr von Giftstoffen zu reduzieren. Eine aus­gewogene Ernährung ist dafür genauso unerlässlich, wie die Reinhaltung sämt­licher Organe. Da durch die heutige Lebensweise an sicch jeder Organismus mehr der weniger verstopft ist, profitieren selbst an sich gesunde Menschen, bei denen also (noch) keine Erkrankung festgestellt werden kann, von einer Organ­reinigung und der Umstellung auf eine gesunde Lebensweise.

Im Folgenden ein kleiner Überblick über die verschiedenen Verstopfungs­möglichkeiten:

  • Darmverstopfung: Giftstoffe im Darm können nicht richtig ausgeschieden werden. Im Laufe der Zeit vergiftet der Dickdarm immer mehr und die Darmflora wird zerstört. Infolgedessen weitet sich die Vergiftung auf andere Körperbereiche aus und die Nährstoffaufnahme im Darm wird er­schwert und kann zu verschiedenen Mangelerscheinungen führen.
  • Verstopfte Lymphsysteme: Wenn die Lymphflüssigkeit eindickt, kommt es zur Schleimbildung, die einem im wörtlichen Sinne die Luft ab­schneidet. Wir leiden unter einer verstopften Nase, die Nebenhöhlen sind zu und auch im Rachen haftet hartnäckiger Schleim, der die Atmung er­schwert. Sind die Ohren betroffen, ist Schwerhörigkeit die Folge.
  • Blutverdickung: Auch unser Blut kann verdicken und daher an Fließ­eigenschaft einbüßen. Das passiert in erster Linie durch eine über­säuernde Lebensweise. Raffinierte Produkte wie Zucker, Salz und Fette, aber auch tierisches Eiweiß, Weißmehlwaren, Softdrinks und der Konsum von Genuss- giften wie Alkohol, Tabak und Koffein wirken ebenso wie negative Gedanken und Emotionen und viel Stress zu einer Übersäuerung und damit zur Eindickung des Blutes. Das kann zu den verschiedensten Symptomen wie Besenreißern, Krampfadern, Hautproblemen bis hin zu Schlaganfall und Herzinfarkt führen.
  • Steinbildung in Organen: Auch Steinbildungen in Gallenblase, Leber, Niere und Magen sind nichts anderes als ein Zeichen fortschreitender Ver- stopfung. Wird beispielsweise der Urinfluss in Niere und Blase durch sich dort angesiedelte Steine erschwert, können die Giftstoffe im Urin nicht optimal ausgeschieden werden. Wasseransammlungen und Gewichts- zunahme werden begünstigt. Sind Leber und Galle von Steinen befallen, wird ebenfalls das gesamte System belastet, weil diese Organe unzählige für den Gesamtorganismus wichtige Aufgaben übernehmen.

Sind die Ausscheidungsorgane verstopft/verschlackt, versucht sich unser Körper zu helfen, indem er verstärkt durch Erkältung, Schnupfen, Fieber, Husten usw. vermehrt Giftstoffe abtötet. Werden diese an sich sinnvollen Notfallprogramme durch die Verabreichung von Medikamenten ständig unterdrückt, kommt es im weiteren Verlauf zu einer Abnahme der Leistungsfähigkeit, Störungen der Stimmung und schließlich zu ernsthaften Erkrankungen wie Arteriosklerose, Mangelerscheinungen, Steinbildungen bis hin zu Krebs.

Wie Sie also sehen, führt für den Erhalt bzw. die Wiederherstellung unserer Gesundheit kein Weg daran vorbei, Verstopfungen zu vermeiden und bereits vorhandene Verstopfungen aufzulösen. Genialerweise ist die Natur derart stark auf Überleben eingestellt, so dass selbst in fortgeschrittenen Verschlackungs­graden Verbesserungen möglich sind.

In der Kategorie „Entschlackung und Entsäuerung“ finden Sie bereits zahlreiche Informationen, wie Sie Ihren Körper auf sanfte und nachhaltige Weise von Ab­fallstoffen befreien können. Künftig wollen wir Ihnen zusätzlich natürliche Me- thoden zur Reinigung von Haut, Darm, Leber und Niere vorstellen. Solche gezielt durchgeführten Methoden können nicht nur Krankheiten vorbeugen bzw. aktuelle Beschwerden lindern, sondern zu einem neuen Wohlgefühl verhelfen.

Bildrechte: pixelio.de © S. Hofschlaeger Schnupfen

Marion Selzer

Marion Selzer

Marion beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren.

Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen.

Marion ist Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, psychologische Beraterin und Autorin
Marion Selzer

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4 Kommentare zu “Warum werden wir krank? Tipps für dauerhafte Gesundheit

  1. Die monoklonale Theorie der Krebsentstehung geht davon aus, dass alle Tumorzellen gleich sind, d.h. sofern sie zur Teilung in der Lage sind, können sie jederzeit Ausgangspunkt neuer Tumore werden. Das Stammzellenmodell beschreibt dagegen eine Hierarchie: aus wenigen Krebsstammzellen leiten sich die normalen Krebszellen ab, die den Tumor durch häufige Teilung vergrößern. Solche Stammzellen könnten erklären, warum Chemo- oder Strahlentherapien einen bestehenden Tumor zunächst verschwinden lassen, es aber dennoch nach einiger Zeit zum Wiederauftauchen der Tumore kommt: da sich die Stammzellen deutlich seltener teilen als Tumorzellen, sind sie auch durch die meisten Chemotherapien weniger verwundbar. Aus den verbleibenden Stammzellen würden dann neue, sich schnell teilende Tumorzellen gebildet. Inwieweit solche Tumorstammzellen existieren und ob sie trotz Resistenz gegenüber bisherigen Behandlungsansätzen eliminiert werden können, ist Gegenstand der aktuellen Forschung.

  2. Durch unsere langjährigen Erfahrungen sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass herkömmliche Verfahren wie pH-Wert Messungen des Urins oder auch ein einfach anzuwendender Haut-Teststift, starken Schwankungen unterliegen und durch ganzheitliche Beratungen und Ursachenermittlungen nicht zu ersetzen sind. Nur durch aufwendige Analyse kann man einen relativ exakten Aufschluss über das Säure-Basen-Verhältnisse erhalten, wobei sogar diese Methoden manchmal nur Momentaufnahmen sind und nur das wiedergeben können, was sich zuvor z.B. ernährungsmäßig oder seelisch zugetragen hat. Bei größeren Problemen versuchen wir, uns durch ein Beratungsgespräch oder das Diagnoseblatt von unseren Kunden/Patienten ein Bild zu machen. Danach können wir nicht nur ziemlich genau erkennen, ob sondern vor allem auch wo eine Übersäuerung vorliegt und wo die Übersäuerung herkommen kann.

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