Schlechtes Gewissen und das Gesetz der Anziehung

Wir sind nicht nur einer

Haben Sie schon einmal von dem Gesetz der Anziehung (Resonanzgesetz) gehört? Laut diesem Gesetz sind wir zu einem großen Teil Mitschöpfer unseres Erlebens. Das mag sich vielleicht abgehoben oder esoterisch anhören, ist eigentlich aber ganz logisch.

Wenn wir schlecht drauf sind, dann neigen wir viel eher dazu, überall nur das Schlechte wahrzunehmen. Negative Schlagzeilen springen uns dann stärker ins Auge, die Welt um uns herum wirkt düster und trist und überall finden etwas, über das wir uns aufregen oder empören können.

Ganz anders dagegen, wenn wir den Tag schon gut gelaunt beginnen können. Dann sind wir viel empfänglicher für die schönen Dinge des Lebens und können mit Herausforderungen viel gelassener umgehen. An solchen Tagen scheint die Sonne in unserem Herzen und das hat natürlich auch eine Auswirkung auf unsere Wahrnehmung. Wie wir uns fühlen, trägt entscheidend dazu bei, was wir erleben und wie wir das Erlebte interpretieren.

Logisch ist dann natürlich auch, dass sich ein schlechtes Gewissen nicht gerade positiv auf unsere Wahrnehmung auswirkt. Wen ein schlechtes Gewissen plagt, der fühlt sich alles andere als gut und öffnet damit gemäß dem Gesetz der An­ziehung die Türen für unangenehme Erfahrungen.

Vermutlich tauchen auch bei Ihnen ab und an Situationen auf, in denen Sie sich hin- und hergerissen fühlen. Soll ich meinem Verlangen nach Schokolade nach­geben oder der Figur zuliebe besser einen Apfel essen? Soll ich mir an meinem freien Tag den Wecker stellen, damit ich möglichst viele Dinge erledigt be­komme, oder gönne ich mir den Luxus auszuschlafen? Müsste ich nicht mal wieder meiner lieben Verwandtschaft einen Besuch abstatten, statt meine Zeit allein nach meinem Vergnügen auszurichten?

Fragen über Fragen, die nach einer Entscheidung verlangen. Nicht immer stellt sich danach ein schlechtes Gewissen aus. Manchmal aber schon. Gerade dann, wenn wir etwas tun möchten, das eigentlich gegen einen unserer Werte oder gegen eines unserer Vorhaben verstößt, taucht das schlechte Gewissen auf und macht uns das Leben schwer.

Wenn wir trotz unserer Absicht Diät zu halten noch eine zweite Portion ver­speisen; wir zwei Stunden vor dem Fernseher gefaulenzt haben, obwohl die Hausarbeit oder eine Klausur ansteht; oder wir uns viel lieber mit einer Freundin verabreden würden als unsere Verwandtschaft zu besuchen, dann kann es schon mal passieren, dass uns ein schlechtes Gewissen erwartet, wenn wir unserem Vergnügen folgen.

Was hat ein schlechtes Gewissen aber mit dem Gesetz der Anziehung zu tun?
Na ganz einfach: Gemäß dem kosmischen Gesetz der Anziehung ziehen wir genau das in unser Leben, was wir schwingungsmäßig in Form von unseren Ge­fühlen und Gedanken ausstrahlen. Wer von einem schlechten Gewissen geplagt wird, der fühlt sich natürlich alles andere als wohl bzw. gut und zieht ent­sprechend seiner Ausstrahlung eher unangenehme statt schöner Dinge in sein Leben. Es macht daher Sinn, diesen Zusammenhang einmal näher zu beleuchten und ein schlechtes Gewissen so gut es geht hinter uns zu lassen.

Das ist natürlich leichter gesagt als getan und soll natürlich nicht heißen, dass es besser ist, ohne Rücksicht auf Verluste einfach nur noch zu tun und zu lassen, wonach einem im Augenblick der Kopf steht. Ich möchte Sie lediglich dazu er­mutigen, bei kritischen Entscheidungen genau in sich hinein zu horchen.

Bewusste Entscheidungen lassen schlechtem Gewissen keine Chance
Lauschen Sie bei Fragestellungen, bei denen Sie sich hin- und hergerissen fühlen, genau in sich hinein. Wer meldet sich da? Und wer will was und aus welchem Grund? Auch wenn es nach außen hin den Anschein macht, dass wir eine einzelne Person verkörpern, in unserem Inneren sieht es gewöhnlich turbulent und vielfältig aus. Wir sind nicht nur einer.

Der eine will seinen Kummer mit Süßigkeiten bekämpfen, der andere denkt an die Kalorien. Einer in uns will sich ausruhen und entspannen, der andere versucht uns mit erhobenem Zeigefinger zur Produktivität anzuregen. Der eine will dieses, ein anderer jenes – so sieht es oftmals in unserem Inneren aus.

Wenn wir uns in solchen Momenten angewöhnen alle Aspekte in uns anzuhören, dann tun sich nicht selten ganz neue Entscheidungsmöglichkeiten auf. Wenn wir allen Anteilen in uns Gehör und Achtung schenken, dann sind diese Anteile auch viel eher zu einem Kompromiss oder einer Art Zwischenlösung bereit, ohne dass darauf ein schlechtes Gewissen folgt.

  • Wenn ein Teil in uns Trost im Verzehr von Schokolade sucht und wir ihm klar­machen, dass da gleichzeitig auch noch jemand in uns ist, dem Figur und Gesundheit wichtig sind, dann ist es vielleicht möglich statt im Handumdrehen die ganze Tafel Schokolade zu verschlingen, ein Stück nach dem anderen ganz bewusst zu genießen und dabei darauf zu achten, wann das Bedürfnis nach Süßem gestillt ist.
  • Und wenn wir uns nach einer Auszeit sehnen, gleichzeitig aber auch die vielen Dinge, die noch zu erledigen sind, im Auge haben, dann macht es vielleicht Sinn sich ganz bewusst für 30 Minuten eine Pause zu gönnen, um danach frisch und erholt mit aufgeladenen Batterien durchstarten zu können.
  • Wenn uns der Kopf nach Zeit für uns steht, wir aber eigentlich mal wieder Tante Erna besuchen sollten, dann kann eine für all unsere Anteile befriedigende Lösung darin liegen, diesen freien Tag allein nach unseren Wünschen auszu­richten, dafür aber einen festen Termin für den Besuch bei Tante Erna in unserem Terminkalender zu vermerken.

Wenn wir Entscheidungen so bewusst fällen, dann wird es hinterher auch kein schlechtes Gewissen geben.

Möglicherweise erkennen wir durch dieses Hineinhorchen aber auch, dass es vielleicht doch besser ist, uns anders zu entscheiden. Wenn wir andauernd un- seren Gelüsten nachgeben, dann ist es kein Wunder, wenn die überflüssigen Kilos nicht verschwinden wollen. Und wenn wir einem Impuls nach einem sexuellen Abenteuer nachgehen, dann liegt es auf der Hand, dass wir damit unseren Partner vor den Kopf stoßen werden.

Nehmen wir uns also die Zeit, um zu überlegen, welche Konsequenzen unser Verhalten sowohl kurz- als auch langfristig für unser Wohlbefinden hat. Treffen wir unsere Entscheidungen ganz bewusst nach sorgsam erfolgter Bedachtheit, nachdem wir uns die Zeit genommen haben all unsere inneren Anteile anzuhören.

Bewusst getroffene Entscheidungen sind das beste Mittel gegen schlechtes Ge­wissen. Langsam, aber sicher werden Sie dadurch in der Lage sein nur noch Entscheidungen zu treffen, zu denen Sie 100%ig stehen können und mit denen Sie sich rundum wohlfühlen werden. Welch großen Gewinn dies hinsichtlich des Gesetzes der Anziehung haben wird, brauche ich wahrscheinlich nicht extra zu erwähnen;) Lassen wir das schlechte Gewissen also hinter uns.

Bildrechte: pixelio.de © Stefan Bayer  Himmel und HölleTeil _1

Marion Selzer

Marion Selzer

Marion beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren.

Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen.

Marion ist Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, psychologische Beraterin und Autorin
Marion Selzer

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