Rohe gesättigte Fette als Geheimtipp gegen Heißhunger

coconut-1125_1280Wie gesunde Fette gegen Süßhunger und andere ungesunde Gelüste helfen

Wer kennt das nicht: Da nimmt man sich vor, sich gesünder zu ernähren, weniger Zucker und andere schlechte Kohlenhydrate zu essen, und schafft es doch nicht. Meist sind es Gelüste und Heißhunger auf genau die Dinge, die wir eigentlich meiden möchten, die unser Vorhaben zum Scheitern bringen.

Dass Zuckersucht auch biochemische Ursachen haben kann und immer wieder aufkommender Heißhunger auf bestimmte Nahrungsmittel vielfältige Gründe haben kann, haben wir bereits ausführlich erläutert. Heute wollen wir uns damit beschäftigen, wie sich Heißhunger durch ein Mehr an gesunden Fetten deutlich reduzieren und vielleicht sogar völlig zum Verschwinden bringen lässt.

Heißhunger durch Vitalstoffmangel

Wie bereits hier berichtet, kann ein Mangel an Vital- und Nährstoffen zu Heißhunger, vor allem auf süße Sachen und Teigwaren führen. Denn, wenn dem Körper etwas fehlt, signalisiert er uns das in Form von Hunger, Appetit, Müdigkeit oder einer abfallenden Stimmung.

Da schnell verdauliche Kohlenhydrate, wie sie in Süßigkeiten oder auch Teigwaren aus hellem Mehl stecken (Brot, Nudeln, Pizza, Kuchen, Hamburgern usw.), in sehr kurzer Zeit in Energie umgewandelt werden können und gleichzeitig durch ihre Wirkung auf das Belohnungszentrum im Gehirn zu einer verstärkten Ausschüttung von Glücksbotenstoffen führen, vermitteln sie uns einen Energieschub und ein Hochgefühl.

Kein Wunder also, dass wir, wenn wir uns müde, abgespannt, gereizt oder gestresst fühlen zu Schokolade, Softdrinks, Keksen oder belegten Brötchen greifen. Nur leider handelt es sich bei diesen Dingen um nahezu leere Kalorienträger. Das heißt, sie liefern uns zwar jede Menge Kalorien, aber nur kaum Vitalstoffe, um die es unserem Körper eigentlich geht.

Unser Körper merkt diesen „Betrug“ natürlich und signalisiert uns nur kurze Zeit später nachdem wir Süßigkeiten, Pommes, Cola oder Gummibärchen gegessen haben, dass ihm immer noch etwas fehlt und schon wieder bekommen wir Lust und Appetit. Ein Teufelskreis beginnt.

Ein Mehr an Vitalstoffen kann daher dabei helfen, Heißhunger auf ungesunde Dinge zu minimieren. Grüne Smoothies, mehr Gemüse aus biologischem Anbau, Wildkräuter und Sprossen sind hierbei ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Allerdings bringen uns selbst die hochwertigsten Lebensmittel nicht viel, wenn ihre Inhaltsstoffe nicht dort ankommen, wo sie benötigt werden: in unseren Zellen.

Rohe gesättigte Fette gegen Heißhunger

Damit die Vitalstoffe, die wir über die Ernährung zu uns nehmen, auch in die Zellen gelangen, müssen die Zellen ausreichend mit Wasser versorgt sein. Denn Wasser spielt bei der Durchlässigkeit der Zellen und damit bei der Frage, welche Stoffe in und welche Stoffe aus der Zelle gelassen werden, eine entscheidende Rolle.

Für eine gute Wasserversorgung unserer Zellen müssen wir aber nicht nur ausreichend Wasser trinken, sondern vor allem mehr rohe gesättigte Fette essen. Denn unser Körper ist kein Sieb, in das wir einfach Wasser hineinschütten können und das dann dort bleibt, sondern muss in den Zellen gehalten werden. Das übernehmen die Zellmembranen, also die äußeren Hüllen unserer Zellen, die die Zellen von ihrer Umgebung abschirmen. Diese bestehen zu einem großen Anteil aus gesättigten Fettsäuren.

Gut zu wissen: Für eine gute Hydrierung unseres Körpers sollten wir gleichzeitig die Dinge meiden, die unseren Körper dehydrieren, dazu zählen Kaffee trinken, zu viel tierisches Eiweiß essen, Kochsalz und auch zu viele ungesättigte Fettsäuren aus dem Verzehr von bei Zimmertemperatur flüssigen Pflanzenölen.

Rohe gesättigte Fette für einen gesunden Zellstoffwechsel

Nur, wenn unser Körper mit ausreichend rohen gesättigten Fetten versorgt ist, funktionieren diese Prozesse optimal. Da wir heute jedoch in der Regel an einem Mangel an rohen gesättigten Fettsäuren leiden, werden selbst diejenigen schlecht mit Vitalstoffen versorgt, die sich gesund ernähren und viel Wasser trinken.

Damit unser Körper die in der Nahrung enthaltenen Vitalstoffe auch verwerten kann, sie also auch in der Zelle ankommen, müssen wir sie nicht nur essen, sondern gleichzeitig auch für einen gesunden Stoffwechsel der Zelle sorgen und das können wir, indem wir mehr rohe gesättigte Fette zu uns nehmen. Dabei sind vor allem die mittelkettigen Fettsäuren sehr wichtig.

Hervorragende Quellen für diese Fettsäuren sind rohes Kokosmus, Koskosöl oder Rohmilchbutter von grasfressenden Weidetieren. Ganz abgesehen von den moralischen Gesichtspunkten, sind Fleisch und Fisch weniger zu empfehlen. Zum einen, weil sich im Fett von Tieren fettlösliche Umweltgifte wie Schwermetalle sammeln, sie heute also sehr stark belastet sind, und zum anderen nur die wenigsten ihr Steak oder ihre Forelle roh essen möchten.

In unserem 6-Wochen-Online-Ernährungsprogramm beschäftigen wir uns in Woche 3 ausführlich mit dem Thema Fette. Dort erfahren Sie u.a.:

  • dass wir nicht alle Fette über einen Kamm scheren können und als gesundheitsschädliche „Kalorienbomben“ verurteilen dürfen, da wir auch hier, ähnlich wie bei den Kohlenhydraten, zwischen guten und schlechten Fetten unterscheiden müssen
  • dass bestimmte Fette essentiell und lebensnotwendig sind und für viele wichtige Funktionen in unserem Körper benötigt werden
  • wieso rohe gesättigte Fette eine Schlüsselfunktion für unsere Gesundheit haben und die viel besagten Pflanzenöle sogar gefährlich werden können
  • vor welchen Fetten Sie sich wirklich in Acht nehmen sollten
  • dass ein wenig mehr von den richtigen Fetten in der täglichen Ernährung uns glücklich, satt und auf einer tiefen Ebene zufrieden machen kann, ohne der Figur zu schaden
  • sondern, dass bestimmte Fette uns sogar beim Abnehmen und der Fettverbrennung behilflich sein können und wie sich diese in einer praktischen und leckeren Weise in Form von Lubrikatoren (weißen Smoothies) zubereiten lassen

Mehr Infos zu unserem 6-Wochen-Online-Ernährungsprogramm finden Sie hier>>

Rohe gesättigte Fette als wichtiger Bestandteil von weißen Smoothies

Rohe gesättigte Fettsäuren bilden einen wichtigen Bestandteil sogenannter weißer Smoothies. Diese Mixgetränke, zusammengestellt aus hochwertigen Zutaten, versorgen uns mit essentiellen Aminosäuren und wertvollen Fettsäuren, die in der heutigen Ernährung oft zu kurz kommen, aber extrem wichtig für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden sind.

In unserem Ratgeber Weiße Smoothies (Lubrikatoren) zum Abnehmen, Entgiften und Wohlfühlen verraten wir Ihnen tiefer gehende Informationen und geben Ihnen leckere Rezeptideen zur Hand.

Gerade für Sportler, Menschen, die Körperfett abbauen oder Muskelmasse aufbauen wollen, und für alle, die ihren Körper auf sanfte und gleichzeitig effektive und nebenwirkungsfreie Weise entgiften möchten, können weiße Smoothies eine geniale und zugleich köstliche Ergänzung der täglichen Ernährung darstellen.

Mehr Infos hier>>

Bildrechte: pixabay.com © Lebensmittelfotos

Marion Selzer

Marion Selzer

Marion beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren.

Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen.

Marion ist Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, psychologische Beraterin und Autorin
Marion Selzer

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2 Kommentare zu “Rohe gesättigte Fette als Geheimtipp gegen Heißhunger

  1. Warum kann man denn nicht einfach mal ne leckere Kokosnuss essen, warum müssen es statt dessen verarbeitete Lebensmittel wie Kokosmus und Kokosöl sein?
    Mich nervt es, dass Lebensmittel immer kompliziert sein müssen.
    Was spricht denn gegen Fisch?

    • Hallo!

      Ganze Kokosnüsse sind natürlich auch ganz wunderbar! Es muss nicht unnedingt das Mus oder das Öl sein, wir finden es allerdings praktischer, weil Mus und Öl sich lange halten, wir davon gleich eine größere Menge bestellen können und wir Kokosöl auch gerne zum Kochen verwenden.

      Gegen Fisch spricht zunächst einmal der ethische Aspekt. Wir lehnen es ab, dass Tiere für unser Essen getötet werden müssen. Darüber hinaus sind die meisten Fische heute leider stark mit Umweltgiften belastet, die sich im Fett der Fische ansammeln. Zudem enthalten Fische viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die leicht oxidieren, wodurch schädliche Stoffe entstehen. Daher sollte Fisch in keinem Fall gebraten oder gebacken werden. Am besten nur gedämpft essen oder roh, aber dann gibt es ein Problem mit Parasiten.

      Viele Grüße,
      Marion & Jens vom Inspiriert-Sein Team

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