Karies heilen ist möglich

Karies heilen ist möglich Zähne ein Leben lang: Karies ist heilbar!

Nahezu jeder Erwachsene leidet unter Karies oder einer Zahnfleischerkrankung. Zahnerkrankungen sind so allgegenwärtig und zum gewohnten Begleiter geworden, dass wir sie kaum noch als Krankheit wahrnehmen. Durch die richtige Ernährung und entsprechende Mundhygiene kann man Karies vorbeugen und ihre Verbreitung verlangsamen, das ist bekannt.

Doch haben Sie gewusst, dass Karies und andere Zahnerkrankungen bei natürlich lebenden Völkern nahezu unbekannt waren? Oder, dass Karies auch ohne Bohren heilbar ist oder zumindest zum Stoppen gebracht werden kann?

Wir verraten Ihnen, wieso Karies und andere Zahnerkrankungen nicht natürlich sind und sich somit vorbeugen und oft sogar stoppen lassen.

Sind Zahnerkrankungen natürlich?

Karies und entzündliche Erkrankungen des Zahnhalteapparates, soge­nannte Parodontopathien, zählen zu den häufigsten Erkrankungen der Zähne.

Nahezu jeder deutsche Erwachsene ist von einer der beiden Er­krankungen betroffen. Laut einer Mundgesundheitsstudie aus dem Jahr 2005 hat der 35-45-jährige Durchschnittsdeutsche 14,5 kranke Zähne in seinem Mund, die entweder von Kariesbakterien angegriffen werden, Füllungen enthalten oder bereits gezogen wurden.

Wir finden es normal, dass wir im Alter ein künstliches Gebiss benöti­gen und stören uns nicht weiter daran, dass Zähne schon in jungen Jah­ren gebohrt und „repariert“ werden müssen. Karies und andere Zahn­erkrankun­gen sind so allgegenwärtig, so dass wir sie kaum noch als Krankheit wahrnehmen.

Doch ist das wirk­lich normal, im Sinne von natürlich oder haben wir uns einfach nur an etwas gewöhnt, was so von der Natur nicht vorgesehen war?

Zahnerkrankungen sind bei natürlich lebenden Völkern nahezu unbekannt

Wenn wir uns die Studien des renommierten Zahnforschers Dr. Weston Price ansehen, müssen wir feststellen, dass von der Zivilisation abge­schnittene Völker nahezu immun gegen Zahnerkrankungen waren. Auch verfügten sie fast ausnahmslos über perfekt angeordnete Zähne und wiesen keinerlei Fehlstellungen auf.

Auch die Funde von Schädeln unserer Urzeitvorfahren bestätigen, dass Zähne ein Leben lang gesund bleiben können. So entdeckte H. P. Pickerill bei der Untersuchung von Schädeln der australischen Ureinwohner nur einen kranken Zahn unter 2000. Und auch in Europa waren Zahnerkrankungen von der Steinzeit bis ins 16. Jahrhundert äußerst selten, was durch Schädelfunde belegt ist.

Das Wunderwerk Zähne

Zähne von Menschen und Säugetieren, genauer gesagt der Zahn­schmelz, also der sichtbare Teil der Zähne, sind das härteste Gewebe, das lebende Organismen hervorbringen können. Der Zahnschmelz be­steht zu 95 Prozent aus Mineralien und ist extremsten Bedingungen ausgesetzt.

So müssen unsere Zähne zum Beispiel beim Zusammenbei­ßen, Pressen und Knirschen Belastungen von bis zu 400 Kilogramm standhalten. Außerdem müssen sie mit Temperaturen einer Bandbreite von null bis 75 °C sowie pH-Werten von 2-11 und damit pH-Wer­t-Schwankungen im Milliarden Bereich zurecht kommen!

Ist die Mundflora intakt, sind unsere Zähne nahezu unverwüstlich. Zehntausend Jahre und länger kann ein menschlicher Zahn nach dem Tod des Individuums allen zersetzenden Umwelteinflüssen widerste­hen. Das bestätigen Funde von Überresten von Urzeitmenschen, deren Skelette sich nahezu vollständig durch Witterung und Bakterien aufge­löst haben, wohingegen ihre Zähne nach wie vor bis heute erhalten ge­blieben sind.

Wie wir also sehen, können Zähne ein Leben lang gesund bleiben. Doch können durch Karies beschädigte Zähne auch wieder gesund werden?

Ist Karies heilbar?

Wie Sie sicher von Ihrem Zahnarzt wissen, ist Karies nicht heilbar. Nach herrschender Ansicht der Schulmediziner kann sich einmal beschädigte Zahnsubstanz nicht wieder regenerieren. Das gilt zumindest dann, wenn neben dem Zahnschmelz schon das Zahnbein, das Dentin, angegriffen ist – darüber sind sich jedenfalls die meisten Zahnärzte einig.

Die Selbstheilungskräfte unseres Körpers

Unsere Haut regeneriert sich nach Verletzungen und Verbrennungen. Wunden heilen bekanntlich auch ohne unser Zutun. Selbst bei Knochenbrüchen wachsen die Knochen wieder von alleine zusammen, nur bei Zähnen soll das anders sein? Anders als jede andere Gewebeschicht unseres Körpers sollen sie von der Fähigkeit der Selbstheilung ausgenommen sein?

Die Wurzeln unserer Zähne sind umgeben von Lymphflüssigkeit und dadurch mit dem gesamten Körpersystem verbunden. Ebenso wie alle anderen Körperzellen werden auch die Zellen, die unsere Zähne bilden, durch die Nährstoffe aus dem Blut ernährt.

Auch sie verfügen, wie jede andere Zelle unseres Körpers, über erstaunliche Selbstheilungs- und Regenerationskräfte. Unsere Zähne sind andauernd darum bemüht, den durch Kau- und Beißbewegungen entstandenen Abrieb zu ersetzen und neue Zahnsubstanz zu bilden.

Karies ist heilbar – Die Belege

Der Zahnarzt Lars Hendrickson äußert sich in seinem Buch „Zahngesund – Wie Sie ohne Zahnarzt gesund bleiben“ dahingehend, dass Karies nur ohne Zahnarzt heilbar sei. Er schreibt, dass Karies durch Bakterien verursacht werde, deren Hauptnahrungsquelle aus Zucker und anderen einfachen Kohlenhydraten besteht.

Sobald wir ihnen diese Nahrungsgrundlage durch eine entsprechende Ernährungsumstellung entziehen und die Bakterien gleichzeitig mit antibakterieller Mundhygiene bekämpfen, könne sich wieder eine gesunde Mundflora bilden. Die bereits bestehenden Kariesherde werden in ihrer Ausbreitung gestoppt, trocknen aus und können sich wieder regenerieren.

In Fachkreisen spricht man dann auch von „Karies sicca“, einer ausgetrockneten Karies. In diesem Zustand sind die auslösenden Bakterien bereits verschwunden, es kommt zu einem Kariesstopp und das einzige, was bleibt, sind die dunklen Verfärbungen auf der wieder hart gewordenen und damit voll einsetzbaren Zahnoberfläche.

Der finnische Zahnarzt Kauko K. Mäkinen, der einige Studien mit dem antikariös wirkenden Birkenzucker „Xylit“ durchgeführt hat, äußert sich ebenfalls dahingehend, dass selbst fortgeschrittene Karies ausheilen, erhärten und der betroffene Zahn wieder voll einsatzfähig werden kann. Solche Erscheinungen sind in den sogenannten Industrienationen natürlich äußerst selten, da Karies hier in der Regel bereits im Anfangsstadium weggebohrt wird.

Auch die Zahnärzte Dr. Weston Price und Dr. Johann Schnitzer konnten anhand zahlreicher Fälle belegen, dass Karies geheilt bzw. zumindest gestoppt werden kann, selbst im weit fortgeschrittenen Stadium – und das allein durch eine entsprechende Umstellung der Ernährung!

In meinem Ratgeber „Karies? Nein, danke! Wie Sie Karies und andere Zahnerkrankungen auf natürliche Weise vorbeugen und stoppen können“ verrate ich Ihnen nicht nur, welche Lebensmittel, Vitamine und Mineralien wichtig für Ihre Zahngesundheit sind (inklusive Empfehlungen für Vegetarier und Veganer).

Sondern ich werfe darin auch einen Blick auf die Zusammenhänge zwischen Psyche und Zahnerkrankungen und weise auf Mentaltechniken hin, mit denen sich zum Teil unglaubliche Resultate bei der Wiederherstellung bzw. Erhaltung der Zahngesundheit erreichen lassen.

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Bildrechte: pixabay.com © OpenClipartVectors

Marion Selzer

Marion Selzer

Marion beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren.

Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen.

Marion ist Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, psychologische Beraterin und Autorin
Marion Selzer

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