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Happy GODO: Mit dem Herzen geht man besser

Von Jens Sprengel | 2. September 2010

Gehen über den Vorfuß ist wichtig für die gesunde Entwicklung von Sprache, Denken und sozialem Verhalten.Die Re-Evolution des Gehens

Gehen, eigentlich die normalste Sache der Welt, könnte man meinen, wenn da nicht etwas völlig falsch gelaufen wäre.
Dr. med. Hans-Peter Greb, Arzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren, machte vor über 30 Jahren eine brisante Entdeckung: „Die ganze Welt geht verkehrt!”

Er stellte bei der Arbeit mit seinen Patienten bereits Mitte der 70er fest, dass der Mensch eigentlich ein Vorfußgeher ist. Beim Aufsetzen des Fußes berührt der Vorfuß zuerst den Boden und dann senkt sich erst der ganze Fuß ab.
Dieser Erstkontakt mit dem Vorfuß ist sanft und weich und hat die Aufgabe zu fühlen, wie die Beschaffenheit des Bodens ist. Unebenheiten, wackeliger oder scharfkantiger Untergrund bergen viele potentielle Verletzungsmöglichkeiten. Wir kennen das alle, wenn wir barfuß auf einem steinigen Untergrund gehen, denn dann tasten wir uns auch vorsichtig voran.

Das klingt soweit logisch, oder?
Die Frage ist nur: „Weshalb geht die ganze Welt dennoch verkehrt herum?”
Schauen wir uns das allgemeine Gangbild an, lässt sich schnell erkennen, dass wir alle zuerst die Ferse absetzen und dann nach vorne hin abrollen.

Dr. Greb fand schon vor über 30 Jahren heraus, dass wir Menschen mit dem Schreitreflex geboren werden. Dieser Schreitreflex sorgt dafür, dass wir automatisch über den Vorfuß gehen. Babys, die anfangen zu laufen, setzen die Füße mit dem Vorfuß zuerst ab und der Schreitreflex richtet bei jedem Schritt den Fußballen zum Boden aus. Dieser nimmt Kontakt auf und senkt bremsend und dämpfend das Gewicht nach unten ab. Bei diesem bremsenden Absenken spannt sich die intrinsische Muskelkette automatisch. Sie verläuft direkt an Knochen und Gelenken und ist für die mühelose Aufrichtung des Körpers verantwortlich. Vergleichbar mit einer Feder, die gegen einen Widerstand gespannt wird, spannt sich die intrinsische Muskelkette beim Senken und entspannt sich wieder beim Abdrücken.
So kann die hierbei freigesetzte Spannung ökonomisch für den nächsten Schritt genutzt werden. Dabei spannt sich die extrinsische Muskelkette und hebt die Ferse aus dem Stand.

Als Kinder haben wir das bei den ersten Schritten alle perfekt beherrscht.
Doch während der ersten drei Jahre lernen Kinder dadurch, dass sie die Erwachsenen imitieren. Kinder „lernen” durch dieses Imitieren Gehen, Sprechen, Körpersprache, Mimik und vieles mehr, und wachsen so in die Realität der Erwachsenen hinein.
So schaut sich jede Generation bei der vorherigen dieses falsche Bewegungs- muster ab und „trainiert” es durch Nachahmen so lange, bis es als normal abgespeichert wird.

Interessanterweise verläuft die Sprachentwicklung parallel zum Gehen.
Sprechen und Gehen werden über die selben Nervenbahnen gesteuert. Die Mediziner nennen sie Motorneuronen oder Pyramidenbahnen. Schleichen sich hier gravierende Fehler ein, wie es beim Imitieren von falschen Gangmustern der Fall ist, wirkt sich das auch auf die Entwicklung der Sprache und des Denkens aus.

Fazit:
Unser Gang beeinflusst die Entwicklung der Sprache, des Denkens, Fühlens, Wahrnehmens und auch des sozialen Verhaltens.

Letztendlich sind alle Bereiche von Körper, Geist und Seele betroffen.
Durch den Hackengang, wie man das Gehen über die Ferse auch bezeichnen kann, wird die Basis des Bewegungsapparates komplett verändert.
Wenn die Füße nicht richtig funktionieren, dann können auch die Knie, Hüften, die gesamte Wirbelsäule, ja der ganze Körper nicht ökonomisch zum Einsatz kommen. Setzt man zuerst mit der Ferse auf, dringt mit jedem Schritt eine Wucht von etwa 50 kg durch die Füße in den Körper ein. Diese Kraft wird über die Knochenleitung bis zum Gehirn transportiert. Das haben Messungen der Sportuniversität Köln ergeben. Nach 100 Schritten sind das 5 Tonnen! Und das nur beim Gehen.

Dr. Greb fand heraus, dass fast alle Erkrankungen des knöchernen Systems, wie z.B. Arthrose, Wirbelsäulen- und Bandscheibenschäden, durch falsches Gehen entstehen und durch richtiges Gehen wieder verschwinden können. Auch Herzkreislauferkrankungen, vor allem Venenleiden, entstehen so, bis hin zu psychischen Erkrankungen, wie beispielsweise Depressionen.
Aus diesen Erkenntnissen entstanden Bücher, Vorträge, und Seminare, die sich alle mit dem richtigen Gehen, dem Happy Godo beschäftigen.

Weshalb der Name Godo?
Da es für das Gehen mit dem Vorfuß scheinbar auf der ganzen Welt keine Bezeichnung gibt, beschloss Dr. Greb auch hier Abhilfe zu schaffen. Er kreierte den Begriff Go-Do, als künftig globale Bezeichnung für das Gehen über den Vorfuß. Go aus dem englischen „Gehe”, und Do aus dem japanischen, bedeutet „der Weg”. Ein Begriff, der Ost und West vereint.
Dr. Grebs Vision des neuen Menschen, der in einer neu organisierten Gesellschaft die Erde respektvoll beschreitet, statt rücksichtslos zu marschieren, unter- stützen wir voll und ganz.

Ich kann jedem von ganzem Herzen empfehlen, sich tiefergehend mit Happy Godo zu beschäftigen. Die gute Laune stellt sich sehr schnell ein, schon nach einigen Tagen des Ausprobierens merkt man eine angenehme Leichtigkeit.

Für nähere Informationen zu Dr. Greb und Happy Godo, verweisen wir hier mit freundlicher Genehmigung auf seine Homepage: www.godo-vision.de.
Hier erfahren Sie alle Details über Godo, Seminare und Vorträge mit Dr. Greb, weiterführende Literatur und natürlich auch, wo Sie das passende Schuhwerk bekommen.

Bildrechte: aboutpixel.de allein am Strand © :u :sky

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Ein Kommentar to “Happy GODO: Mit dem Herzen geht man besser”

  1. Ballenläufer meint:
    12.März 2012 at 19:23

    Eine interessante Website zum Thema Ballengang – unter anderem auch mit einem Interview mit Dr. Greb – findet der interessierte Leser unter http://www.einfachballengang.de.

    Viel Spaß beim Lesen

Kommentare

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