Glutenfreie Ernährung

Glutenfreie Ernährung, Ernährung glutenfrei, Ernährung ohne Brot, Ernährung ohne Getreide, Glutenallergie, Getreideunverträglichkeit, chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie Berichterstattung eines Selbstversuches

Erfahren Sie hier, dass ein Weglassen bestimmter Nahrungsmittel, wie tierische Produkte oder gar Getreide, kein Mangel sondern eine Bereicherung der Lebensqualität sein kann. Auf die innere Einstellung und Überzeugung kommt es an.

Als ich vor vielen Jahren anfing vegetarisch zu leben, haben das viele in meinem Umfeld nicht verstanden. Vielleicht wollten sie es auch nicht verstehen. Auch heute begegnen mir immer noch dieselben Fragen. Die weit am häufigsten Gestellte lautet: „Was isst Du denn dann den ganzen Tag, wenn Du kein Fleisch, ja noch nicht einmal Wurst isst?“

Diese Frage kennen vermutlich die meisten Vegetarier, sie wird also nicht nur an mich gerichtet. Was auch viele kennen, ist ein Satz der meistens auf diese Frage folgt, nachdem man kurz geschildert hat, was man denn dann isst: „Ja, aber so viel Fleisch esse ich ja auch nicht!“

Mit der Zeit verschwanden dann wie von selbst, immer mehr tierische Produkte aus meiner Ernährung: Milch, Eier und ganz am Schluss Käse. Ich verwandelte mich in einen Veganer. Da wurde ich seltsamerweise viel weniger mit solchen Fragen konfrontiert. Ich vermute, ein solches Essverhalten liegt schon zu weit außerhalb der gut bürgerlichen Norm. Die Leute wollen es da nicht mehr so genau wissen.

Ich kenne viele vegan und vegetarisch lebende Menschen und die meisten haben sich dorthin entwickelt. Man beschließt es nicht einfach, sondern es entwickelt sich.

Kochsalz und raffinierter Zucker verschwanden ebenfalls schon vor vielen Jahren aus meiner Ernährung. Viele Informationen über die schädigende Wirkung solcher raffinierten Produkte, machten es leicht darauf zu verzichten. Die Geschichte geht noch weiter.

Kommen wir zum eigentlichen Thema diese Artikels:

Seit 100 Tagen lebe ich ohne Getreide. Meine Ernährung ist frei von Brot, Nudeln, Keksen, Kuchen, Reis usw. Ich hatte vorher schon eine Abneigung gegen Weizenmehlprodukte, habe mir eine Getreidemühle zugelegt und frischen Dinkel gemahlen. Damit habe ich lange Brot und Brötchen selbst hergestellt. Dinkelpizza, auch Aufläufe mit ganzen oder geschroteten Körnern.

Da ich fast jeden Tag ein sehr intensives Training absolviere, glaubte ich auch jede Menge Kalorien zu benötigen. Getreideprodukte stellten meine haupt- sächliche Quelle an Kalorien und Kohlenhydraten dar. Und diese Quelle ist jetzt auch versiegt.

Wie kam es dazu?

Dass viele Menschen an einer Getreideunverträglichkeit leiden, ist bekannt. Auch habe ich hier und da gelesen oder gehört, Getreide sei gar nicht zur mensch- lichen Ernährung geeignet. Ich hatte weder das Gefühl, eine Unverträglichkeit zu haben, noch dass es mir schaden würde regelmäßig Getreide zu essen. Das Ersetzen von Weizen durch Dinkel schien die optimale Lösung zu sein.

Über die positiven Auswirkungen einer dinkelreichen Ernährung hatte ich viel gelesen. Außerdem schmeckten mir meine selbst gebackenen Brötchen besser als kommerziell hergestellte und ich fühlte mich damit sehr wohl. Das glaubte ich zumindest. Für meinen logischen Verstand war das Thema Getreide also optimal gelöst.

Die Dinge entwickelten sich weiter.

Ich lebte die letzten 10 Monate auf der Kanareninsel La Palma. Auf La Palma wächst so ziemlich alles, was man essen kann. Schon allein das Obst ist eine Reise wert. Ich traf viele Veganer und auch manche Rohköstler. Einige leben sogar völlig autark in Höhlen, betrieben nicht einmal einen eigenen Garten, sondern lebten nur von wild wachsenden Pflanzen. Sie waren der Meinung, dass die Natur alles reichhaltig hervorbringt, und man nur wissen müsse, was essbar ist.

Das Thema Ernährung und vor allem natürliche Ernährung beschäftigt mich schon seit meiner Jugend.

Ich dachte bereits die wichtigsten Dinge zu wissen, wurde aber mehrfach eines Besseren belehrt. Ein Gespräch mit einem älteren Ehepaar hinterließ den stärksten bleibenden Eindruck. All meine bisherigen „Erkenntnisse“ im Bereich Ernährung, konnten deren Aussagen nicht standhalten. Beide waren sehr gebildet und unabhängig ihres Alters sehr fortschrittlich eingestellt. Der Mann kannte sich bestens aus in Sachen Weltpolitik, Gesundheitswesen, Pharma- und Nahrungs- mittelindustrie, Medien usw.

Und er überzeugte mich wiederum, dass Getreide nichts in unserem Verdauungstrakt verloren habe, auch Dinkel nicht. Dinkel sei ein besserer Weizen meinte er. Beide lebten schon lange ohne Getreide und strahlten Gesundheit, Kraft und Lebensfreude aus. Sie waren weder missionierend noch irgendwie fanatisch, sondern einfach überzeugend. Ich hatte zwei Menschen kennengelernt, die das, was sie erzählten, auch lebten. Es fühlte sich authentisch an, basierend auf wahren Erfahrungen.

Viele predigen einfach ihre Weisheiten, aber diese beiden entwickelten sich im Laufe ihres Lebens durch ein ständiges Überprüfen der einzelnen Behauptungen zu Wissenden.

Wir haben uns sehr lange unterhalten. Mir wurde empfohlen auf Hirse, Quinoa und Buchweizen umzusteigen. Auch Mais wäre okay. Aber hier müsse man aufpassen, da der schon sehr stark gentechnisch verändert wurde, ähnlich wie Soja. Dieser Abend hat mich zutiefst beeindruckt.

Jetzt wollte ich es wirklich wissen.

Ein Selbstversuch musste her, und ich hatte schon länger das Bedürfnis eine leichte Fastenkur zur Entlastung und Regeneration zu machen. Das würde der Startschuss zum Experiment „Ernährung ohne Getreide“.

Ich kann mich immer sehr schlecht zu etwas zwingen, deshalb bin ich froh, wenn entweder der Leidensdruck oder das Interesse so groß werden, dass ich es kaum erwarten kann, etwas Derartiges auszuprobieren.

Eine zweiwöchige Rohkostphase, für die gerade La Palma bestens geeignet ist, war der erste Schritt. Sowohl vom Körpergewicht, als auch vom Wohl- befinden her merkte ich schon in den ersten Tagen eine wahre Erleichterung. Meine Ernährung während dieser zwei Wochen bestand aus frisch gepressten Säften, sonnengereiftem Obst und Mandeln. Salate in allen Varianten mit gutem Olivenöl und ein wenig Meersalz zubereitet, sorgten für herzhafte Abwechslung.

Auch entdeckte ich wieder die Energie, die in gekeimten Samen und Hülsenfrüchten steckt. Erwähnenswert sind auch die Mixgetränke aus Früchten, Mandeln, Sonnenblumenkernen, Keimlingen und Kokosmilch, die sich nach Saison und Vorliebe jedes Mal neu gestalten lassen.

In diesen zwei Wochen passierte schon eine ganze Menge:

Die Nahrungsmenge die ich zu mir nahm war sehr gering im Vergleich zu dem, wie ich vorher lebte. Nicht dass ich fastete, ich brauchte einfach nicht mehr. Vormittags Obst, am frühen Nachmittag einen reichhaltigen Shake und ab und zu dann abends noch einen Salat.

Mein tägliches Leistungs- und Trainingspensum war hoch bis sehr hoch, dennoch reichte mir die Nahrungsmenge vollkommen aus. Mein Verlangen nach Brot oder Getreide war von Anfang an nicht vorhanden. Das fand ich am erstaunlichsten, da ich erwartet hatte, es würde vielleicht doch irgendwie hart.

Nein, sogar das Gegenteil war der Fall: Ich hatte von meinem Instinkt her nicht das Gefühl, dass Brot ein Nahrungsmittel sei. Genauso wie ich nicht das Verlangen habe Sägespäne zu essen, konnte ich mir nicht mehr länger vorstellen Brot zu essen. Das ganze Hunger-, Appetit- und Essverhalten veränderte sich und das in wenigen Tagen. Ich fühlte mich immer leistungsfähiger und wacher, mit immer weniger Nahrungsmenge.

Und das mit der Rohkostphase, so wie ich es vorher „geplant“ hatte, war auch völlig unkompliziert. Es war meistens so heiß, dass ich keine Lust auf warme Speisen verspürte. Irgendwann, keine Ahnung wie lange ich letztendlich nichts Gekochtes gegessen habe, war es damit von meinem Gefühl her genug.

Ich bekam wieder Appetit auf warme Mahlzeiten.

Diesem Gefühl folgend erweiterte sich meine Ernährung wieder: gekochte Hülsenfrüchte, wie Linsensuppen, indische Dalgerichte, gebackene Kartoffeln, veganes Chilli oder einfach gedünstetes Gemüse bekamen wieder ihren Platz in meiner Ernährung.

Das geht jetzt schon seit über drei Monaten so, der hundertste Tag dieses „Selbstversuches“ ist mittlerweile überschritten und es ist auch schon lange kein Versuch mehr. Meine Ernährung und mein Verhältnis zu Nahrung haben sich wieder einmal verändert.

Es kommt überhaupt nicht mehr in Frage Brot, Nudeln, Gebäck oder Kuchen zu essen. Genauso wenig wie die ganze Zeit vorher schon Fleisch, Eier und Milchprodukte keine Rolle mehr spielten. Als wäre es schon immer so gewesen, ohne Zwang und Selbstdisziplin. Im Gegenteil, ich bin eher froh, dass ich keinen Stress mehr mit all diesen Dingen habe.

Und das Beste ist:

Je mehr ich aus meiner Ernährung weglasse, desto bewusster wird mir was für unendliche Möglichkeiten es doch gibt. Das klingt paradox, aber unsere Geschmacksnerven und unsere Essgewohnheiten sind oft so eintönig, dass wir die Vielfalt und Fülle der Lebensmittel einfach nicht wahrnehmen.

Überlegen Sie einmal wie abwechslungsreich Ihre Ernährung ist. Auch wenn sie tierische Produkte, Getreide, Zucker und dergleichen enthält, würde ich wetten, dass Sie im Prinzip immer die gleichen Dinge essen. Wir vergessen welche Möglichkeiten und Lebensmittelkombinationen es gibt.

Dieser Erfahrungsbericht soll nicht missionieren. Er soll auch kein schlechtes Gewissen machen und schon gar darstellen, wie „toll“ doch meine eigene Ernährung ist. Mir geht es darum aufzuzeigen, dass es keinen Verzicht bedeutet aus verschiedenen Gründen einige Dinge wegzulassen. Unverträglichkeiten und Allergien, sei es Gluten, Milcheiweiß, und  was auch immer kommen sehr häufig vor.

Die Betroffenen bekommen oft die Empfehlung, auf diese Dinge am besten ihr Leben lang zu verzichten. Das lässt oft ein Gefühl von Leere und Mangel entstehen und wird als eine Einschränkung der persönlichen Lebensfreude empfunden.

Mir geht es darum, diesen Menschen Mut zu machen und zu zeigen, dass sie eigentlich froh um alles sein können, was Körper, Geist und Seele nicht länger belastet, und  dass es unzählige, sehr kulinarische Mittel und Wege gibt durch eine solche Umstellung das Leben zu bereichern.

Meine Umstellung entstand aus Neugierde und nicht aus der Not einer Unverträglichkeit. Ich könnte also jederzeit wieder umsteigen, aber das will ich gar nicht. Ich bin froh auch ohne „Leidensdruck“ auf diese Dinge gestoßen zu sein und wünsche allen, die vielleicht aus anderen Gründen ihre Ernährung umstellen wollen oder sollen viel Freude und Inspiration beim Ergründen der eigenen optimalen Ernährung.

Ich freue mich auch über konkrete Fragen und Rückmeldungen zu diesen Themen. Trauen Sie sich Ihren eigenen Weg zu finden, was das Thema Ernährung und Genuss angeht.

Bildrechte: aboutpixel.de Laugen-, Körner- und Käsebrötchen © Heinz Hasselberg

Jens Sprengel

Jens Sprengel

Jens ist Gründer und Betreiber von inspiriert-sein.de und schreibt zu den Themen Beweglichkeit & Körpertraining, Selbstheilungskräfte aktivieren & Gesundheitsoptimierung u.v.m.

Jens ist staatlich anerkannter Heilpraktiker, Cransio-Sacral-Therapeut, Personaltrainer, Verleger und Autor
Jens Sprengel

18 Kommentare zu “Glutenfreie Ernährung

  1. Toller Bericht, ich glaube, irgendwo spricht er mir aus der Seele… Auf eine Art und Weise, die ich für mich selber noch sortieren muss.
    Ich habe für mich selbst erst den veganen Teil umgestzt… mit Getreidemühle 😉
    Irgendwo „aus dem nichts“ kommen immer diese rohköstlichen Gedanken in mir auf. Ich denke über kurz oder lang werde ich auch dort landen… Es hilft sehr, meine schwammigen, undefinierten Gedanken einmal von außen und zugleich so überzeugend zu lesen!
    Vielen Dank und viel Erfolg weiterhin!

  2. Was für ein spannender Beitrag zum Thema Ernährung.
    Ich habe schon viele Versuche gestartet meine Ernärung umzustellen und bewußter zu essen.
    Es ist schwerer als ich dachte.
    Dieser Bericht macht mir Mut, es neu zu versuchen.Vielleicht Schritt für Schritt.
    Vielen Dank für diese tollen Informationen.

  3. Liebe Fr. Selzer,

    in Ihrem Bericht finde ich mich streckenweise wieder, was ich sehr spannend finde und was richtig gut tut: ab März 2012 vegetarisch (nach 40 Jahren Allesesser!), September 2012 vegan, nun dabei meine eigene Vollkornbäckerei mit Backferment(seit 08.11)glutenfrei umzuorientieren. Sprossen ziehe ich auch und werde versuchen, aus diesen Essener Brot herzustellen. Angeblich sei das Gluten dadurch so umgewandelt, dass es nicht mehr schädlich sei.
    Mit Familie und drei Kindern teilweise schwierig, weil man in deren Augen „mal wieder eine Lebensmittelgruppe mehr“ weg lässt und „extremer“ wird.
    Außerdem kommt für mich Soja nicht mehr in Frage, seit dem ich auf Youtube zwei Berichte von Udo Pollmer (Lebensmittelchemiker) gesehen habe, in denen er die Entwicklung und Risiken der Pflanze widergibt. Ich frage mich, ob das in der veganen Szene überhaupt bekannt ist? Soja wird in riesigen Mengen und in allen Formen und Varianten angeboten! Was sagen Sie dazu?
    Herzliche Grüße und einen entspannten Sonntag

  4. Liebe Frau Wolf,

    erstmal ein Kompliment an Sie, dass Sie Ihre Ernährung so passend für sich umgestellt haben, trotz der erschwerten Bedingungen, sprich mit Kindern und Familie.
    Wie auch Sie erleben, hat die Umstellung auf eine vegane und glutenfreie Ernährung viel weniger mit Verzicht als mit Gewinn zu tun. Wir sind davon überzeugt, dass immer mehr Menschen diesen Weg gehen werden und sich daher auch das Angebot entsprechender Produkte erweitern wird.

    Das Thema Soja betrachten wir mittlerweile auch als sehr kritisch. Ein Artikel ist in Planung.

    Essener Brot können wir sehr empfehlen, es ist schmackhaft und scheint uns gut verträglich. Mit Teff haben bisher noch keine Erfahrungen gesammelt, es scheint sich aber wirklich um eine gesunde Alternative zu handeln.

    Liebe Grüße und alles Gute,
    Marion Selzer

  5. Hallo,

    ich bin 22 Jahre alt und lebe seit 5 Jahren vegetarisch und seit fast einem Jahr vegan und glutenfrei. Mir wurde nach jahrelangen Beschwerden im Januar 2013 gesagt das ich colitis ulcerosa habe und es hat kein Medikament geholfen. Nach allen möglichen Medikamenten und Nebenwirkungen habe ich dann auf tierische und glutenhaltige Produkte verzichtet und meine Beschwerden sind nach 2 schlimmen Jahren fast weg. Leider bin ich schon immer sehr schnell unterzuckert was seit dieser Umstellung sehr häufig passiert und ich habe daher Angst zusätzlich noch Sport zu machen. Kann es sein das man durch diese Ernährung nicht genug Energie bekommt? ( wiege 52 kg und bin 1.69 groß )Und könnten sie mal erzählen, was sie unterwegs zu essen mitnehmen?

    lg

    • Hallo,

      herzlichen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Um einer Unterzuckerung vorzubeugen können Sie auf Trockenfrüchte (am besten ungeschwefelt) zurückgreifen, diese eignen sich auch als kalorienreicher Snack für unterwegs. Ebenso können Nüsse zwischendurch gegessen den Energielevel erhöhen. Auch Bananen und Avocados sind gute, vegane Energielieferanten.

      Sollten Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

      Liebe Grüße vom Inspiriert-Sein Team,
      Marion Selzer

  6. Hallo!
    Ich habe gerade nach meiner Ernährung vegan und glutenfrei im Netz gesucht und bin so auf diesen tollen Bericht gestoßen.
    Mein Weg dazu war ganz ähnlich. Mit dem Unterschied, dass ich das Gefühl hatte meine ursprünglich vegetarische Ernährung reiche nicht aus, um mich wohl in meiner Haut zu fühlen. Also stellte ich auf vegan um und nun lasse ich Getreide seit kurzem ebenso aus.
    Ich fühlte mich nach wenigen Tagen unbelasteter und bin gespannt, wie mein Körper weiter reagiert.
    Sport ist ebenfalls ein täglicher Bestandteil meines Tagesablaufes, allerdings in kleinem Rahmen…

    Meine Familie findet es toll, ernährt sich jedoch konventionell!
    Allerdings haben unsere beiden Söhne 11 & 13 Jahre eine gute Einstellung zu ihrer eigenen Ernährung bekommen und verzichten bewusst immer häufiger auf Fleisch und genießen sogar die ein oder andere vegane Mahlzeit mit mir 🙂

    LG, Ina Ewen

  7. Ein prima Artikel, der Mut macht – vielen Dank dafür!

    In meinen 14 Jahren als Prescetarier meldete sich immer wieder der innere Wunsch, es mit der veganen Ernährung zu probieren. Vor zwei Monaten waren moralische Ideale und die Neugier nach den positiven gesundheitlichen Auswirkungen endlich stärker als die Angst, es ohne Butter und Käse nicht mehr aushalten zu können.

    Mit ergeht es dabei wie dem Autor: Ich entdecke unzählige „neue“ Nahrungsmittel, die ich zuvor nie oder sehr, sehr selten anrührte (Amaranth, Avocados, Auberginen, um nur beim „A“ zu bleiben 😉 ). Wie einseitig war dagegen das tägliche Käsebrot.

    Fast parallel zu diesem Umstieg habe ich meine jahrelangen Magen-Darm-Beschwerden (Blähungen nach vielen Speisen, Magenpieksen, Stuhlgangprobleme) „behandelt“ und das Gluten gestrichen. War nicht einfach nach lebenslanger Brot/Müsli/Nudel-Einnahme.

    Der Lohn kam promt. Meine Beschwerden sind abgestellt. Ich bin immer noch fasziniert, dieses Unwohlsein – das zuletzt fatalistisch hingenommen wurde – endlich los zu sein.

    Allerdings befinde ich mich nun auf einer (spannenden) Entdeckungsreise, die auch mit einigen Ängsten behaftet ist. Wo kommen nun die Kalorien her? Butter, Käse, Quark, Fisch, Brot, Nudeln, Müsli – alles futsch.

    Dazu die widersrüchlichen Ernährungsinformationen (Paläo, Vegan, Vegetarisch) von allen Seiten. Lieber doch kein Soja wegen der Hormone, obwohl es so schön satt macht? Nüsse voller Vitalstoffe, aber schwer verdaulich und mit „schlechten“ Fetten versehen? Eine Handvoll? Bei mir sind es eher drei Hände.

    Ich vertraue jetzt erst einmal auf mein Gefühl – was möchte mein Körper, wonach hat er Appetit? Was mag ich heute gar nicht – dann eben nicht.
    Zum Glück liebe ich Obst und Gemüse! Davon kann ich nicht genug bekommen.
    Und ein Knäckebrot gönne ich mir vielleicht doch alle paar wochen :).

    Der Artikel macht mir auf jeden Fall Mut, weiter diesen Weg zu gehen!

    Liebe Grüße, Sebastian aus Berlin

    • Hallo Sebastian,

      vielen Dank für das Teilen Deiner Erfahrungen. Es zeigt sich doch immer wieder, dass die Umstellung auf vegan und/oder glutenfrei sich vorteilhaft aufs eigene Wohlbefinden und die Gesundheit auswirkt.

      Wegen der Kalorien: Probier es doch mal mit gesunden Fetten, wie sie zum Beispiel in Kokosöl oder Kokomus vorhanden sind. Wir lieben zum Beispiel Lubrikatoren, ein Getränk aus hochwertigen Fetten wie z.B. die gerade erwähnten Kokosprodukte, dazu gesundes Eiweiß in Form von Hanfsamen, schwarzem Sesam oder Chiasamen, gemixt mit Obst wie beispielsweise Bananen. Schmeckt wunderbar und sättigt auf angenehme Weise.

      Rezeptideen haben wir in unserem Ratgeber „Lubrikatoren für tiefe Zellsättigung und innere Zufriedenheit“ zusammengestellt.

  8. Guten Tag, Weizen weg lassen, ok, aber sämtliches Getreide weg? auch Kamut, Buchweizen oder so? Da entgeht mir der Sinn, Kartoffeln sind sicherlich weniger gesund als z.B. Buchweizen!

      • Buchweizen darfst du essen das ist kein Getreide sondern ein Knöterichgewächs 🙂

        Danke Clemens, ist uns anscheinend ganz untergegangen Gradivas Frage zu beantworten. Und Gradiva nicht jeder reagiert empfindlich auf Gluten, es muss also nicht jeder weglassen.

        LG Jens

  9. Hallo Jens,
    mich würden besonders die Auswirkungen auf die sportliche Leistungsfähigkeit von Glutenfreier Ernährung interessieren. Und wie lange muss ich mich GLutenfrei ernähren bis ich eine Wirkung spüre?

    VIele Grüße Clemens Hartmann

    • Hallo Clemens,

      also in erster Linie hängt es davon ab, ob man empfindlich auf Gluten reagiert oder nicht. Es ist also nicht immer eine Leistungssteigerung zu erwarten, wenn man auf Gluten verzichtet. Bei mir verbessert sich dadurch allerdings meine Verdauung und ich fühle mich einfach wohler. Wer empfindlich auf Gluten reagiert, kann in der Regel recht schnell mit einer Verbesserung seiner Beschwerden rechnen. Oft reicht da schon eine Phase von 1-2 Wochen aus.

      Viele Grüße,
      Jens

  10. Sehr spannender Artikel!
    Ich bin Mutter eines Babys, der gerade zu essen beginnt und dadurch mit der Frage konfrontiert, welche Nahrungsmittel mein Kind wirklich braucht, oder welche durch die Gesellschaft nur vorgegaukelt werden.. sämtliche Babybreis mit Getreide die anscheinend unersetzbar sind. Kuhmilch bekommt er sowieso nicht, das ist keine Frage. Aber nur weil mir Getreide nicht gut tut, ist es das beste es auch meinem Kind vorzubehalten oder braucht er diese Nahrungsmittel schon um sich gut und allergiefrei zu entwickeln?
    Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung!

    • Liebe Verena,

      also unserer Ansicht werden Nahrungsmittelunverträglichkeiten vor allem durch die vielen künstlichen Zusätze in der Nahrung und auch durch die leider immer häufiger mit Schadstoffen belastete Muttermilch provoziert. Wir empfehlen daher für eine möglichst allergiefreie Entwicklung von Kleinkindern die Zufuhr von natürlichen Nahrungsmitteln. Getreide in geringen Mengen wird dann meistens oft ganz gut vertragen, sofern auf Hochleistungsweizen verzichtet wird.

      Herzliche Grüße,
      Marion & Jens vom Inspiriert-Sein Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.