Essen aus der Mikrowelle – praktisch oder ungesund?

Essen-aus-der-Mikrowelle-praktisch-oder-ungesundVor- und Nachteile vom Mikrowellenherd

In der schnelllebigen Zeit von heute ist es praktisch, wenn vorbereitetes Essen oder Fertiggerichte in Minutenschnelle servierfertig sind – die Technik der Mikrowelle macht es möglich. Tür auf, Essen rein und nur kurze Zeit später ist das Gericht auf die entsprechende Temperatur gebracht. Doch was passiert durch diesen Vorgang mit  unserer Nahrung und welche Auswirkung hat der Verzehr von Mikrowellenessen auf unsere Gesundheit? Wir verraten Ihnen mehr über die Vor- und Nachteile dieser Küchenhelfer.

Erwärmen mit der Mikrowelle – So funktioniert´s
Mikrowellen benötigen keinen Kontakt zu einer Wärmequelle. Stattdessen werden die Wassermoleküle in der Nahrung durch ein elektrisches Feld in Bewegung gesetzt. Durch die so erzeugte Reibung erwärmt sich das Essen.

Die Vorteile der Mikrowelle

1. Schnell und energiesparend
Flüssigkeiten, kalte Gerichte und Tiefkühlkost lassen sich in der Mikrowelle schneller und mit weniger Energie erwärmen als mit anderen Küchengeräten. Das spart Zeit und Kosten. Vor allem für kleine Eine-Person-Portionen ist die Benutzung eines Mikrowellenherdes praktisch.

2. Kalorienbewusst und nährstoffschonend
Während beim Anbraten oder Dünsten in der Pfanne Fett oder Wasser hinzugefügt werden muss, entfällt diese Notwendigkeit bei der Benutzung einer Mikrowelle. Manche Experten betrachten diesen Küchenhelfer daher als figurbewusste und nährstoffschonende Alternative zum Braten und Andünsten.

Die Nachteile der Mikrowelle

1. Ungleiche Erwärmung
Die Wellen der Mikrowelle dringen nicht in alle Stellen von Speisen und Flüssigkeiten gleich tief ein. Das kann zu sogenannten Hot-Spots und Cool-Spots führen, also Stellen, die heißer bzw. kälter als andere sind. Das kann insbesondere bei der Zubereitung von Babynahrung oder Fleisch- und Fischgerichten ein Risiko darstellen (Verbrennungsrisiko bzw. Gefahr, dass nicht alle Bakterien abgetötet werden).

Die Geräte sollten daher einen sogenannten Stirrer, eine rotierende Metallschlaufe, enthalten, die das erzeugte elektromagnetische Feld verwirbelt. Auch der Drehteller soll für mehr Gleichmäßigkeit beim Erwärmen sorgen. Dennoch raten immer mehr Experten davon ab Babynahrung sowie Fleisch- und Fischgerichte in der Mikrowelle zu erwärmen.

2. Gesundheitliche Bedenken
Auch, wenn immer wieder behauptet wird, dass der Nährstoffgehalt von Mikrowellengerichten höher liegt als bei Gerichten, die in Töpfen oder Pfannen erhitzt wurden, gibt es immer wieder kritische Studien zur Nutzung von Mikrowellen. Forscher an der Universität Murcia stellten zum Beispiel fest, dass Gemüse, das in der Mikrowelle erwärmt wird, nur noch 3 Prozent der zellschützenden Antioxidantien enthält.

Beim Dampfgaren dagegen bleiben im Schnitt 92 Prozent dieser wichtigen Stoffe, die beispielsweise vor Krebs schützen, erhalten. Eine weitere Untersuchung an der Stanford Universität im Jahre 1992 ergab, dass in einer Mikrowelle erhitzte Muttermilch, die Fähigkeit einbüßt, den Nachwuchs vor Infektionen zu schützen.

Professor Bernard Blanc und Dr. Hans U. Hertel, zwei Wissenschaftler aus der Schweiz, fassen ihre Ergebnisse wie folgt zusammen: „Nahrung, welche direkt oder indirekt mit Mikrowellen bestrahlt wird, verursacht im Blut von Menschen, die solche Nahrung aufnehmen, pathogene Veränderungen, wie sie bei einem beginnenden Krebsprozess der Fall sind.“

Bioverfügbarkeit wird zerstört
Das ist auch ganz logisch. In der Mikrowelle wird das Essen durch Schwingung in seiner molekularen Struktur zerstört. Äußerlich ändert sich an der Zusammensetzung zwar nichts, aber unter einem Mikroskop betrachtet, fällt auf, dass die Zellstrukturen von Speisen und Flüssigkeiten, die einer Mikrowellenstrahlung ausgesetzt wurden, völlig verändert sind. Das heißt im Klartext, dass die enthaltenden Nährstoffe wie Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe vom menschlichen Körper nicht mehr aufgenommen werden können. Wer ständig Mikrowellenessen zu sich nimmt, riskiert damit ein Nährstoffdefizit und kann seiner Gesundheit schaden.

Auch ohne Verzehr können Mikrowellen gefährlich sein
Mikrowellen arbeiten mit einer hochfrequenten Strahlung, die von den Lebensmitteln aufgenommen und dann in Wärme umgewandelt wird. Auch, wenn das Metallgehäuse und das Drahtgitter in der Tür verhindert, dass der größte Teil der Mikrowellenstrahlung nach außen gelangt, tritt bei der Nutzung ein gewisser Anteil aus dem Gerät heraus. Insbesondere bei kaputten oder an der Tür verdreckten Mikrowellen kann die austretende Strahlung erheblich sein. Aus diesem Grund wurde die Verwendung solcher Küchenhelfer bereits 1976 in der Sowjetunion verboten.

Unser Fazit:

Auch, wenn es praktisch ist, raten wir vom Gebrauch einer Mikrowelle ab. Durch die Strahlen wird die Zellstruktur der darin erhitzten Flüssigkeiten und Speisen derart verändert, dass sämtliche Nährstoffe für den menschlichen Organismus wertlos werden. Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden wird es Ihnen danken, wenn Sie stattdessen ein paar Minuten mehr investieren und auf herkömmliche Methoden zum Erwärmen mittels Gas-, E-Herd oder Ofen zurückgreifen – oder noch besser essen Sie einen Teil Ihrer Nahrung roh!

Ein anschauliches Beispiel, wie negativ sich mit Mikrowellenstrahlung behandeltes Wasser auf Pflanzen auswirkt finden Sie hier

Bildrechte: Robert Gaadt, “Kräutersalz?”, se”, Some rights reserved Quelle: : www.piqs.de

Marion Selzer

Marion Selzer

Marion beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren.

Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen.

Marion ist Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, psychologische Beraterin und Autorin
Marion Selzer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.