Die Folgen unserer Zivilisationskost

Essen soll satt machen und schmecken …

Doch Essen kann noch so viel mehr. Wer weiß wie man sich richtig ernährt, der kann durch die Ernährung nicht nur sein äußeres Erscheinungsbild optimieren, sondern auch Gesundheit und ein hohes Maß an Lebensqualität erlangen. Nicht umsonst bezeichnen wir die Dinge, die wir essen als Lebensmittel.

Lebensmittel als Lebensmittler für alle notwendigen Stoffe

Essen, das den Namen Lebensmittel verdient hat, versorgt uns mit allen lebensnotwendigen Stoffen und vermittelt sozusagen Leben.

Leider handelt es sich bei dem, was wir heute in den Regalen von Supermärkten finden, vor allem um Dinge, die nicht mehr viel mit dem Namen Lebensmittel zu tun haben. Statt uns mit wichtigen Stoffen zu versorgen, rauben sie uns Energie, machen uns krank und übergewichtig. Denn heute werden uns fast ausschließlich Dinge angeboten, die homogenisiert, ultrahocherhitzt, raffiniert, mit chemischen Stoffen aufbereitet, bestrahlt und konserviert wurden. Und dabei haben sie eins verloren: ihre Lebendigkeit.

Es ist das Paradoxon unserer Zeit:
Die Nahrungsauswahl in den industrialisierten Ländern ist größer denn je, und doch leiden die meisten Menschen unter fehlender Energie.

Schauen Sie sich mal in Ihrem Umfeld um: Sprühen die Leute dort vor Energie oder bringen sie gerade so viel Kraft auf um die alltäglichen Pflichten zu erledigen? Die meisten von uns wünschen sich am Abend nicht mehr viel mehr als die Füße hoch zu legen und auf der Couch vor dem Fernseher zu entspannen, oder? Für Kreativität, zwischenmenschlichen Austausch und Lebensträume bleibt bei den meisten nicht viel Energie übrig.

Die Folgen unserer heutigen Ernährung
Wir nehmen heute mehr Kalorien denn je zu uns und leiden trotzdem verstärkt unter Übergewicht und den Folgeerscheinungen falscher Ernährung. Auch mangelt es den meisten von uns heute an lebensnotwendigen und energiespendenden Stoffe.

Erhöhtes Gewicht durchgehend mit sich herum zu schleppen, erfordert wiederum Energie und belastet zugleich die Gelenke und das Herz-Kreislaufsystem. Bluthochdruck, Arthrose in Knien und Hüftgelenken, Spreiz-, Knick- und Senkfüße und ebenso Schmerzen im Rücken sind oftmals die Folge.

Außerdem belasten die Fremdstoffe in der Nahrung unseren Organismus. Da er sie nicht verwerten kann und es ihm aufgrund der Menge nicht gelingt sie alle auszuscheiden, lagert er sie zunächst im Bindegewebe ein. Fortschreitende Verschlackung führt dann nicht nur zu einem trägem Stoffwechsel und Orangenhaut, sondern legt auch den Nährboden für eine Vielzahl von Zivilisationskrankheiten. Dieses Paradoxon verdanken wir vorwiegend der toten Qualität unserer Nahrung.

Es ist daher essentiell, dass wir beginnen uns zu informieren, was lebendige und gesundheitsspendende Nahrung ausmacht, wo wir sie finden und wie wir diese schmackhaft zubereiten.

Doch selbst wenn wir um gesunde Alternativen wissen, veranlasst das viele von uns nicht zu einer Verhaltensänderung. Wieso?

Schauen wir uns dazu einmal an, welches Verhalten hinter Gewichtsproblemen oder ungesundem Essverhalten steckt:

  • Essen zum falschen Zeitpunkt: wir essen also ohne wirklich Hunger zu haben
  • Nichtbeachtung des Sättigungsgefühls: wir essen zu viel
  • Wir essen das „Falsche“: also zu fett, zu einseitig oder zu süß

„Fehlverhalten“ beim  Essen durch Fremdstoffe und emotionale Verstrickungen
Zum Einen werden unsere ungesunden Vorlieben durch die Fremdstoffe in der Nahrung hervorgerufen. Da diese Fremdstoffe unsere Sinne und Zellen fehlleiten, führen sie zu Irritation der Geschmackssinne und des Appetits. Heißhunger und Nicht-Aufhören-Können sind die Folge. Zum Anderen erliegen wir im Bereich Ernährung oftmals emotionalen Verstrickungen. Essen wird dann – größtenteils – unbewusst als Ersatzbefriedigung eingesetzt um uns in gewisse Stimmungen zu versetzen.

Wege zu einer individuell stimmigen Ernährungsweise
Die Lösung kann daher nur darin liegen, unsere Geschmackssinne zu reinigen und uns mit den verborgenen Gründen unseres Essverhaltens auseinanderzusetzen.

Wenn wir uns damit beschäftigen,

dann steht der Weg offen für eine individuell stimmige Ernährungsweise, die Genuss, Gesundheit und Attraktivität in sich vereint. Denn genauso wie wildlebende Tiere tragen auch wir in uns eine innere Stimme, die uns zielsicher Richtung Wohlbefinden führt.

Hören Sie wieder auf Ihre Bauchstimme
Allgemeingültige Regeln und Vorschriften kann es in einem so sensiblen Bereich wie Ernährung nicht geben. Der individuelle Allgemeinzustand und die jeweiligen Lebensumstände spielen eine oft unterschätzte Rolle. Finden Sie daher den Mut, aller Empfehlungen sogenannter Ernährungsexperten zu Trotz, Ihre Bauchstimme durch eigenes Ausprobieren und Testen zu erwecken.

Nehmen Sie die Informationen, die Sie hier finden, lediglich als Anregung und Inspiration und werden Sie zu Ihrem eigenen Ernährungsexperten. 

Bildrechte: aboutpixel.de Pommes und Currywurst I © Ute Pelz

Marion Selzer

Marion Selzer

Marion beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren.

Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen.

Marion ist Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, psychologische Beraterin und Autorin
Marion Selzer

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