Die 7 Nachteile einer Umkehr-Osmose-Anlage

quickchange-umkehrosmoseanlageTrinkwasser filtern mit Osmose-Anlage hat nicht nur Vorteile

Umkehr-Osmose-Anlagen sind praktisch. Sie werden an die Wasserleitung zu Hause angeschlossen und schon steht Ihnen nahezu 100% reines und sauberes Wasser zur Verfügung. Bei der heutigen Leitungswasserqualität stellt die Trinkwasseraufbereitung mittels Umkehr-Osmose eine wirklich bequeme, praktische und äußerst kostengünstige Möglichkeit dar, um ein reines Trinkwasser zu erhalten.

Da alles jedoch seine zwei Seiten hat, bringt auch eine Umkehr-Osmose-Anlage nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit sich. Die 7 häufigst genannten Nachteile einer Umkehr-Osmose-Analge wollen wir Ihnen deshalb nicht vorenthalten und etwas näher erläutern.

Die 7 Nachteile einer Umkehr-Osmoseanlage:

  1. Anschaffungskosten
  2. Wartungsaufwand und -kosten
  3. Installation
  4. Platzverbrauch
  5. Zeitaufwand
  6. Wasserverbrauch
  7. Verkeimungsgefahr

Die Nachteile einer Umkehr-Osmose-Anlage genauer betrachtet

1. Anschaffungskosten

Die Anschaffungskosten für eine Umkehr-Osmose-Anlage können, je nach Qualität ganz schön ins Geld gehen. Wer nicht gerade auf Billigware setzt, muss für gute Qualität schon ein paar Hundert Euro hinlegen. Umkehr-Osmose-Anlagen mit einer guten Qualität (geprüfte Filter, Membran, Ventile und Schläuche) kosten unserer Erfahrung gemäß 350-500 Euro aufwärts.

Obwohl sich eine solche Investition im Vergleich zum Kauf von Flaschenwasser sehr schnell auszahlt, müssen die Kosten für die Erstanschaffung beim Kauf einer Umkehr-Osmose-Anlage natürlich gut kalkuliert werden.

2. Wartungsaufwand und Wartungskosten

Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es allein mit der Anschaffung der Anlage nicht getan ist. Eine Umkehr-Osmose-Anlage braucht zwar keine großen Wartungsarbeiten, sollte allerdings dennoch gepflegt werden, wozu in erster Linie ein Wechsel der Filter 1-2-mal pro Jahr gehört.

Alle drei bis fünf Jahre sollte auch die Umkehr-Osmose-Membran, das Herzstück der Osmose-Anlage, ausgetauscht werden. Großes handwerkliches Geschick braucht man hierzu nicht, insbesondere dann, wenn man sich für eine Quick-Change-Anlage entschieden hat. Bei einer Quick-Change-Anlage lassen sich die Filter, wie der Name schon vermuten lässt, im Handumdrehen in wenigen Sekunden austauschen.

Die regelmäßig anfallenden Folgekosten für die Filter betragen pro Jahr zwischen 40-80 Euro und für die Membran ungefähr 60-90 Euro alle 3-5 Jahre. Obwohl Wartungsarbeiten und Folgekosten relativ gering ausfallen, sollten sie bei der Kalkulation nicht vergessen werden. Wobei dies im Vergleich zum regelmäßigen Kauf und Transport von Flaschenwasser kaum ins Gewicht fällt!

Eine ausführliche Kosten-Rechnung-Nutzung finden Sie in Kürze hier>>

3. Eine Umkehr-Osmose-Anlage will installiert werden

Herkömmliche Untertischgeräte müssen, wie die meisten anderen Filtersysteme auch, vor ihrer Verwendung an das Wasserleitungssystem angeschlossen werden. Der Zulauf der Anlage muss an die Wasserleitung angeschlossen und das Abwasser ins Abwasserrohr gleitet werden.

Das sind an sich keine allzu komplizierten Vorgänge. Aber, wer sich mit solchen handwerklichen Arbeiten überhaupt nicht auskennt, ist leicht überfordert. Hier hilft dann nur die Dienste eines Handwerkers in Anspruch zu nehmen, der die Umkehr-Osmose-Anlage anbringt, und das kostet natürlich zusätzlich.

Die gute Nachricht: Jeder, der handwerklich ein bisschen Geschick und Erfahrung hat und in der Lage ist eine Waschmaschine oder Spülmaschine anzuschließen, dem gelingt auch die Montage einer Umkehr-Osmose-Anlage. Die meisten Hersteller sind bemüht verbraucherfreundliche Geräte zu entwickeln, die sich nahezu kinderleicht anschließen lassen.

Gut zu wissen: Eine Alternative zu Untertischgeräten sind sogenannte Auftischgeräte, die nicht an die Frisch- und Abwasserleitung angeschlossen werden und damit keine Installation benötigen. Allerdings sind solche Anlagen nicht nur deutlich teurer, sondern bringen auch andere Nachteile mit sich, wie Sie in unserem bald erscheinenden Artikel „Umkehr-Osmose-Anlage: Tipps für die Kaufentscheidung“ nachlesen können.

4. Eine Umkehr-Osmose-Anlage benötigt Platz

Die Osmose-Anlage samt Filter und dem evtl. vorhandenen Vorratstank muss auch irgendwo untergebracht werden. Das ist dann meisten im Schrank unter der Spüle – nicht gerade der Traum vieler Hausfrauen bzw. Hausmänner.

Der Platz für eine komplette Umkehr-Osmose-Anlage beträgt ca. 20x50x40cm für die Filter und ca. 30x30x30cm für den Tank.

Die meisten Umkehr-Osmose-Anlagen verfügen über einen separaten Wasserhahn, damit das gefilterte Wasser nicht mit dem ungefilterten Leitungswasser in Kontakt kommen kann. Dazu wird der mitgelieferte zweite Wasserhahn neben dem normalen Wasserleitungshahn an der Spüle angebracht.

Das erfordert ebenfalls Platz, zudem muss ein zusätzliches Loch für den zweiten Hahn in die Spüle gebohrt werden, was schon manch einen vor der Installation einer Umkehr-Osmoseanlage abgeschreckt hat.

Für wen das ein Ausschlusskriterium ist, nun die gute Nachricht: Inzwischen gibt es Aufsätze, die mit einem Schraubgewinde ganz einfach am Ende des Leitungshahn aufgeschraubt werden und mit einem kleinen Kugelhahn ausgestattet sind. Damit lässt sich entscheiden, ob normales Leitungswasser oder gefiltertes Osmosewasser aus dem Wasserhahn kommt. So entfällt die Anbringung eines Zweithahnes.

5. Trinkwasserproduktion braucht Zeit

Damit aus gewöhnlichem Leitungswasser sauberes Trinkwasser entsteht, wird das Leitungswasser mit Druck durch die Filter und die Membran der Umkehr-Osmoseanlage gepresst. In der Regel reicht der bereits vorhandene Wasserdruck in der Leitung aus, manchmal wird aber auch eine Druckerhöhungspumpe benötigt. Bei diesem Vorgang gelangen nur reine Wassermoleküle durch die Membran, der Rest des Wassers wird wieder zurück gespült. Das braucht seine Zeit.

Im Schnitt produziert eine durchschnittliche Umkehr-Osmose-Anlage ca. 1 l Trinkwasser in 5-10 Minuten. Das kann ganz schön lange sein, wenn man durstig ist oder auf einen Schlag eine größere Menge Wasser benötigt.

Daher verfügen die meisten Systeme über einen sogenannten Vorratstank von ca. 12 Litern. Dadurch hat man dann immer ausreichend gefiltertes Osmosewasser zur Verfügung, das man dem Tank schnell entnehmen kann. Allerdings erhöht die Verwendung eines Tanks die Gefahr der Verkeimung. Mehr dazu hier>>

Alternativ dazu könnte man auch auf eine Direct Flow Anlage zurückgreifen, die ohne Tank auskommt. Eine im Vergleich leistungsfähigere Membran sorgt hier für eine höhere Durchflussgeschwindigkeit und erreicht damit eine Produktionszeit von 1 Liter Osmosewasser in ca. 1 Minute.

Der Nachteil dabei ist eine geringere Filterungsleistung. Durch den schnelleren Durchfluss filtern Direct Flow Anlagen im Schnitt nur etwa 80-90 Prozent aller Fremdstoffe aus dem Wasser, wohingegen Umkehr-Osmose-Anlagen mit einer herkömmlichen Membran und länger dauernden Produktionszeit durchschnittlich 95-99 Prozent aller Fremdstoffe entfernen.

6. Wasserverbrauch

Die Produktion des Trinkwassers mittels einer Umkehr-Osmose-Anlage benötigt nicht nur Zeit, sondern auch relativ viel Wasser. Damit die Fremdstoffe, die von der Membran ausgefiltert werden, sich nicht an der äußeren Hülle der Membran ablagern und diese verstopfen, müssen sie durch zusätzliches Spülwasser entfernt werden. Bei herkömmlichen Osmose-Anlagen fallen dadurch auf 1 Liter gefiltertes Trinkwasser ca. 4-8 Liter Abwasser an.

Mithilfe von speziellen Pumpen, sogenannten Permeatpumpen, die ohne Strom auskommen, sondern allein durch den Wasserdruck betrieben werden, kann dieses Verhältnis jedoch erheblich reduziert werden, so dass auf 1 Liter gereinigtes Trinkwasser nur noch 2 Liter Abwasser kommen.

Wem das aus ökologischen Gesichtspunkten betrachtet immer noch zu viel erscheint, sollte bedenken, dass beim Kaufen von Flaschenwasser die Umwelt durch den Beschaffungsprozess, die Herstellung von Behältnissen, Fahrt- und Transportkosten usw. nicht unerheblich belastet wird.

Außerdem handelt es sich bei dem anfallenden Abwasser beim Betrieb einer Umkehr-Osmose-Anlage ja nicht um verschmutztes Wasser. Es werden ja nur Stoffe zurückgeleitet, die sich bereits im Leitungswasser befinden und keine zusätzliche Verschmutzung produziert.

Wer den Mehraufwand nicht scheut, kann das Abwasser auch auffangen und anderweitig, z. B. zum Blumengießen oder für die Toilette, benutzen. Das ist zwar etwas aufwendiger, aber sicher die umweltfreundlichste Lösung.

7. Umkehr-Osmose-Anlage und die Verkeimungsgefahr

In der Regel besteht eine Umkehr-Osmose-Anlage aus ein bis zwei Vorfiltern, der Osmosemembran und einem nachgeschalteten Filter. Diese Filter werden tagtäglich vom Wasser umspült und haben die Aufgabe unerwünschte Stoffe von verschiedener Teilchengröße und Beschaffenheit herauszufiltern.

Teilweise werden diese durch das integrierte Rückspülungssystem über das Abwasser ausgeschieden. Allerdings verbleiben gewisse Rückstände jedoch in den Filtern, so dass sie alle sechs bis 12 Monate gewechselt werden sollten.

In den Filtern herrscht also ein ideales Milieu für Keime. Eine hundertprozentige Sicherheit, dass die Osmosemembran auf Dauer nicht verkeimt, gibt es leider nicht. Und auch im Vorratstank, mit dem die meisten Umkehr-Osmose-Anlagen ausgestattet sind, herrschen ideale Bedingungen für Verkeimung.

Wie Sie die Verkeimungsgefahr reduzieren können und wieso wir uns durch sie nicht für die Verwendung einer Umkehr-Osmose-Anlage abschrecken lassen, haben wir bereits an dieser Stelle ausführlich behandelt>>

Bei allen möglichen Nachteilen einer Umkehr-Osmoseanlage überwiegen für uns ganz klar die Vorteile

Wenn die Anschaffung einer Umkehr-Osmose-Anlage auch Nachteile haben mag, für uns überwiegen ganz klar die Vorteile. Denn bisher gibt es kein anderes Verfahren, mit dem man vergleichbar sauberes Wasser herstellen kann.

Außerdem entfällt die Zeit und der Aufwand für Kauf und Transport von kommerziellem Mineral- und Tafelwasser. Man dreht einfach den Wasserhahn auf, an dem die Osmose-Anlage angeschlossen ist, und schon erhält man reines Wasser in Spitzenqualität.

Das Risiko einer Verkeimung kann, wie hier gezeigt, durch korrekten Gebrauch bzw. durch die Anbringung von Keimsperren, gegen null reduziert werden. Wer das anfallende „Abwasser“ anderweitig verwendet und z. B. in den Garten weiterleitet, tut nicht nur sich und seiner Gesundheit, sondern auch noch der Umwelt etwas Gutes.

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Bitte beachten:

Die Filterung mittels einer Umkehr-Osmose-Anlage stellt nur den ersten von drei nötigen Schritten zur gesunden Trinkwasseraufbereitung dar. Anschließend sollte immer eine Anreicherung mit Mineralien und eine Strukturierung / Vitalisierung des Wassers erfolgen.

Bildrechte: Quickchange Umkehrosmoseanlage © LichtWasserMensch

 

Jens Sprengel

Jens Sprengel

Jens ist Gründer und Betreiber von inspiriert-sein.de und schreibt zu den Themen Beweglichkeit & Körpertraining, Selbstheilungskräfte aktivieren & Gesundheitsoptimierung u.v.m.

Jens ist staatlich anerkannter Heilpraktiker, Cransio-Sacral-Therapeut, Personaltrainer, Verleger und Autor
Jens Sprengel

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