Das Bindegewebe als Schlüssel für unsere Gesundheit und ein schönes Äußeres

xMas kommt 2Ein schwaches Bindegewebe macht nicht nur Cellulite

Ich weiß nicht, wie oft ich als Kind und Jugendliche den Satz gehört habe: „Dein schwaches Bindegewebe hast du von mir“. Und auch, wenn ich nicht genau wusste, was das zu bedeuten hatte, so verstand ich schon, dass meine Ma es bedauerte, dass ich angeblich ihre Veranlagung zu Dehnungsstreifen und Cellulite geerbt hätte.

Den Begriff Bindegewebe assoziiere ich daher seit jeher mit Cellulite und Dehnungsstreifen, also mit Dellen bzw. narbenartigen Linien, wie sie fieserweise so gerne an den Oberschenkeln, am Bauch, Po oder sogar Armen von Frauen auftauchen.

Dass das Bindegewebe jedoch nicht nur für ein attraktives Äußeres wichtig ist, sondern auch für unsere Gesundheit entscheidend, hätte ich bis vor einigen Jahren nicht gedacht.

Bindegewebe als Mülldeponie und Schlackenhalde

Jeden Tag finden in den schätzungsweise etwa 90 Billionen unserer Körperzellen unzählige Prozesse statt. Die Muskeln arbeiten, zugeführte Nahrung wird in die kleinst möglichen Bestandteile aufgeteilt und neue Verbindungen wie Enzyme oder Hormone werden hergestellt. Dabei fallen immer wieder auch Stoffe an, mit denen der Körper nichts weiter anfangen kann. Daher versucht er sie, über Nieren, Darm, Lunge oder Haut wieder auszuscheiden.

Wenn ihm das nicht gelingt, zum Beispiel weil täglich deutlich mehr solcher unbrauchbaren Stoffe hineinkommen bzw. gebildet werden, als er ausscheiden kann, hat er ein Problem.

Es entsteht ein Stau.

Damit sich nicht zu viele solcher unbrauchbaren Stoffe in den Gängen der Ausscheidungsorganen stauen und diese damit verstopfen, ist der Körper dazu gezwungen, sie irgendwo hinzuschaffen, wo sie erst einmal nicht weiter stören. Unser Bindegewebe, das Unterhautfettgewebe ist für diese Aufgabe wie geschaffen. Hier stellen eingelagerte Schlacken keine akute Gefahr für unsere Organe dar. Doch was ist unser Bindegewebe eigentlich für ein Ort und warum ist es so wichtig?

Was ist eigentlich das Bindegewebe?

Der Wiener Histologe und Embryologe Alfred Pischinger (1899-1983) entdeckte, dass unsere etwa 90 Billionen Zellen keinen direkten Kontakt mit Nerven oder Gefäßen haben. Das Bindegewebe, genauer gesagt, der weiche Teil des Bindegewebes, ist hier das verbindende Glied, das unsere Zellen sowie die Enden der Nerven und die Gefäße als einheitliches Organ umgibt.

Das Bindegewebe durchzieht unseren gesamten Körper von Kopf bis Fuß und bettet jede einzelne Zelle und jede Körperfaser schützend ein. Es steht als einziges Organsystem mit jeder der ca. 90 Billionen Zellen in direktem Kontakt.
pischinger Zellen

Das sogenannte Grundregulationssystem nach Pischinger Quelle: http://www.hpz.com/pischinger.html

Jede Substanz, die aus dem Blut in die Zellen gelangen soll, muss also zuvor eine Strecke in unserem Bindegewebe,  dem sogenannten extrazellulären Raum, zurücklegen. Gleiches gilt für Abfall- und Giftstoffe, die bei den Stoffwechsel- prozessen in der Zelle anfallen, und nur über das Bindegewebe zu den Ausscheidungsorganen abtransportiert werden können. Außerdem spielt das Bindegewebe im Kampf gegen Eindringlinge eine entscheidende Rolle.

Die Aufgaben des Bindegewebes im Überblick:

  • Das Bindegewebe ist verantwortlich für die Versorgung der Zellen mit Nährstoffen, Sauerstoff und und die Weiterleitung von Nervenimpulsen
  • Zellendprodukte können nur über das Bindegewebe entsorgt werden. Das Bindegewebe dient als Auffanglager für Stoffwechselschlacken aus dem Zellinneren.
  • Außerdem schützt es die Zellen vor unerwünschten Eindringlingen.

Pischinger bezeichnete das Bindegewebe daher als System der Grundregulation unseres Körpers.

Wenn das Bindegewebe verschlackt

Chronische Belastungen wie Entzündungsherde, die jahrelang symptomfrei verlaufen können, Schwermetallvergiftungen oder Stresseinwirkungen z. B. durch falsche Ernährung oder Elektrosmog beeinflussen das Grundsystem in seiner Funktion und können zu erheblichen Beeinträchtigungen führen. Wenn die „Kommunikation” zwischen extrazellulärer Flüssigkeit und den Organzellen gestört wird, verhungern die Zellen und Stoffwechselreste verbleiben im System.

Chronische Erkrankungen, jedes Tumorleiden und die heute weit verbreiteten Befindlichkeitsstörungen wie ständige Müdigkeit, häufige Kopfschmerzen oder kosmetische Unliebsamkeiten wie unreine Haut oder Orangenhaut, finden ihren Ursprung in einer Störung dieser Flüssigkeit, die Pischinger als das Grundsystem im Körper bezeichnet.

Bindegewebe als Schlüssel für unsere Gesundheit

Wenn wir uns diese Zusammenhänge bewusst machen, wird klar, welch zentrale Rolle unser Bindegewebe für Gesundheit und Wohlbefinden spielt. Nur, wenn das Bindegewebe, als unser Nährstoff- und elektrischer Informationsleiter, unbelastet und damit frei von Abfallstoffen und Störfeldern ist, können unsere Zellen ideal versorgt werden. Im Umkehrschluss gilt, dass unsere Zellen, umso schlechter versorgt werden, je verdreckter und damit verschlackter unser Bindegewebe ist.

Stoffwechselstörungen, Cellulite, Verdauungsprobleme, Übergewicht und Stimmungsschwankungen sind dabei noch die milden Konsequenzen. Bei fortschreitender Verschlackung des Körpers drohen ernsthafte und chronische Erkrankungen, die Arterien verstopfen und ganze Organe können infolge der Überlastung „ersticken“.

Bindegewebe sauber halten für Gesundheit und ein schönes Aussehen

Damit unser Bindegewebe nicht immer weiter „zumüllt“ und damit zum Entstehungsort für Dellen und Auslöser für Krankheiten wird, sollten wir auf Lebensgewohnheiten umsteigen, die seine Reinheit unterstützen. Ähnlich wie die Qualität der Erde über das Wachstum und Gedeihen von Pflanzen entscheidet, ist die Zellgesundheit abhängig von der Beschaffenheit unseres Bindegewebes.

Dem pH-Wert des Bindegewebes kommt hier eine entscheidende Rolle zu, denn hiervon hängt ab, ob, wie und in welcher Qualität die für die Zelle wichtigen Stoffe wie Hormone, Neuropeptide, Neurotransmitter usw. in die Zellen gelangen.

Eine gezielte Entschlackung und Entsäuerung des Bindegewebes ist der entscheidende Schritt um unsere Gesundheit und unsere Attraktivität zu erhalten bzw. wieder zurück zu erlangen.

Eine überwiegend basenbildende Ernährung ist dabei genauso wichtig, wie die Reduktion von Elektrosmog, Stress oder negativen Gedanken. Als sehr effektive Maßnahme um das Bindegewebe zu entsäuern hat sich auch die Einnahme von qualitativ hochwertigen Basenpulvern bewährt. Infrage kommen hier entweder Sango Meeres Korallen Präparate oder Basenpulver auf der Basis von Citraten wie z. B. das Basenpulver von Dr. Jacobs oder das Minerot®-Oetinger PREMIUM.

Zudem können regelmäßig durchgeführte Entschlackungs- und Entsäuerungkuren wie z. B. unser Programm zur Zellverjüngung und Steigerung der Lebenskraft helfen, das Bindegewebe zu säubern und von Altlasten zu befreien.

Auch körperliche Betätigung wie zum Beispiel sanfte Bewegungen auf dem Minitrampolin helfen bei der Entschlackung des Bindegewebes.

Bildrechte oben: josef325, “xMas kommt 2”, Some rights reserved, Quelle: www.piqs.de

Marion Selzer

Marion Selzer

Marion beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema gesunder Lebensweise, insbesondere mit der Frage, wie sich die persönliche Ernährung optimieren lässt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie schwer es sein kann, einen gesünderen Lebensstil zu praktizieren.

Mit ihren Artikeln möchte sie Mut machen, dass Veränderungen von Gewohnheiten möglich sind und sich lohnen.

Marion ist Dipl. Juristin, Mediatorin, Ernährungs- und Diätberaterin, psychologische Beraterin und Autorin
Marion Selzer

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2 Kommentare zu “Das Bindegewebe als Schlüssel für unsere Gesundheit und ein schönes Äußeres

  1. Ein klasse Beitrag! Das Bindegewebe wird offenbar in seiner Funktion meist unterschätzt… Ich unterstütze die Entschlackung des Gewebes auch durch Basenbäder, eine wertvolle Hilfe zusätzlich zu einer gesunden und basischen Nahrung. Wichtig finde ich auch sehr die Aminosäurenversorgung, die das Gewebe aufbaut. Ich nutze dazu sehr erfolgreich MAP, das hier keine Säuren produziert werden wie sonst bei Eiweißverdauung empfinde ich diese Aminosäuren als optimal!

    • Hallo,

      vielen Dank für Ihren Kommentar und den Tipp mit dem MAP. Wir haben viel Gutes darüber gelesen und werden diese Aminosäuren nun auch einmal ausprobieren.

      Liebe Grüße,
      Marion & Jens

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