Cranio-Sakrale-Therapie (CST)

Eine effektive Behandlungsmöglichkeit ohne Nebenwirkungen

Die Behandlung des Cranio-Sakral-Systems ist eine sehr wirkungsvolle und natürliche Form der Körperarbeit und der Körpertherapie. Das Cranio-Sakrale-System umfasst alle knöchernen Strukturen von Schädel (Cranium), Kreuzbein (Sacrum), Becken und Wirbelsäule sowie das darin eingebettete, zentrale Nervensystem (ZNS), bestehend aus Gehirn und Rückenmark. Das ZNS ist unsere „Hauptsteuerzentrale“. Hier laufen alle Daten zusammen und von hier aus werden alle Entscheidungen getroffen. Das ZNS regelt Sinneseindrücke, Denkvorgänge sowie die Steuerung und Koordination von Motorik, Verdauung, Atmung, Blutdruck, Herzschlag, ja im Prinzip von so ziemlich allem.

Kommt es im ZNS zu Blockaden und Störungen, kann sich das auf alle Bereiche des Körpers, des Geistes und der Seele auswirken. Hier liegt die Verbindung zwischen Psyche und Körper, von Bewusstsein und Unterbewusstsein.

Die Arbeit am Cranio-Sakralen-System, auch Cranio-Sakrale-Therapie (CST) genannt, wird manuell, also mit den Händen ausgeführt. Sie zielt darauf ab, die einem bestimmten Problem zugrunde liegenden Ursachen aufzuspüren und den Körper dabei zu unterstützen, diese wieder zu beheben. Dabei orientiert sich der Therapeut an der Pulsation der Gehirn- und Rückenmarkflüssigkeit.

Das gesammte ZNS „schwimmt“ in einer Nähr- und Schutzflüssigkeit, der sogenannten „Cerebro-Spinal-Flüssigkeit“, auch Liquor genannt. Sie muss immer die gleiche Zusammen- setzung und Temperatur haben, damit unser ZNS bestens versorgt und geschützt wird.

Um das zu gewährleisten, wird die Cerebrospinalflüssigkeit durchgehend erneuert. Mehrmals pro Minute wird eine kleine Menge im vierten Ventrikel des Gehirns gebildet und in das Cranio-Sakrale-System gepumpt. Das hat zur Folge, dass der Druck im Inneren von Kopf und Wirbelsäule leicht ansteigt und die Schädelknochen, wie auch die einzelnen Wirbelkörper und Beckenknochen, minimal ausdehnt werden. Die Schädelnähte sind bei einem lebenden Organismus nicht verknöchert, wie lange angenommen wurde, sondern sie besitzen eher eine dehnbare, gummiartige Konsistenz.

Der Therapeut fühlt, ob diese minimale Ausdehnung rhythmisch, harmonisch und regelmäßig verläuft, oder, ob es zu deutlichen Auffälligkeiten kommt. Sobald sich eine solche Stelle bemerkbar macht, unterstützt der Therapeut die Eigenbewegung des Gewebes, die eine Reaktion auf die Ausdehnung darstellt, durch eine minimale Beteiligung seiner Hände. Hier werden Druck- und Zugkräfte im Bereich von wenigen Gramm verwendet.

Das ist eine sinnvolle und effektive Vorgehensweise und hebt diese Behandlungsform unter vielen anderen Therapierichtungen, die nur die akuten Symptome behandeln, hervor. Werden die Ursachen entdeckt und behoben, dann verschwinden die dadurch entstandenen Beschwerden und Symptome von selbst wieder.

Schmerzen sind Signale
Schmerzen können äußerst unangenehm bis hin zu unerträglich sein. Ein Großteil aller Menschen leidet akut oder dauerhaft an Schmerzen und dadurch entstehende Einschränkungen. Viele Therapieformen konzentrieren sich einzig und allein auf die Beseitigung bzw. die Betäubung von Schmerzen, mit Hilfe von Schmerztabletten.

Damit wäre das Problem allerdings noch lange nicht gelöst. Zudem haben Schmerzen auch die Funktion, uns darauf hinzuweisen, dass etwas nicht stimmt und dass wir unser Bewusstsein darauf richten sollen. Das dauerhafte Betäuben von Schmerzen ist prinzipiell nichts anderes, als wenn wir in unserem PKW das Signallämpchen, das uns darauf hinweist, dass der Tank bald leer ist, einfach zukleben würden. So sehen wir es nicht mehr und brauchen uns auch keine Gedanken mehr darum zu machen…

Der Körper braucht manchmal unsere Mithilfe
Normalerweise regeln unbewusste Anteile unseres Nervensystems die ständigen „Wartungs- und Reparaturarbeiten“ in unserem Inneren. Unser Alltagsbewusstsein nimmt davon in der Regel keine Notiz. Muskuläre Verspannungen und Dysharmonien, Wirbelverschiebungen, Blockaden und ähnliches richten sich normalerweise von selbst wieder. Das geschieht oft nachts im Schlaf durch autonome Eigenbewegungen des Körpers oder auch bei längeren Spaziergängen, körperlicher Arbeit usw.

Manchmal allerdings sind diese Selbstregulationsmechanismen überfordert und nicht in der Lage die Unpässlichkeit eigenständig zu beheben. Dauerhafte Verspannungen, Verschiebungen, Verdrehungen usw. führen zu dauerhaft veränderten Haltungs- und Bewegungsmustern. Einige Muskelgruppen müssen plötzlich „Dauerschichten“ einlegen und befinden sich unter chronischer Anspannung. Das führt zu weiteren Veränderungen im Gesamtspannungsgefüge unseres Bewegungsapparates. Dann kommt der Schmerz ins Spiel! Der Körper signalisiert uns anhand von Schmerzen, dass hier ein Problem vorliegt, mit dem er alleine nicht fertig wird.

Ursache und Wirkung müssen nicht beieinander liegen
Das Kniffelige bei der ganzen Sache ist, dass der Ort der Schmerzempfindung nicht auch die Ursache des Schmerzes beherbergen muss: Es kann auch an einer anderen Stelle weh tun, als dort, wo das Problem liegt!

Unser Nervensystem zieht sich wie ein feines Wurzelgeflecht durch den ganzen Körper. Ausgehend vom ZNS verlaufen immer feiner werdende Nervenbahnen bis in die entferntesten Körperbereiche. Jedes Organ, jeder Muskel, jedes Gefäß, beinahe jede einzelne Zelle wird von einer Nervenzelle erreicht.

So kann es auch zu Beschwerden in einem Teil des Körpers kommen, der örtlich zwar weit weg von der Wirbelblockade liegt, aber durch Ausläufer der Nervenbahnen versorgt wird, die an der blockierten Stelle entspringen und direkt von der Blockade betroffen sind. Auch Gelenkblockaden oder Muskelverspannungen im Verlauf dieser Nervenbahn können zu den selben Beschwerden führen.

Zwei Beispiele, die häufig vorkommen:

Magenbeschwerden
Sehr viele Menschen leiden unter Beschwerden der Verdauung, speziell des Magens. Sodbrennen, Reizmagen, Aufstoßen, bis hin zu Übelkeit und Erbrechen kommen häufig vor, ohne dass es eine erklärliche Ursache zu geben scheint. Magenspiegelungen, Gewebeproben, Blut- und Allergietests liefern keine Ergebnisse. Letztendlich einigt man sich auf „psychosomatisch“ und „Stress bedingt“.

Dabei liegt die Ursache nicht selten in einer dauerhaften Einschränkung der Anteile des Nervensystems, die die Funktionen des Magens steuern oder, die die entsprechenden Nervensignale weiterleiten.

Herzbeschwerden
Das Gleiche haben wir ähnlich häufig mit Beschwerden und Symptomen des Herz- Kreislaufsystems. Die Bandbreite ist riesig, angefangen bei Herzstolpern und Rhythmusstörungen über veränderten Puls und Blutdruck bis hin zu Schmerzen wie bei einem Herzinfarkt mit sofortiger Todespanik.

Im späteren EKG findet sich nichts, auch weitere Untersuchungen des Organs selbst zeigen keinerlei Auffälligkeiten. Auch hier bleibt meistens nichts anderes übrig, als auf psychisch-emotionale, nicht greifbare Gründe zu tippen. Die Ursache bei solch diffusen Herzbeschwerden ist auch hier nicht selten eine Blockade. Oft ist auch von einer Blockade des „Herzwirbels“ die Rede.

Die Pallette ist unendlich
Bluthochdruck ist ein häufig auftretendes Symptom, Beschwerden der Verdauung ebenfalls. Davon abgesehen kann alles erdenkliche, jede diffuse unerklärliche Krankheit oder Erscheinung, deren Ursache für alle Spezialisten ein Rätsel darstellt, genau hier ihren Ursprung haben! Das gilt für körperliche Symptome genauso wie auch für geistige, psychische und emotionale Beschwerden und Leiden. Denn schließlich ist das selbe ZNS auch für unser Denken und Fühlen verantwortlich.

ADHS und Lernstörungen
Bei Kindern mit ADHS, Lern- und Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität und weiteren „Auffälligkeiten“ liegt die Ursache sehr oft im Cranio-Sakralen-System. Hier hat eine Lösung der Blockaden schon so manch einen von der Sonderschule bewahrt und das ist keine Übertreibung.

Wir selbst haben das oft erlebt, als wir in Kooperation mit einem Nachhilfestudio tätig waren und eine Kombination aus kinesiologischen Übungen zur Integration beider Hirnhälften und Craniosakrale Behandlungen anwendeten. Viele Kinder, die auf eine Sonderschule geschickt werden, sind weder krank noch zu dumm für eine weiterführende Schule. Blockaden der Schädelknochen oder der Wirbelsäule, oft von Geburt an, sorgen für mangelnde Konzentrationsfähigkeit und dergleichen.

Viele Blockaden sind Geburtstraumata
Viele Menschen bekommen bereits bei ihrer Geburt das erste Trauma und die erste Blockade zugefügt. Durch die Verwendung von Geburtszange und Saugglocke verschieben sich die weichen Schädelknochen schon während des Geburtsvorgangs. Leider bilden sich diese Blockaden oft nicht von selbst wieder zurück. Ein solches Kind startet vom ersten Moment an mit massiven Blockaden ins Leben. Dieser Mensch wird sich definitiv nicht so entwickeln, wie es ohne dieses Geburtstrauma der Fall gewesen wäre. Hier entstehen Unterschiede in der geistigen und körperlichen Entwicklung, in der Ausbildung der Persönlichkeit und des Charakter, in der Entstehung von Neigungen und Talenten.

Die CST bietet Möglichkeiten zur Abhilfe
Neben Geburtstraumata und Wirbelblockaden kommen auch noch viele andere Ursachen in Frage, die zu Störimpulsen im Nervensystem führen können. Auch emotionale und psychische Verletzungen und Traumata können zu Störungen auf der körperlichen Ebene führen. Möglicherweise lässt sich durch die CST ein Problem mit bisher ungeklärter Ursache lösen?

Bildrechte: Markus Winkelmann, “Gib mir deine Hand!”, Some rights reserved Quelle: www.piqs.de

 

Jens Sprengel

Jens Sprengel

Jens ist Gründer und Betreiber von inspiriert-sein.de und schreibt zu den Themen Beweglichkeit & Körpertraining, Selbstheilungskräfte aktivieren & Gesundheitsoptimierung u.v.m.

Jens ist staatlich anerkannter Heilpraktiker, Cransio-Sacral-Therapeut, Personaltrainer, Verleger und Autor
Jens Sprengel

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