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    Basische Ernährung für Gesundheit, Wohlbefinden und ein schönes Aussehen

    Von Marion Selzer | 24.April 2012

    Basenbildner müssen her

    Wenn der Körper übersäuert, dann kann das unange- nehme Folgen haben. Ein „saures” Milieu bildet den Nährboden für Bakterien und Keime und legt damit den Grundstein für eine Vielzahl von Erkrankungen. In einem übersäuerten leidet auch unser Wohlbefinden.
    Wir sind dann mies drauf, leicht reizbar und leiden unter Stimmungsschwankungen. Durch eine gezielte Ernährung können wir dem jedoch ganz einfach vorbeugen.

    Was heißt Übersäuerung?
    Täglich fallen in unserem Körper Stoffe an, die er nicht verwertet kann oder gar schädlich sind. Das ist an sich ganz natürlich und nicht weiter tragisch. Denn der Körper kann diese über Haut, Niere, Darm und Lungen wieder ausscheiden. Dabei handelt es sich um Stoffe aus der Nahrung oder Umwelt. Und auch Stress setzt körper-chemische Prozesse in Gang, bei denen solche Substanzen anfallen. Problematisch wird es erst, wenn unsere Organe geschwächt sind und daher nicht richtig ausscheiden können oder mehr Abfallstoffe anfallen als ausge- schieden werden können. Dann muss unser Körper diese Stoffe „zwischen- lagern”.

    Die ersten Anzeichen sind unter anderem Stimmungsschwankungen, Gereiztheit, Orangenhaut (Cellulite), Fett-/Wassereinlagerungen im Gewebe, kalte Hände und Füße, Hautunreinheiten und Eiterherde. Später, wenn diese Abfallstoffe, die auch Schlacken genannt werden, Blutgefäße, Gelenke und Organe befallen, bilden sie den Grundstein für viele sogenannte Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreis­lauf- Probleme, Gicht, Arthritis, Gallen-, Magensteine und ähnliches.
    Auch so­genannte Entmineralisierungserscheinungen wie Haarausfall, Karies und Osteo­porose sind auf eine Übersäuerung zurückzuführen. Wenn wir jetzt nichts unter­nehmen, dann kann das mehr als schmerzhaft werden.
    Mehr über die Ursachen & Folgen der Verschlackung>>

    Ernährung und Übersäuerung
    Glücklicherweise können wir durch unsere Lebensgewohnheiten und ins­besondere unsere Ernährung entscheidend dazu beitragen einer Übersäuerung vorzubeugen bzw. diese zu lindern. Denn Lebensmittel wirken entweder als Säure- oder Basenbildner. Logisch also, dass bei einer vor allem basenbildende Ernährung eine Übersäuerung keine Chance hat. In welche Kategorie ein Lebensmittel eingeteilt wird, hat nichts mit seinem Geschmack zu tun. So wird eine Zitrone zum Beispiel trotz ihres sauren Geschmacks basisch verstoffwechselt und zuckrige Süßig- keiten, obwohl sie so süß schmecken, sauer.

    Für die Unterteilung kommt es allein darauf an, ob ein Lebensmittel reich an Vitalstoffen, wie Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen ist, und somit all die Substanzen, die es zu seiner Verdauung benötigt, mitliefert, oder ob es ihm daran mangelt und unser Körper dann für die Verdauung an seine Vitalstoff-Vor­ratsdepots aus Knochen, Haaren, Zähnen und Organen zurück greifen muss.

    Basisch bzw. alkalisch heißt so viel wie mineral-/salzhaltig. Je mineralhaltiger ein Lebensmittel, desto basischer wirkt es daher auf den Körper.

    Folgend eine Liste mit den wichtigsten Lebensmitteln im Überblick:

    Basisch wirken:

    Sauer wirken:

    Nicht immer lassen sich alle Lebensmittel wegen den unterschiedlichen Anbau­bedingungen, Reifegraden und Zubereitungsarten eindeutig anordnen. So zum Beispiel bei Speiseölen, Butter, Honig, Ahornsirup, Rohmilchprodukten, Joghurt, Bohnenkaffee, Meersalz, Sauerkraut, Kartoffeln, Quinoa, Hirse oder Buchweizen und Mais. So kann es zu kleinen Abweich- ungen in den einzelnen Tabellen kommen.

    Außerdem wirken nicht alle Lebensmittel gleich stark in die eine oder andere Richtung. So wirken Zitrusfrüchte und Melonen zum Beispiel viel stärker basen- bildend als Quinoa oder Butter. Und Sojaprodukte sind im Vergleich zu Zucker, Weißmehl und Fleisch viel weniger säurebildend .

    Da unser Körper mit einem gewissen Maß an Säurebildnern gut umgehen kann und ein gewisses Maß an Säure sogar braucht, muss eine gesunde Ernährung nicht zu 100 % aus basenbildenden Lebensmitteln bestehen. Wir sollten aller- dings den Konsum der größten Säurebildner, wie Produkte aus Weißmehl, zucker- haltige Speisen, Fast Food, tierische Produkte, Koffein, Alkohol einschränken und verstärkt Gemüse, Salate und Obst (am besten in roher Form) in unsere tägliche Ernährung integrieren.
    Schmackhafte Brote lassen sich ebenso aus Mais-, Kastanien-, Hirse-, Quinoa- mehl, Buchweizen oder Leinsamen her­stellen und „eingefleischte” Esser sollten es einmal mit sogenannten Ersatz­produkten auf pflanzlicher Basis versuchen, die den Körper weit weniger be­lasten.

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